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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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Landtagsverhandlungen zu Haderstorf.

"Ein werbung von den landleutten so zu Haderstorff zu sand Luceintag bei ainander gewesenn sind, an unsern herren den Römischen kayser oder seiner gnaden k. räte. Item von erst unnserm allergnädigisten herren den Rom. k. zu sagn von den landssleutten so zu Hederstroff bei ainander gewesnn sind, ir underdanig dinst. Item als die landsleut in samnung zu Hederstorff bei ainander gewesenn sin und vernomen haben wie ewr k. g. ain missvalln an solhem zusamenkomen habe, haben die landtleut ewern k. g. geschribn und gepettn das ew k. g. ewer g. räte oder wer ewern gnaden darzu gefellet zu den landtleutten geschikt, die gehort hettn solh der landleut fürnemen, nw aber von ewer gnaden wegen nyemant gesandt ist, habn die landleut solhe ir fürnemen in geschrifft bracht, die ewr k. g. gnädiklich horn wolle und habn das in bestn gethan, das sy hoffn e. k. g. werdet versteen das solh fürnemen für e. k. g. auch für ewr landt und leut sey. Item so die artikel der landleut fürnemen gehort werdn das an unnsern herrn k. begert werde, nachdem ir vil von prelatten, herren, rittern und knechtn und von stetten bei dem tage nit gewesn sein, das unnser gnadigister herr der Ro. k. dieselbn auf ain tage und stat zu ainander vorder in das fürnemen fürhielt, iren halbn darinn auch zu sagn sein gnadn gehorsam zu sein, und auch des aufslags sich verwillign. Item und ob unnser gnadigister herr der Ro. k. an den andern landleutten, die nit yetz hie gewesen sein, solh verwilligung auch verstund, das er das den landleutten, die sich hie darein gebn habn verkunde, domit sy sich darnach wissn zu richtn und den sachn dester furderlich nachgangn muge werden. Item das unnser gnadigister herre der Ro. k. hett lazzn redn mit den soldnern zu Ibs und andern endn domit sein gnade gewset hett ir schulde, sy darnach abzuvertign. Item domit land und leut dester furderlicher in ratt, fride und gemach gesatzt und bracht mügen werdn, ist durch die landleut, so zu Hederstorff bei ainander gewesnn sind, betracht und fürgenomen unsern gnadigistn herren den Ro. k. zu bitten, das sein k. g. alln landleuten, hauptleuten, pflegern und alln andern seiner gnadn ambtleutten und undartonnen in stetten, markten und dorffern in dem lande Osterreich ernstlich schreib und bevelhe, das allendhalbn in dem lande ain berueffung bescheche, woe oder wellend sich ledig knecht, es sein geraysig, fueszknecht oder ander an welichn endn gerichten oder gebietten sich die aufhielttn und nicht dienst hiettn die auf solde und dienst wartten woltten, das sich die in stettn und nindert anderswo aufhaelltn. Ob aber uber solh gepott ainer oder mer begriffen würdn, das der oder die zu seiner gnadn handn geantwort und mitsambt den die sy darzu behausn in was wesnns die sein, mit straff nach verschuldn fürgenomen werdn. Item ob yemand mit nam oder tatte beschedigt wurde, an wilichn enndn das beschee, und ain geschray uber die, so solh angriff tetten, wurde, das dann yedermann an denselbn endn, wer von jugend und von altter mag, an verziehn zu ross und zu fuessnn auf sein deusen nachzustelln und nachzukomen, domit die angriff gewendt und der landfried desterpas gehallten mug werden und die beschediger gestrafft. Item das auch ainem yedem im lande bei swärer ungenade und straff seiner k. m. und verpotten werde, das kain beschediger durch in und die sein auf iren grundten