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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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K. Friedrichs Gerichtsspruch gegen die Wiener.

"Wier Fridreich von gotz gnadn Romischer kaiser zu alln zeitn merer des reichs zu Hungern, Dalmaczien etc. Enbietn den hochwierdign, erwierdign, durchleuchtigen, hochgebornen, wolgeboren, edeln, ersamen uns unsern und des reichs lieben getrewn herrn Burkhartn bischoven zu Salczpurgkch herrn Petern bischoven zu Augspurgkch der heylign Romischn kirichen cardinalln Adollfen zu Maincz, Johansen zu Trier und zu Cölln erczbischoven des heiligen Römischen reichs in Germanien, in Gallien und in Ytalien erczkanczlern, Rueprechtn zu Straspurgkch, Burgkchartn zu Costencz, Johansen zu Speyr, Johansen zu Wasel, Rueprechtn zu Regenspurgkch, Ulrichen zu Passaw, Johansen zu Wierczpurgkch, Jorigen zu Babenbergkch, Johansen zu Freyssing, Johansen zu Eystett n. zu Grann und n zu Rab bischoven, Fridreichen, Ludwigen, Johansen, Sigmunden und Ottn pfalczgraven bey Rein und in Bayrn Fridrichen und Wilhellm und Ernsten zu Sachsen, Sigmunden zu Österreich, Cristoffen zu Venedig herczogn, Johansen, Fridrichen, Albrechtn und Fridrichen dem jungern zu Brandenburgkch, Karollen zu Badn, Ruedolffen zu Rotellen margkraven, Michahelln burgkchgraffen zu Maidburgkch, Fridrichen und Ludwigen landgraven zu Leuchtenburgkch, Lienhartn zu Görcz, Ulrichen und Eberhartn zu Biertnbergkch, Ulrichen, Wilhelm und Ludwigen zu Ötting, Fridrichen, Conratten, Ludwigen und Ulrichen zu Helffenstain, Haugen, Ulrichen, Herman und Johansen zu Mantsvertt, Johansen und Eberhart zu Berdnbergkch, Job Nickchlassen zu Zollen, Wernhartn, Ulrichen, Sigmunden und Wolffgangen zu Schawbergkch, Hainrichen, Conratn und Egen zu Furstnbergkch, Sigmunden, Johansen und Ladislaen zu sand Joring und Posing, Johansen und Pernhartn zu Eberstain, Johansen, Albigen und Ruedolffen zu Sulcz, graven Procopien von Rabenstain freyen Zedenko zu Sternbergkch, zu Rosenbergkch, Jorigen von Volkastorff, Ruediger von Starhenbergkch, Pangrecz von Plangkchenstain, Andree, Conraten und Jorigen von Kreyg, Jorign und Cristoffen den Ungnaden zu Sunegk Hainrichen und Wilhelm Hartman von Puechaym, Lewpoltn und Taman Woffgangen und Erassem von Stubenbergkch, Nickchlassen von Liechtenstain, Hannsen von Liechtenstein Baynerhern, Ulrichen von Graffennegkch span zu Odnbugkch, Andre Pemkiricher span zu Prespurgkch, Berichtoldn von Ellerbach span zu Weretitz, Sigmunden Walthasarn und Andren von Weispriach, Anthonien und Andren von Holnnegk. Dem landvogt unser und des reichs landvogtten zu Swaben, den haubtleutn und gemeiner geselschafft der veraynnung mit sand Jorigen schyldt am Heggaw und an der Tuenaw auch regierern, vorgeern, burgermaistern, richtern, retten, burgern und gemainden aller und yeglicher disser nachbenanter stette Venedig, Pern in Lampartn, Terfis, Brichsn, Trient, Koln, Straspurgkch, Augspurgkch, Regenspurgkch, Prag, Basel, Costencz, Nuernbergkch, Ach, Frangkchfuertt, Ulem, Preslaw, Offn, Salczpuergkch, Passaw, Olmuncz, Bambergkch, Wirczburgkch, Nörlingen, Ravenspuergkch, Eslingen, Memmingen, Rewtlingeim, Ratwill, Zurich, Beren in Uchtlannd, Solotern, Luczern, Schaffhausen, sand Gallen, Uberling, Chempten, Bibrach, Pölan, Krakchaw, Prun, Ygla, Münichhen, Strawbing, Tekkendorff, Krembs, Stayn, Kornnewburgkch, Prespuergkch, Newnstat, Hainbuerg, Prugk an der Leyta, Grecz, Villach, Judenburg, Laibach, sand Veitt, Volkhenmargkch, Pettaw, Pruck an der Muer, und sunst allen andern unsern und des heyligen reichs