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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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Schreiben Reichserbmarschalls Heinrich von Pappenheim an K. Friedrich.

Allerdurchleuchtigster groszmächtigster kayser und allergnedigster herre; ewrer kayserliche mayestat und groszmächtigkayt sein mein undertänig willig dienste gehorsamlichen zu allen zeyten zu uoran besayt. Allergnedigster herre. Ich schick ewern k. gnaden hiermit brief von meinem herren dem marggrauen auszganngen, darinn ewr kayserlich gnad vernemen wirt gelegenhayt auch die geschichten der kriegszleuff halben, hieoben im lannd, wie sich die biszher begeben haben, auch darinnen abgeschrifften der brief, wie der künig von Beheim ewrer kayserlichen gnaden hauptmann meinem herrn dem marggrauen, auch dez hailigen reichs stetten, die in ewerer gnaden hilff sein geschribn und verkünndiget hatt, hertzog Ludwigen hilff und beystannd wider sy ze tun, darinn ewr kayserlichen gnad verstien mag, in waz guter maynung daz ewern k. gnaden beschicht, wiewol er in demselben seinem schreiben meldet, und ewr k. gnad auszschleusset, auch all fürsten, herrn und stette dez hailigen reichs, die zu diser sachn mit vehden wider herczog Ludwigen nicht gewannt seind, oder sich im zuwider darein begeben werden, daz wöll ewr k. gnad wol bedenncken, allz mir nicht zweiuelt, ewr k. gnad wol wissz se tun und sehe ewr gnad an und bewäge, mit waz practik und fürnemen man vor mit ewern k. gnaden umbganngen ist, daz sich doch von den gnaden dez almechtigen gottz ewerr kayserlichen gnaden halben zugut in ein merckliche grosse eindrunng geschickt hatt, darumb allergnedigister herre, so halt ewr kayserlich gnad hart und lassent euch nyemant bewegen zu keinerlay ez sey dann ewern k. gnaden gar wol gemess auffzenemen, und nem ewr gnad zu hertzen all ergangen geschicht yetz wol im andern jare gen ewern k. gnaden fürnomen, wie ewr gnad ye ains auff daz annder vindt. Auch allergnedigister herre so lassz ewr k. gnad nit nach, mit ernstlichen geschrifften heruff an herrn und stett ze tun in daz reich damit daz tröstlich und fürderlich hillff und beystand ewern k. gnaden auch ewrer gnaden hauptleuten und zugewannten beschäch, möcht auch ewr k. gnad unden heruff von ewern gnaden lannden sich zu gegenwere gen herczog Ludwigen schicken, daz wäre ewern gnaden hieoben im lannd vast tröstlich und erschiesszlich in ewrer gnaden hillff. Auch allergnedigster herr mag ewr gnad gedenncken auff wege, dardurch der künig von Beheim sein auffsehen gewynn, auff ewr kayserlich gnade allz auf seinen rechten herrn, daz wär vast gut, damit er nicht allweg in seinem fürnemen bestünd nach seinem geuallen. Zweiuelt mir nicht, ewr k. gnad wissz daz auch wol zu suchen bey unserm hailigen vater dem bapst, bei den Sechischen, Branndenburgischen und Prawnschweischen herrn, deszgleichen bey den seestetten und andern allz ewr gnad wol wayssz zu bedenncken, die zu den sachn dienen mugen. Sunst wayssz ich ewern k. gnaden zu disemmal nichtz mer ze schreiben, dann daz ich ewr k. gnad diemütigelichn mit undertänigem fleisz bitt, mir mein ainvältigs schreiben im gnedigistn und besten zuuermercken denn ich main ez ye in gut, und ich beuileh mich damit ewern kayserlichen gnaden allz meinem allergnedigistn und rechten herren. Geben im veld vor Gundelfingen am montag nach dem sontag reminiscere anno etc. lxijdo. Ewrer kayserlichen gnaden williger undertäniger diener Heinrich zu Bapphem, dez hailigen Romischn reichs erbmarschalk ritter. (Aufschrift von Aussen): Dem allerdurchleuchtigsten groszmächtigsten fürsten und herrn, herren Friderichen Römischen kayser, zu allen zeyten merer dez reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kunig, herczog zu Osterrich, zu Steir etc und graue zu Thyroll, meinem allergenedigisten herren.

Chmel n. 3920

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-117, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1462-03-15_1_1_13_0_1_116a_CA117
(Abgerufen am 23.06.2018).