gehaltten noch behaust werd, und welich dawider tetten, das die swarlich darumb gestrafft werden. Item das auch sein k. g. ausschreibt herrn Stennko von Sternbergk haubtmann auf dem Guettenberg, herrn Wilhalm von Buchhaim, dem Lewprechtiger, dem Hagstorf, dem Harrasser gen. Gross, dem Wahinger von Schanaw, dem Pfirtter, dem Rabnstainer und andern wie die genant sein, das sy der krieg und huldigung aufhörn, domit das landt nit weytter bekriegt werd. - Vermerkcht das fürnemen der vier stannd des lannds Österreich, nemlich von prelattn, herren, rittern, knechtten und den von stetten zu sand Lucientage, zu Haderstorff anno domini etc. lxiii. Item als von Tulln auf dem landtag zu sand Mauritzntage unnsers allergnadigistn herrn des Ro. k. etc. begern ist gewesn, das sein k. g. zu den abgedrungnen slozzn wider komen an irrung, darinn die landtschafft nicht ain mussfalln gehabt habn, sunder gern gesehn, das ir baider gnade guettlich mit ainander geaint werdn wordn, und nw der durchluchtig furst ertzhertzog Albrecht loblicher gedächtnuss mit tode abgangn und unnser gnadigister herr der Ro. kaiser zu denselben abgedrungnen und andern slozzen rechter erblicher regirn der herre und landsfürst ist, so sehn die landleut so ytzund bei dem landtag zu Hederstorff bei dem Kampp bei ainander sein gewesnn gern, das sein k. g. an irrung darzu komen und erbiettn sich auch seiner k. g. gehorsam zuu sein als irm regirenden herren und landsfürsten, doch das sein k. g. der landschafft die artikel so zu Tulln auf dem tage fürgenomen und hernach gemeldet sind bistett und gnädiklich dobei haltt. Item von erst ist der lanndtleut notdorfft das alln den landleutten von den vier stanndn des lands Österreich die unnserm herren dem Ro. kaiser oder unserm herrn ertzhertzog Albrecht entsagt sein und was auch absag von den landtleutten den von Wienn und andern stetten ausgangn werdn das den ir absag auch ainem yedem sy seinen gaistlich oder wältlich, die sich in den kriegssleuffnn gehn unnserm gnadigistn herren verschribn hetten, solhe verschreibung yetzo auch widergebn wurdnn ungevärlich, das auch alle ungnade und feintschafft, die sich in den kriegssleuffnn mit nam, tatt oder in andern wegen gegen sein k. g. oder seiner k. g. underton von den herren den bemeltten landtleuten und von den von Wienn und die kainem tail entsagt und still gesessnn sind und sunder unnserm herrn bischove zu Passaw begebn habn, gantz absein, künfftiklich gen kainem in ungenadn rach noch in dhain andern weg von nyemandt in was wesnn oder standt er sein niemmer gesucht noch gedacht werdnn weder mit recht oder an recht, gaistlich oder weltlich, auch das nach alln notdorfftn versorgt werde ungevarlich. Item nach dem und wir uns die gehorsam unnsers allergnadigisten herren des Ro. k. als regirendn herren verwillign so sollen all new anfang und beschatzung, die durch unnsers gnadigisten herren underthann, die irn herren Stencko von Sternberg und anderen, durch wen das beschen were im land gemacht oder angefangn sind on verzichn vernicht und abgethan auch furbas die noch ander verrer nicht gebraucht werden, desgeleichn alls aufsleg und new mewtt, die nach abgangk kunig Albrechts loblicher gedachtnuss gemacht und von allter nit gewesnn noch herkommen sind von wem die gemacht oder fürgenommen werdn niderhalb und oberhalb der Enns all abgethan und furbaszer auch nymmermer genommen werden. Item es sulln auch all huldigung absein und fürbazer nit mer gegebn noch genommen werden und auch all gefangn was der kriegssleuf halbn gefangn sind, ledig