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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 10

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K. F. teilt Kf. Friedrich (III.) von Sachsen mit, der Papst (Innocenz VIII.) habe ihn und seinen Sohn Kg. Maximilian schriftlich1 unterrichtet, daß er zum Widerstand gegen die Feinde des christlichen Glaubens vom Kg. (Karl VIII.) von Frankreich mit vil arbeit und swerer cosstung den Bruder des Türgken, so ytzo regirt, in seine Hände gebracht hat, der sich bei entsprechender Hilfe für die Rückkehr in seine Lande erboten habe, Gutes für die Christenheit zu tun. Da dies jedoch ohne seine (K. F.) und seines Sohnes (Kg. Maximilians) Hilfe nicht geschehen könne, habe der Papst ihn als Vogt und Beschützer des hl. Stuhls zu Rom und der gemeinen christlichen Kirche gebeten, eine Botschaft auf den lezten tag des monets marcij schiristkunfftig (März 31) oder auf den letzten tag in dem aprill nechst darnach (April 30) nach Rom zu schicken und Friedrich und den anderen Kff. Fürsten und Untertanen des Reiches das gleiche zu befehlen, um mit den vom Papst ebenfalls gebetenen welhischen und anderen christlichen Kgg. Fürsten und Untertanen über ein solches Vorhaben zu verhandeln. K. F. gebietet Kf. Friedrich unter Hinweis auf die ksl. Zusage2, seine Botschaft zu den genannten Tagen nach Rom abzuordnen, ihr zu befehlen, zusammen mit seiner und seines Sohnes Botschaft die Vorstellungen des Papstes anzuhören und jenem und der Versammlung vorzubringen, daß ohne die Abstellung des durch den Kg. (Matthias) von Ungarn geführten Krieges und annder dewtscher nacion beswerung das Vorhaben verhindert werde und Papst und Christenheit kein Beistand geschehen könne.

Originaldatierung:
An dinstag sannd Appolonien tag.
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i.i.c. - KVv: Dem hochgebornnen Friderichen, hertzogen zu Sachssen, lanndgraven in Doringen und marggraven zu Meissen, des heiligen romischen reichs ertzmarschalh, unnserm lieben oheim und churfursten (Adresse, Blattmitte); tag Rom (unterer Blattrand, rechts).

Überlieferung/Literatur

Org. im Thür. HStA Weimar (Sign. Ernestinisches Gesamtarchiv, Reg. E n. 40, Bl. 6), Pap., rotes (wohl:) S 18 als Verschluß rücks. aufgedrückt (Spuren).

Druck: Müller, Reichstagstheatrum 6 S. 183. Lit.: Schneider, Türkenzugskongress S. 4f.; Pastor, Geschichte der Päpste 3,1 S. 209-224.

Anmerkungen

  1. 1Vgl. die dt. Übersetzung des päpstlichen Briefes vom 8. Mai 1489 im Thür. HStA Weimar (Sign. Ernestinisches Gesamtarchiv, Reg. E n. 40, fol. 1r-2v).
  2. 2Vgl. H. 10 n. 569.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

[RI XIII] H. 10 n. 570, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1490-02-09_1_0_13_10_0_13530_570
(Abgerufen am 24.10.2019).