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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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Vermittlung zwischen K. Friedrich und Erzherzog Albrecht a), und zwischen K. Friedrich und Herzog Ludwig von Bayern, Pfalzgrafen bei Rhein b).

a) "Wir Peter von gottes genaden der heiligen Römischen kirchen cardinale und bischove zu Augspurg und wir Ieronimus von denselben genaden erczbischove zu Creta unnsers heiligen vattern des babsts senndbot und von denselben genaden gottes wir Johanns und wir Sigmund gebrudere pfallnnczgraven bei Rein, herczogn in obern und nidern Bayrn etc. bekennen und tun kundt allermäniclich. Als von solher spenn krieg und veintschafft wegen so entstannden sein zwischen dem allerdurchläuchtigisten fursten und herren herren Fridrichen Römischen kayser zu allen zeiten, merer des reichs zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. konig, herczogen zu Österreich, ze Steyr, ze Kärndtn und ze Krain etc. unnserm allergenadigisten herren an ainem und des hochgebornen fürsten unnsers lieben herren und oheims herren Albrechts erczherczogen zu Österreich etc. des anndern tayls und aller irer helffer und helffers helffer und aller der die auf baiden taylen darunder verdacht und gewont sein, das wir auf heut durch beder tayl volmechtig anwelld guten willen und wissen ainen getrewn cristennlichen und ungeverlichen fride beredt und beteydingt haben in mass als hernach geschriben steet. Zum ersten, das solher fride auf des heiligen Crewcztag exalltacionis schirstkunfftigen mit der sunnen aufgangk eingeen auch weren besteen und gehallten werden sol bis auf sannd Michaelstag des jars als man zelet nach Cristi unnsers lieben herrn gepurde vierczehennhundert und im drewundsechzigisten jare nägst darnach vollgennd, denselben tag ganncz über und über ungeverlich; es sol auch zwischen den vorgenantn partheyen ein gutlicher unverpunder tag gehallten und gelaistet werden auf sannd Gallentag nägstkomen in der stat Regenspurg vor unns obgenanten fursten und teydingern und daselbst mit vleis versucht werden, die obgenanntn partheyen umb ir beder spenn und gebrechen gutlich mit einander zu verrichten. Und darauf so sullen all gefanngen auf beden seytten von beden partheyen betägt werden, die edeln auf gelubde, die geraysigen knecht auf ayde, burger und pawrn auf gewiszhait und porgschafft, bis auf den vorgenantn sannd Michaelstag ungeverlich. Es sol auch alle schaczung, pranntschaczung und annder verpurgt und unbezallt gellt dieweil nicht bezallt werden, geverd und arglist hierinn gannczlich ausgeschaiden. Zu urkundt haben wir vorgenant fursten und teydinger unnserre innsigel an den brief tun henngn. Und das solher fride und allem dem wie hierinn begriffen ist von unns kayser Friderichen und unns erczherzog Albrechten fur uns und alle unnser helffer und helffers helffern und alle die darunder verdacht und gewonndt sind gestracks nachganngen und gehallten werde, des haben wir kayser Fridrich unns bei unnsern kayserlichen worttn, und wir erczherzog Albrecht uns bei unnsern fürstlichen wirden unnser yeder unnder seinem innsigel, das er zusambt der egenannten fürsten und teydinger innsigel auch an den brief tuet henncken in krafft des briefs verschribenn und verpflichtet und unnser yetweder tayl hat des ainen fridbrief ubergenomen. Beschehen und geben zu Noremberg an suntag vor sannd Bartholomeustag des heiligenn zwelffpoten, des jars als man zelet nach Cristi unnsers lieben herrn gepurde vierczehenhundert und in dem zwayundsechczigistem jare."