gelassn werdn und all schatzung on ausszug gantz absein. Item was yeder in den kriegen von geslossen, sitzn, ämbtern, lewtten und guettern abgedrungn angenommen oder vergebn, von wem das beschehn wär, auch ob brive genomen werdn, was der vorhanden sind, das er den(selbe)n in was wesn oder standt die sein wider eingebn mit alln fruchtn, als die yetzo sind abgetretten werdn an verrer waygerung und widerrede, nachdem die ainigung beslossn wirdet, darnach inner vier wochn ungevarlich. Item ob ymants wer, der in solichm unserm gnadigen herren dem Romischen kayser nichs gehorsam sein und müet williklich des setznn wollt, daz dann unnser gnadigister herr der Romisch kayser gewaltiklich darzuthu, den oder die darzu tzbing, das sy gehorsam sein und ob unnser gnadigister herr der Ro. k. der landschafft der vier stand darzu bedorfft und sy dartzu vordern würde, so soll man auf sein und seinen gnadn solhe ungehorsam helffen gehorsam machnn. Item das unnser gnädigister herre der Ro. k. und auch unnser gnädiger herre hertzog Sigmund all redlich geltschuld und verschreibung, die von iren gnadn, oder von andern unsern gnadigen herren von Österreich gegebn und gemacht sind auf zeit die nw aus wern oder kunftiklich aus sein wurdnn als vil der yeder seins tails zu entrichten schuldig, gnädiklich zu bezaln damit die landt darumb nit angriffn oder beschedigt werdnn. Item das auch unnser gnadiger herr furpass solich geltbrive, dadurch die lanndtleut verschribn sind und angriffn und beschedigt mochten werdn, hinfür nicht ausgebn als dann sider kunig Albrechts loblicher gedachtnuss beschehn ist. Item ob ymand seine lehn aufgesagt hett, welhem herrn das wer, oder wie sich die kriegsszeit irrung in lehn begebn hett, dem oder denselbnn solln ire lehen gnädiklich on schadn wider gelihn werden so sy des begern mit sambt den ambttern. Item das das lanndsrecht mit ainem landtmarschalck versehn und mit besitzn von herren, rittern und knechtn besetzt, geschirmt und gehaltten werde damit das landssrecht sein furgank gewinn als von altter herkomen ist. Item das an bedertail willn oder merklich eehafft not nit schub gebn werdnn, domit das recht ain furgangk gehabn müge. Item ob der landsfürste zu ainem landtman oder ain landtman zu ainem fürsten zu sprechen gewunn, ob das nit güettlich abgetragn mog werdn, das dann desn landtman, desgleichn ain landtman aim landsfürstn darumb fürnem mit recht als von altter herkomen ist ungevärlich. Item das die müntze bei dem werd korn und ausszal gehalten werde als die durch gemain landtschafft mit willn und wissn unnsers gnadign herrn des Ro. k. zu Wienn fürgenomen ist, das auch unnser gnadiger herr darob sein, das kain auswendig münss im lande nit gehaldelt noch genomen werde domit die münss im lande Österreich bestentig beleibn muge, und das der slagschatz nicht gehohett werde ungevärde. Item als zu Tulln durch gemaine landschafft nachgebn und verwilligt ist ain aufslag im lande, es sei niderhalb oder oberhalb der Enns von den wein zu nemen auf sechs jare, habn sich die landsleut so yetzung hie sind underredt, das nur ain aufslag von wein namlich von ainem fueder 1 pfund und von aim dreilin gwein sechs schilling phening und von mynnerm pandt nach dem yezts symer hatte genomen werden, von den die auss dem lande varen, es sei auf lande oder auf wasser und das alle ander aufsleg und newrung abgethan werde und nachdem des landss renntt und nütz vast verkumert ist, habn die landsleut yetzo sich hie verwilligt ainen gemainen aufslag geen zu lazzn, das zwaintzigist pfung als zu Tulln