fuerstn, geistlichen und weltlichen graven, freyn, hern, rittern, knechtn, haubtleyttn, ambtleytn, viczithumbn, vogthen, phlegern, verbessern, burgermaistern, richtern, retten, burgern und gemeinden aller und yeglicher stete, sloss, merckte, dorffer und gepiete, undertannen und getrewn in was wierden stantes oder wesens die sein unser frewntschafft gnad und alles guet. Hochwierdigen, erwirdigen, hochgeboren, wolgeporen, edeln, ersamen und lieben getrewn wan durich unser kayserlich gerichte das wier in aigner persone mit den erwierdigen, wolgepornen, edln, ersamen unsern und des heyligen reichs graven, freynherrn, ritter, knechtn der rechtsgelertn unsern retten und lieben getreun besessen haben auff unser kayserliche ladung brieffe wider die so sich nennen burgermaister, richter, rette, genant und gemeinde unser stat Wienn ausgangen auch clag und anrueffn im rechtn beschechn Siman Pötl, Niclasen Teschler munismaister, Hanns Kanstorffer, Larencz Stadler, Hanns Tanhauser, Ulreich Perman, Hartung vonn Cappell der jünger und Cristan Kornfeill unser burger zu Wienn dienner und des reichs lieben und getrewn solhs genomen habe und guetz halb auch smach, frewel, unrecht peinigung ierer leibe und erlitn schedn in von den benanten von Wienn entwert und zuegeczogen zu recht erkant ist das die obgenantn clagere ier clag und sprüche ervoligt und erstanden und die von Wien umb solhn iern frevel, gwalt und verhandl in der kchlag bestimet wider ere getan haben auch das sy in des heyligen reichs achtte aberachtte und all was yeglich ander peen und puesse in der gemelten ladung und clag bestymet vervallen sein und in soliche peen und puesse offenlich verkchindiget werden sullen alls recht ist und wider sy mit solicher acht aberachte und andern vorgemelten penen wolfaren und procediert werden solle so lanng und vill bis das sy der benanten clagern und ier genomen habe und guet nach des reichs rechtn mit der zwispill, smach, frevel und mit der peinnigung zu sambt den gelitten schedn volkomen peinungen haben getan und die vorgemelten clagere widerumb zu iern hewslichen und andern ieren eren, nach iedes nodtuerft wider eingeseczt auch unns und dem heiligem reich und den benantn clagern umb ier penne darczue sy vervallen sein abtrag bescheche und die obgenanten von Wienn der sachen halb widerumb unser und des reichs huld und gnad erlangen auff solich urtayl und erkantnuss wie auch die obgenantn die sich nennen burgermaister, richter, ratte genant und gemeinde unser statt Wienn in unser und des heiligen reichs achte und aberachte getan gesprochen und verkündiget haben alles nach inhalt unser kayserlichen urtailbrieff darumben ausgeganngen darauff seyt ir all und yeder besunder den obgenantn clagern mit urtaill und recht zu executorn und volfüerern des rechtn gegeben und erkantt worden, darumb so gepieten wier ew alln vorgenanten gemainigklich und ewr ieden in sunderhayt von des heyligen reichs gerichtz und rechten wegen von Romischer kayserlicher macht und bey unsern und des heiligen reichs hulden acht und aberachte, das ier die obgenanten achtter und aberachtter noch die ieren fürbas mer zu ewern stetten, slossen, merckchen, dorffern, gerichten zwingen bennen und gepieten nicht enthalten, hawsen, hofen, essen, trinckkchen, mallen, pachen, kauffen, verkauffen oder sunst zu ainich wege gemainschafft mit in haben oder die euern haben lasset haimlich noch offenlich vergünen oder gestatten sunder den obgenantn klagern allen und ier yeden oder wem sy das von iern wegen bevelhen wan und also offt und ewr yeder darumb mit disem unserm kaiserlichn