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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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K. Georg von Böhmen verspricht dem K. Friedrich kräftigen Beystand.

"Wir Jorge von gots gnaden kunig zu Behemen, marcgrave zu Merhern, herczog zu Luczemburg und Slesien und marcgrave zu Lusicz etc. bekennen und thun kund gen allermeniglich. Nachdem der allerdurchleuchtigist fürst herr Friderich Römischer keyser zu allen czeitn merer des reichs zu Hungeren, Dalmacien, Croatien etc. kunig, herczog zu Osterreich, zu Steyer, zu Kerndn und zu Kryn etc. unser lieber herr und swager ausz sunderlicher freuntschaft und vertrawen uns zu obristen gerhabn und vormund des hochgeporn fürsten herczog Maximilian seiner freuntschaft sun herczogn zu Osterreich etc. gemacht und verschriben hat von solher dienst wegn, die wir mitsambt den edln unnsern liebn getrewn n den herren, rittern und knechten unser kron Beheim und marcgrafschaft zu Merhern zu erledigung seins umlegers und der allerdurchleuchtigistn fürsten frawn Leonora seiner lieb gemahl und seins sun gethn haben von der stat gemainclich zu Wienn und ettlich der landtleut und herczog Albrecht von Osterreich und sunderlich von solher freuntschaft, die er gen uns und unser cron zu Beheim mit anfall seins lannds Osterreich so sich begebe ob sein freuntschaft mit tod verschied und abgieng da got lang vor sey und nicht leibserben nach im liesz nach lawt solher verschreibung, so wir von seiner freuntschaft doruber haben, von solher freuntschaft wegen haben wir uns gen derselben seiner freuntschaft verpunttn und veraint verpinden und verainen wir uns in kraft des briefs, das wir seiner person auch seinem sun herczog Maximilian unserm lieben freundt hilff rat und beystannd tun wollen mit aller unser macht wider allermeniclich nyemants auszgenomen sundern unnsern heilign vater den babst und den stul zu Rom und herczogn Ludwign von nydern und obern Bayern etc. die sachen marcgrave Albrechten von Brandenburg etc. yecz antreffend und sunderlich sol wir seiner freuntschaft ratsam hilff und beistand tun wider die ungetrewn und ungehorsamen underthanen seins fürstenthums Osterreich, die sich ungetreulich gen seiner freuntschaft gehalten haben und halten. Wir wollen auch als der obrist weltlich kurfürst seiner freuntschaft als unserm liebn herrn und swager in allen gepürlichen sacher seiner wird auch zu seinen eren furdernuss und pests furnemen wo und in welchen ennden und gen meniclich im das zu furdrung komen mag, desgleichen uns sein lieb und wird auch tun sol und in dheinerlai sachen wir mer miteinander zu unfreuntlichem willen komen solln sunder einer dem anndern alles das halden und volfürn an alle widerrede und verzichn wie menschen synn erdencken mag alles das sich einer gen dem andern verschribn hat. Das wir alles versprechen bei unsern kuniglichen worttn und wirdn ze haltn getreulich on alles geverde. Mit urkund disz briefs versigelt mit unserm kuniglichn anhangendem insigel. Gebn zu Kornneuburg am mitwoch noch sand Niclastag nach Crists gepurt vierzehenhundert und darnoch im zwayundesechczigistn unnsers reichs im funfften jare."

"Ad mandatum domini regis Procopius de Rabenstein cancellarius."

Chmel n. 3954

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-119, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1462-12-08_1_0_13_0_1_118_CA119
(Abgerufen am 21.02.2018).