verwilligt ist, also das von unnserm gnadigen herrn dem Ro. kaiser zu dem aufslag und auch von der landschafft inzunemen geordent werdn, desgleichn zu der gemain steur und was von dem alln gefellet das soll zu anders icht gebraucht werden, dan zu ablosung der renndt und nutzte des landss niderhalb und ob der Enns, doch das unnser gnadiger herr der Ro. k. gemaine landschafft der vier stanndt darumb versorg das solh ir verwilligung der steur und des aufslags an iren freihaitten unschadhafft beleibn, und kunftiklich für kain gerechtikait gehallten werde und auch das von rechtnns wegn nicht gethan sunder von irm guettn willn und das darauf unnser aller gnadigister herr der Ro. k. darob sei, das die soldner und gesst on verrer beswerung des lands abgevertigt werden damit das lande in rwe, fride und gemach von seinen gnaden gesatzt bracht und geschermbt werde, domit ain lande zu dem andern gearbaitten muge. Item nachdem unnser gnadiger herre kunig Albrecht loblicher gedachtnuss die juden aus dem lande gethan hatt von merklicher ursach und des lands pesten wegen das die hinfür in das Österreich nymermer gesatzt noch kains handels im land gestat noch darinnen gehaltten werde. Item das alle lehn den landleutten von unnserm gnadigen herren dem Ro. k. genadiklich gelihn und darinnen gehaltten werdnn als bei irn vordern beschehn ist, auch in der kantzlei wider alts herkomen nicht beswert wurden ungevärlich. Item das unnser gnädigister herr der Ro. k. uns bei alln unnsern gnadn, freihaitten, loblichen gewonhaitten und alttem herkomen gnadiklichn haltten und uns die bestattn in der gemain oder besunder. Item das auch die hochschuel zu Wienn bei irn ern wirdn und freihaitten gehaltten und in ir solde gegebn werde, als die von den fürsten von altter gestifft und herkomen ist. Item waslai verschreibung die lanndtleut von den fürsten und irn vordern umb ir kamerguet habn, das sy dabei gnadiklich gehaltten und an landsrecht davon nit gedrungen werden. Item das unns unnser gnadigister herr unnser solde und ander redlich schulde von kunig Laslaw von im und andern fursten herkomend gnediklich und furderlich bezaln als uns dann vormaln von iren gnaden zugesagt ist. Item das unnser herre der kaiser kain freybrive für geltschulde gebe sunder das recht ainem yeden darumb offnn lazze und ob solhe brive darumb ausgangn wern, das sein gnade die abthwe und krafftlas mache. Item das uns sein gnade in ausvordern oder feltzügen haltt als sein vordern unnser vordernn gehalttn habnn. Item das uns sein k. g. die phleg und ambtter im lande mit landleuttn des landss besetze, und die regirung den gessten nit bevolhn werde. Item das man es mit den meutten und zolln mit den landtleutten haltt als von altter herkomen ist. Item das die fremden wein und pir in das lande zu füren nit erlaubt, sunder gewert werdn als das von altter auch herkomen ist. Item das kain stewr noch gewaltung anlehn auf gemain landschafft angeslagn noch furgenomen werde weder in der gemain noch in sunderhait auf gaistlich noch weltlich du durch niemands wider alts loblichs herkomen beswert werdn, und ob solhe stewr mit vergunnen der landschafftt furgenomen wurde, das dann mit der gemain landschafft mit wissn des bischoffs und besunder gegen den guettern des capittels zu Passaw nicht als mit gesst guetern, sunder als bei kunig Albrechten und sein vordern gehalttn ist gehandelt werde. Item das unnser genadigister herr der Ro. k. gemain landschafft der vier stanndt umb all vorgemelt artikell genadiklich versorge und verseche dadurch dessen sachen