b) "Wir Peter von gottes genaden der heiligen Römischen kirchen cardinale und bischof zu Augspurg. Wir Jeronimus von denselben gnaden erczbischove zu Creta unnsers heiligen vatern des babsts senndbot, und von denselben gnaden gottes wir Johanns und wir Sigmund gebrüdere phallnntzgraven bey Reine, herczogen in obern und nydern Bayrn etc. bekennen und tun kunt offennlich mit dem brief gen allermäniklich das wir got dem allmächtigen zu lob dem heiligen Römischen reich zu ern und umb gemains nuczs und gemachs willen von sölicher spenne aufrur und zwitracht wegn die zwischen dem allerdurchleuchtigistn fürsten und herrn herrn Fridrichen Römischen kayser zu allennczeiten merer des reichs zu Hungarn, Dalmacien, Croacien etc. könig, herczogen zu Österreich, zu Steyr, zu Kärnden und zu Crain etc. unnserm allergenadigisten herrn, und dem hochgebornnen fürsten unnserm liben herrn, frunde und vettern herrn Ludwigen phallnnczgraven bey Reine, herczogen in nydern und obern Bayrn etc. entstannden sind mit des hochgebornnen fürsten unnsers lieben herrn frunds swager und swehers herrn Fridrichen marggraven zu Branndenburg kurfürsten des heiligen Römischen reichs erczkamrer und burggraven zu Normberg, des erwirdigen in got vatters unnsers lieben frunds herrn Ulrichen bischoven zu Gurck canntzler etc. und des edeln Hainrichen zu Pappenheim erbmarschalk, die dann seiner kayserlichen gnaden anwälld und machtboten in den hernachgeschriben sachen sind von derselben seiner kayserlichen gnaden wegen ains, und des hochgebornnen fürsten unnsers lieben herrn, frunds und vettern herrn Ludwigen phallnnczgraven bey Rein, herczogen in nydern und obern Bayrn etc. des anndern tails, wissenn und gutem willen beredt und beteydingt haben, als hernach vollget. Zum ersten das zwischen seiner kayserlichen maiestat und herczog Ludwigen auch baiderseitt irn helffern, helffers helffern und allen den die darunder verdacht und gewandt, sy sein fürsten, graven, herrn, ritter, knecht, stet oder annder geistlich oder weltlich in was stannd wirden und wesen der und die sind ain cristennlicher gutlicher und fridlicher anstannd auf an freytag nach sannd Bartholomeustag nachstkomenndt mit der sunnen aufgang eingeen und vorter bis auf sannd Michelstag als man zelen wirdet nach Cristi unnsers lieben herrn gepurde tausent vierhundert und in dem drewundsechzigisten jare darnach nächst vollgennd bis zu der sunnen underganng gehallten werden besteen und weren sol getrewlich und ungevärlich und darauf so sullen all gefanngen baiderseitt wann sy des in vier wochen nach dato des brieffs begern von dem des gefanngen sy sind dieczeit des annstands ganncz ausbetagt werden edel auf gelübd geraisig knecht auf ayd burger und pawrn auf pürgschafft und gewishait. Es sullen auch alle schaczung und pranntschaczzung, der frist der bezalung vor einganng des anstannds nicht erschinen weren, und darczu all annder verpürgt und unbezalt gellt und pflicht die sich des kriegs halben begeben haben und auch hinfür bis einganng des anstannds begeben werden die czeit des anstannts ruen ungevordert und ansteen beleiben. Wir haben auch dabei in sunderhait beredt ob ettlich spenne und zwiträcht zwischen dem obgenannten unnserm allergenädigisten herrn dem Römischen kayser und dem hochgebornnen fürsten unnserm lieben herrn, frund und vettern herrn Fridrichen phallnnczgraven bey Rein etc. und herczogen in Bayrn enntstannden wärn das sy baiderseitt noch sunst yemand von irn wegen derselben spenn und zwiträcht halben noch sunst die czeit des obgemellten anstannds ganncz aus mit einannder in ungut nicht zu tun noch zu schicken haben sullen in kainen weg, doch so haben wir beteydungsleut uns gewilligt das wir an alles vercziehen durch uns oder unnser trefflich räte zu unnserm herrn und frund dem phallnnczgraven fügen oder schicken und allen vleis ankern wellen dadurch die fürsten, graven, ritter und knecht, so in seinen hannden gefanngn sind, geledigt oder die czeit des anstals betagt werden. Ob aber das nit beschähe, so sol es auf dem gütlichen tag zu Regenspurg gehallten werden, als hernachgeschriben stet. Item als dann der bekannt unnser herr, frund und vetter der phallnnczgrave her Dyether von Eysennburg herr Adolff von Nassaw geborn und annder an dem Rein daselbstumb in kriegen und veintschafften sind, also wellen wir getrewen vleis fuderlich tun damit sy umb ir geprechen vertragn oder zwischen in allen irn helffern und helffers helffern und den die darunnder verdacht und gewondt sind ain frid und anstannd gemacht und begriffen auf das die aufrur daselbst destbas fürkomen werden. Ob wir aber sölichen vertrag oder frid nicht erlanngen möchten, so sol doch gleich wol die sachen sunst zwischen der kayserlichen maiestat und dem phallnnczgraven besteen und gehallten werden als hievor geschriben stet trewlich und ungevärlich. Und auf das durch schickung des allmächtigen gots solich obgemellt spenne zwiträcht und aufrur destbas hingelegt gericht und das gross übel das hinfür noch mer daraus entsteen möcht fürkomen werd, so haben wir auch beredt, das ain unverpundner gütlicher tag zwischen dem benanntn unnserm gnädigisten herrn dem Römischen kayser und herczog Ludwigen auch dem phallnnczgraven und seiner widerparthey auf sannd Gallentag schirstkünfftig zu Regenspurg in der stat vor unns obgenannten underteydingern sol gehallten und da mit vleis versucht werdn, die obgenannten partheyen umb ir beder spenn und geprechen gutlich mit einannder zu verrichten. Und zu urkundt haben wir obgenannt teydinger unnsere insigel an den brief tun henngen und das sölicher anstanndt und all artigkel wie die hievor geschriben sind von unnserm allergenädigisten herrn dem Römischen kayser, und uns herczog Ludwigen zu Bayern obgenannt auch seiner kayserlichen maiestat und unnser herczog Ludwigs baiderseyt helffern und helffers helffern und allen die darunder verdacht und gewondt sein sovil und die sein kayserlich wirde, und uns herczog Ludwign unnser yeden berürn stät vest und unczerprochen gehallten und also gestracks und aufrichtig volfürt werden, so haben wir obgenannt marggraf Fridrich und der bischof von Gurck für uns und Hainrichen Marschalk als kayserlich anwälld und machtpotschafft in krafft des volkomen gewalts den wir von seiner kayserlichen maiestat haben dieselben sein maiestat bei seinen kayserlichen wortten, und wir herczog Ludwig uns bei unnsern fürstlichen wirden, des alles wie vorsteet wir marggraf Fridrich, bischof Ulrich zu Gurgk und herczog Ludwig unnder unnsern insigeln die wir baiderseit zusambt der teydinger insigel an den brief tun henngen in krafft des briefs verpflichtet und unnser yedertail der brief ainen in gleicher form lauttend angenomen. Gebn und beschehen zu Normberg an sontag vor sannd Bartholomeus des heilgen zwelfpotentag, nach Cristi unnsers lieben herrn gepurd vierczehenhundert und im zway und sechzigistem jare."

Chmel n. 3936; n. 3937

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-118, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1462-08-22_1_0_13_0_1_117_CA118
(Abgerufen am 20.02.2018).