gebotbrieffen angelangt und ervordert werden gegen und wider die ieczgenanten offenbaren achter und aberachtern und allem yerm habe und güete woran und an welchen enden sy das haben es sein zins, rentt, nucz, gult, geltschuldt, kawffmanschafft ligund oder varundt guet welicherlay das ist getreulich und ernstlich beholffen seyt uns sy ier leibe und allcz ier guet in allen steten, slossen, gerichten und gepieten und an allen enden wo sy das ankomen und betreten mügen zu wasser und zu landt angreiffen antaschen vahen niderlegen verhefften hinfüern das zu iern und ier yedes handen nemen und an alle verer erlawbung und ervordrung damit ze tuen und ze lassen nach der egenanten clager willen und wolgefallen und alls mit unserm und des heyligen reichs achtern und aberachtern an aller menigklichs irrung verhindrung und widerrede so lanng und so vill biss das die obgenanten von Wienn den vorgemelten gesprochen urtaillen und erlanngten rechtn benueg getan haben und zu unnser des heyligen reichs und des rechtenns gehorsam pracht worden sein auch unser und des reichs huldt und gnad der sachen halb erlanngen, was auch an den obgenanten achtern und aberachtern iern leib und guet beschiecht und also begangen wierdt wo und wie sich das begibt damit sol nicht gefreveldt oder wider uns das heilig reiche oder iemands andern getan noch verhandelt sein zu einich weise. Wir seczen und wellen auch von Romischer kaysserlicher macht des die vorgenanten achter und aberachter ier leibe und guet welherlay das ist hievor vernicht freyn helffen noch beschiermen sol einich recht, gesecz, gewanhait, freiheit, gnad, privilegia, landfrid, purkchfrid, pünttnus, vereynigung, buerckchrecht, statrecht, landrecht, sichrung, trostung, glaid die von uns unsern vorfarn am reiche Romischen kaisern und khunigen oder andern fürstn und herrn geistlichen oder weltlichen gemacht gegeben oder verlichen sein oder wurden und sunst gar nichtz das dieselben achter und aberachter oder yemand in zu gunst und hilf hiewider furziehen oder erdengkchen khunde oder mocht und ob es solich freyheittn wern die von rechtens oder noturfft wegen mit sundern wartn hierinnen soltn bestimbt und begriffen sein so stellen wier doch die alle und yede so vill sy hiewider wern oder sein mochten von egemelter unser kayserlicher macht dismals in den gemalten sachen an, also das die hie wider nicht stat habn noch zuegelassen werden sullen und das auch ewr khainer auff den andern in den gemelten sachen kain waigrung, verziehung, verhindernuss noch ausczug tue oder ichtz dawider zu wordt habe sueche oder fürneme in enich weise dan welhe dicz unser kaiserlich gepote maynung und willen frevenlich uberfuer die nicht hieltn volfüerten oder dawider teten oder die selbn alle wer der oder die weren sollen dan alls iecz alls dan in unser und des heiligen reichs acht und aberacht vervallen sein man wuerd auch damit und in anderwege gegen inhandeln, furnemen und tuen als sich gegen solher unsern und des heiligen reichs ungehorsamen gepurdt. Darnach wiss sich ain ieder zu richten. Geben mit urtail zu der Newenstatt mit unserm kayserlichen anhangunden insigil wesigilt an dem newnczehenten tag des manndens Aprillis nach Cristi gepurd vierczehenhundert und in dem drewundsechczigistn unser reiche des Römischen im vierunczwainczigistn des kaysertumbs im zwelifften und des Hungrischn in dem fünften jaren. Ad mandatum domini imperatoris."

Chmel n. 3985

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-121, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1463-04-19_1_0_13_0_1_120_CA121
(Abgerufen am 21.02.2018).