alln nachgeganngnn werde. Item das alle porgn, die von kunig Laslan loblicher gedachtnuss in purgschafft komen sein, genadiklich an schadn geledigt, damit die purgn auch landt und leutt nicht in schadn gebracht werdnn. Item als die von Wyenn in sunderhait irer notdorfft, ettlicher artikel in geschrifft dem hochwirdigen vatter dem legatten bei dem tag zu Tulln geantwort habn und sein wirdigkait desn von Wienn ettwas zu ainer mittel furgehaltten und daraus geredt hatt, diesnn artikel halttnn in die von Wienn noch enphor und begern sich darinnen genadiklich zu hörn und auch end zu geben. - Vermerkt die prelatten, herren, ritter, knecht und die von stetten, so zu sand Lucientage auf dem tage zu Hederstorff in sammung bei ainander gewesn sein. Item der von Gottweig, des von Melk anwald, der brobst von Closternewburg, des abt von Zwettel anwalt, des prior von Aspach anwalt, des probst von Tierstain anwaldt. Item graff Michl von Maidburg, her Rudiger von Starhnberg, her Oswald Eytzinger, her Hainrich von Lichtnstain, her Albrecht von Ewerstorff, her Veit von Ewerstorff, her Bernhart der Thurss, her Hartneid von Puchaim, her Hainrich der Strein. Item her Sigmund Eytzinger, her Bernhart Teihenstainer, her Erhartt Doss, her Jost Kirchstetter. Item Cristoff Pottinger, Jorig Sewsnegker, Herman Schad von Lengnfeld, Hans Rosnharts, Hanns Mattseer, Jorig von Tyernach, Ludwig Weyttnmullner, Michel Künigsperger, Jorig Lewprechtinger, Niclas Mülvelder, Steffan Tanner, Thaman Weingartner. Item die von Wyenn, Krembs, Stain, Tulln. - Vermerkt das furnemmen von den lanndsleutten zw Haderstorff beschehnn, und angehabnn am pfintztag nach Lucie anno domini etc. lxiiio. von erst ain schreibnn an die lanndsleut ob der Enns als hernach geschribnn stett. (15. Dec. 1463.) Erbirdig wolgeborn edel herrenn, edel und vesst, ersam und weis, lieb herrenn und frundt unnser dinst mit guettm willn bevor, ain lanndtag ist furgenomen her gen Haderstorf damit von den vier stanndn des lands sullnn herkomen und uns undärrednn von den beswärungn der kriegszleuff und andern nottorfftten, die uns und gemainer landtschafft anlignd ist das von taylung des regiments des landes vast anfang hatt und nw laider der durchleuchtig hochgeborn fürst ertzhertzog Albrecht löblicher gedachtnuss mit tode abgangn ist, und die regirung billich zusammen kommen sol, also bitten wir ew mit vleys, ir wellet ettlich aus euch von ewern wegn on verziehn her zu uns schicken, mit sambt uns rattn und dienn, damit das landt underhalb und ob der Enns wider zusammen kome und in ainer regirung gehalten werde, dadurch auchlandt und leutt in rwe, frid und gemach geseczt mug werdn und wollet solhe ewr zukunfft nit verziehn, das wolln wir gern umb euch verdiennen. Gebn zu Haderstorff am pfintztag nach Lucie. Anno etc. lxiiio. Prelatten, herren, ritter und knecht auch die von stetten, so yetzund auf dem landtag zu Haderstorff bei einander sind. Den erwirdign, wolgebornen edln herrn edln und vesten, ersamen und weisen, den prelattn, grafen, herren, rittern und knechtn und den von stetten, des lands ob der Enns, unnsern liebn herren und frundnn. - Ain schreibnn an unsern herrenn den Romischen kayser. (17. Dec. 1463.) Allerdurchleuchtigister kaiser, allergnadigister herr ewern k. g. unnser underdanig willig dinst. Als mit ewr k. mt. auch unnsers gnadigistn herren herczog Albrecht loblicher gedachtnuss urlaub und wissenn ain zusamenkomen gen Haderstorff auf sand Luceintag nachstvergangen furgenomen ist und ain guettail der landsleut des landss inderhalb der Enns auf denselben tag her gen Haderstorff kommen und davon ettlichn underricht sein wie ewer k. m. an solhem zusamenkomen mysvallen haben soltte. Bitten wir mit aller undärdanikait ewr k. g. wolle daran nichts misvallen habenn, sunder zwischen hie und des nachstkomendn pfintztags e. k. g. räte oder wer ewer k. m. darzu gevallen wirdet zu unns her senden wöllet, der wir hie auf den benantten pfintztag bewartten da bei unns sein, das sy da vernemen werdenn, das wir nicht anders fürnemen werden, dann das zu ainikait und gehorsam mit ewer k. m. auch zu ainikait und befridung landt und leut sein werde, und bitten ewr k. g. wolle sollh potschafft nit verziehenn und unnser schreiben vernemen. Das wollen wir umb ewer k. g. undardaniklich verdienen. Gebenn zu Haderstorff am sambstag nach Lucie anno lxiiio. underdanig leutt so yetz zu Haderstorff bei ainander sein.. E. k. m. Dem allerdurchluchtigistn f. und herren her. F. Ro. k. zu allen zeittn etc. unserm allergnadigisten herrn. - Ain schreiben von dem Romischen kayser auf der landleut schreiben, so vorgeschriben ist. (20. Dec. 1463.) Fridrich von gottes gnadn Romischer k. zu alln zeitten etc. Leibenn getruenn, als ir yetzund geschriben habt von ewrs zusammen komen wegen zu Haderstorff auf sand Lucientag nachst vergangen beschehenn und begert ettlich unnser räte oder ander auf den nachstn pfinstag doselbs hin zu schicknn ewr furnemen do zu vermerkenn, haben wir vernomen und vermainen das solhs zusamen komen nit not gewesen wer, nach dem weylandt der hochgeboren fürst hertzog Albrecht unnser brueder nach verhengnus got des almächtign, dem sein gottlich gnade gnädig und parmhertzig sein wolle, mit tode abgangn ist und habn dadurch unnsern retten und etzlichn unnsern prelattn und andern landleutten geschribn und bevolhn sich nit gen Haderstorff sunder her zu uns zu fügn, so wolln wir hie mit in fürnemen, das für landt und leut ist, auch darauf unnser offenn brive daraus ausgeen lazzn und namlich bevolhen zu habnn. Nachdem aber ir daselbshin gen Hadärstorff gefugt habt, begern wir an uch mit vleys und ernst, ob ir ichs da fürnemen wurdet, das ir das also tut, damit das für land und läute sei, und die widerumb zu fride und gemach gesetzt mugn werdn, darzu wir dann alweg genaigt gewesn und noch sein und uns als landsfürstn unnser herlikait und obrikait nicht gekrenckt werde, sunder wir als unnser vordern löblicher gedechtnüsz bei unnser gewaltsam auch die regirung niderhalb und oberhalb der Enns nicht getailt werde, sunder bei unns als dem eltteren landszfürsten des hauss Österreich beleibn, domit nit newe zwittracht und unradt in dem lande auferstee, dann bissher aus ertaylung des regimends erfundn ist, so woltten wir uns gen ew als gnadiger herr und landssfürste haltten und bei ewern gnadn und freihaitten beleibn lazzn und welh uns abgesagt habn, denselbn ir absag widerumb hinaus gebn, und mainen darauf nicht not zu sein unnser räte noch ander doselbs hin gen Haderstorff zu schicknn, in hoffnung ir werdet die sachn in obgemelter mass fürnemen. Daran thut ir uns guet gevalln und unser ernstlich maynung, wir wolln das auch gen ew gnädiklich erkennen und zu guet nit vergezzen. Datum zu der Newnstat an eritag sand Thomas abend anno etc. (1463). Commissio domini Imperatoris in consilio. Unnsern lieben getrewern unsern landsleutten so bei ainander zusamnung zu Haderstorff sein. - Ain schreiben an Ulrichn Gravenekger und der von Wienn coppy darinnen. Unnser dinst mit guettem willen zuvor. Ewr schreiben uns yetzo gethan, haben wir vernomen und schreibn darauf den von Wyen in form als ir an der hierin verslossn coppien vernemmen werdet und ew weitter darnach zu richtn wisset. Geben zu Haderstorff am suntag vor Thome anno lxiiio. Landleut ut supra. Dem edlen vesten Ulrichen von Gafenegk, span zu Ödnburgk. - Ain schreiben an die von Wienn und des Gravenegkers brive abschrifft darinnen. Fürsichtig ersam weyss, unnser willig dinst bevor. Wir fügn ew zu wissenn, das uns Ulrich von Gravenegk von seiner hoffleut wegn, so ir in vengknuss halttet geschribenn hatt, als ir dann in der abgeschrifft hierinnen verslozzen vernemen werdet und nach dem wir yetzo hie in sammung bei ainander und in willn sein fürzunemen damit land und leut in rwe, fride und gemach gesatzt mügen werden, sunder das auch land und leutten, ew und gemainer stat zu Wyenn nicht weitter unratt auferstee und unnser fürnemen dester bestendlicher beleibe und vervoligt mag werdenn, bitten wir ew mit trewen, das ir diesen gefangnen dem edeln herren hern Hainrichn vom Liechtnstain von Nicolspurg on schatzung on redlich versorgnuss und getrewm tag auf widerstellung aufgebt. Maynen wir solh uns und ew künftiklich zu guetter aynikait dienen auch fruchtpar und nutz sein werde. Geben zu Haderstorff am montag vor sand Thomastag anno lxiiio. Landssleut ut supra. Den fürsichtigen, ersamen und weysenn dem Burgermaister, richter, rate und den burgern gemainiklich zu Wyenn unnsern gueten frunden. - Ain gelaubbrief an die landssleut ob der Enns lauttend auf herr Albrecht von Ewerstorff, Bernhart Sewsnegker und Jorign Sinntzendorffer in gemainen form in anstat der landleut so zu Haderstorff gewest sind zu glaubn. Datum ut supra. An sand Thomastag anno lxiiio. Desgeleichen ain gelaubbrieve an die haubtleut gen Ibs lauttund auf Jörigen von Sewsnegk etwas von iren wegen mit in zu reden. Datum an sand Thomastag. - Ein schreiben an den von Hohenberg von den lanndleutten. Erwirdiger edler herre lieber frunde, unnser fruntlich dinst in guettem willn bevor. Wir lassn ew wissnn das wir yetzo hie ain fürnemen gethan und ains worden sein, das an unsnern allergnadigistn herren den Ro. k. zu bringn und von yedem stand ainn darzu benenntt als dann der brobst von Closternewburgk, oder der brost von sand Dorothee zu Wyenn ir ainer von prelatten, aus unserm stand ir, aus der ritterschafft hern Bernhartten von Tehnstain, von den stetten die von Wyenn darzu benent habn. Bitten wir ewr fruntschafft in vleyss, und sunderm vertraun, das wir zu uch, auch das wir ew yetz hie verbest habn, ir wollet mitsambt den andern, die also komen werdn, das nach laut ainer zedel, als sy ew horn werdn lazzn an unnsers allerg. herrn des Ro. k. g. bringn und wollet uns darinn nit verziehn, damit unnser standshalben darinn nit abgangk und die schulde bei unnserm stande nit gefundn werde, das wolln wir fruntlich umb uch diennen, wann wir uns des gantzlich zu uch verlassnn und hoffnn, das solh fürnemen für unnsers allergnadigistn herrn des Ro. k. g. auch gemaine landschafft sei. Datum ut supra. - Ein schreiben an unnser herrn kayser umb gelaytt. Allerdurchleuchtigister k. und allergnadigister herr e. k. g. unnser undärdanig dinst. Gnadigister herr, als wir die landschafft zu Haderstorff in sammung bei ainander gewesn sein und vernomen habn, wie e. k. g. ain misvalln an solhn zusamen komen habe, habn wir ewern k. g. geschribn und gepettn, das ewer k. m. ewer gnadn räte oder wer ewern gnadn darzu gefalln, zu uns geschickt, die gehort hetten solh unnser der landtleut fürnemen. Nw aber von ewern gnadn wegn niemant gesandt ist, haben wir ettlich geordent, solh unnser fürnemen an ewer k. g. zu bringn und es aigendlich zu undarrichtn, und bitten darauf ewr k. m. ewr gnade woll denselbn, auch den von Wyenn, ewer k. gelait und sicherhait bei gagnburtign unnserm botten zuschicknn, wann wir hoffnn, das solh unnser fürnemen für e. k. g. auch für ewer g. land und leut sei, das wolln wir in aller undardanikait umb ewer k. m. verdienen. Datum Hederstorff bei dem Kamp am pfintztag nach sand Thomastag anno etc. lxiiio. (22. Dec. 1463.) Undardanig landleut so ytzo zu Hederstorff bei ainander sein. Dem allerdurchleuchtigisten fursten und herren herren Fridrichn Ro. k. zu alln zeitten merer des reichs zu Hungern, Dalmacien, Kracien kunig, hertzog ze Österreich, zu Steir etc. unnserm allergnadigisten herrenn. - Drey credenntzen auf ettlich aus den vier stanndnn des lannds Österreich, aine an unnsern herrn k. die ander an die margravinn, und die dritt an den legatten, als hernach geschribnn stett. Allerdurchleuchtigister kaiser, allergenadigister kaiser. Ewer k. g. unnser undartanig willig dinst. Es komen hiemit zu ewern k. g. ettlich aus den vier stanndn des land Österreich, die wir darzu gepetten und geordent habn, unnser fürnemen, so zu Tulln und ytzo hie beschehn ist, hoffend für ewer k. g. land und leuttn zu rwe, frid und gemach sein, und dienn sollen bevolhn habn, an ewer k. g. zu bringn von uns aigentlich underricht und was die alle, oder ettlich aus in an ewr kayserlich m. dietzmals werbn, in das ganntzlich als uns selbs zu gelaubn, und bitten mit undardanigm vleys ewer k. g. wool sy guettlich darinn vernemen und gnadiklichn haltten, und abvertign, das willn wir umb ewer k. g. undardaniklich und gern verdien. Gebn zu Hederstorff am freitag vor dem heiligen weichnachtag anno lxiiio. (23. Dec. 1463.) Undardanig landleut so yetz zu Hederstorff sein. Ubergeschrifft ut supra. - An die margravinn ain credentz. (23. Dec. 1463.) Hochgeborne furstin, gnadige fraw, e. g. unnser undartanig willig dinst bevor. Es komen hiemit zu ewern gnaden, ettlich aus den vier stanndnn des lannds Österreich, die wir darzu gepetten und geordent habnn, etwas unnser maynung und des lands notdorfft an ewer f. g. zu bringen bevolhn habn, von uns aigentlich undärricht und was die an ewr gnade bringn werden, bitten wir mit sunderm vleyss ewr gnade wolle sy dietzmals vernemen und gantzlich als uns selbs gelaubn, auch uns bevolhn habn, das wolln wir umb e. f. g. undardaniklich und gern verdienn. Gebn zu Hederstorff am freitag ut supra. landleut etc. Der hochgeborn furstin und fraun frawn Katharinen geborn von Osterreich und margrafin zu Padn unnser g. fraun. - Credentz an den legatten. Hochwirdiger vatter gnadiger herr, unnser gehorsam willig dinst ewern gnadn bevor. Es kombt hiemit zu ewr hochwirdikait ettlich aus den vier standn des haus Österreich die wir darzu gepettn und geordnt habn, den wir etwas unnser maynung und des lands notdorfft an ewr hochwirdikait zu bringn bevolhn habn, von uns aigentlich undarricht, und was die all oder ettlich aus in an ewer hochwirdikait wolle sy dietzmals vernemen und in gantzlich als uns selbs gelaubn, das wolln wir umb ewr hochwirdikait underdaniklich und gern verdienen. Datum Hederstorff ut supra. Die landleut. Dem hochwirdign vatter und herrn Dominico bischove zu Tortzelon und legaten des stuls zu Rome unnserm herrn."

Chmel n. 4041

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-125, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1463-12-13_1_0_13_0_1_124_CA125
(Abgerufen am 19.02.2018).