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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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Schreiben des Markgrafen Albrecht von Brandenburg an K. Friedrich über den Krieg gegen Herzog Ludwig von Baiern. (Mit Beilage a und b).

"Allerdurchleuchtigister und groszmechtigister kayser, euer k. m. sein mein willig underdenig und gehorsam dinst alzeit zuvoran bereit. Allergenedigister herr, ich las euer genad wissen, das, nachdem die stat Manheim und das slosz Graispach durch mich die stat Heidenheim und das slosz Helenstein durch meinen sweher von Wirtemberg erobert worden, wir baide mit unnsern heren, herauff in dise art zusamen geruckt sind, und haben uns mitsampt den die uns von etlichen steten des heiligen reichs sein zugeschickt fur die stat Gundelfingen geslagen in guter hofnung die mit der hilff gotes auch bald zu erobern und dornach aber von einem zu dem anndern von ewrer genaden wegen das beste furzunemen und nicht zu feirn. Aber mich wil ye beduncken das die stete, so in die hilff komen sind noch so statlich nicht ansetzen als wol notturft were, dann sie nit annders dann mit geringen anzalen umb geen und ist unter meinem sweher von Wirtemberg und mir unnser keiner er hab mer leut und sey stercker dann alle die so sunst von des reichs wegen im feld sein, darumb so beduncket mich grosslich not ewerer gnaden und unnser aller halb das dieselb ewer genad zustundan uff das aller ernstlichst und sunderlichst an die hirinn verzaichenten stete lass schreiben und sie bey den penen ervordern und uff das hochst ermanen, das sie sich ernstlicher dann noch geschicht mit uns haubtleuten von eurer genaden wegen in die hilff schicken und nicht mit anzaln umbgeen sundern mit ernst aus gantzer irer macht furderlich und on alles verzichen oder langen bedacht sich in die sach richten dann so das also geschicht und yederman den ernst gebrauchet, so ist on zweivel mit der hilff gotes die sach bald ausgericht nach ewerer genaden willen das dann auch fur das gantz reich und uns alle grosslich sein mag, dann solt man in der tate verzugig sein und den widerteil etlichermas zu were komen lassen, so mochten sich die ding dest lenger harren und verziehen wiewol wir auch nicht wenig zu der harrer genaigt auch etlichermas geschicket sind doch wer gut das man nit feirt und mit macht ansetzt uff das man destbas on grosse sorg gearbeiten möchte. Ich las auch ewerer genad wissen, das hertzog Ludwig itzund bey dem konig zu Budvis gewest ist, den hat er wider mich und die stete so in eurer gnaden hilff sind in sein hilff bracht als eurer gnad in disen innligenden copeyen vernemen wirdet, und maynet ye hertzog Ludwig sich mit des konigs und anndrer seiner zugewannten hilff vast zu weren das mus man im gonnen, doch sol dannoch eurerer gnaden sach sich destmynder ungearbeitet bleiben und an uns kein verziehen erscheinen. Eurer gnad thue nit mer dann den vleis gegen den obgedachten steten mit den schriften uff das ernstlichst wie vorgemelt ist, domit sie trostlicher einsetzen dann so das also furgenomen wirdet, bedarff es ob got wil keiner sorg, euerer gnaden sach geet nach gutem ewerm willen, ob wol ich und annderer auch unnsers guts halb darunter schaden empfachen mussen wir got empfelhen." (NB. Am Rande steht: "Factum est"). "Euer gnad wolle auch nit lassen sundern den anndern fursten, herrn und steten, die noch nit in der hilff sein ernstlich anhalten und in in der form als die vorgenant ermanung die euer gnaden uff das hertst und ernstlichst gemachet und herauff geschickt hat gesatzt sind schreiben lassen, und sunderlich den von Nurinberg strengclich anhalten domit sie in den silen bracht werden und sewmet in dem allem nicht und schickt mir die brive alle heruff, so wil ich die furtter von eurer gnaden wegen uber geantwort schaffen. Auch genedigister herr als Claus von Gich der vitztumb in Kernten und annder des bischofs von Bamberg rete von meinem bruder marggrave Fridrich als der den friden zwischen dem bischove und mir biss uff sannd Jorgentag beteidingt abgeschiden sind, wurde dessmals zugesagt und verlassen das derselb bischove mit seins stifts lannden und leuten disen krig gancz aus stillsitzen und wider euer gnad noch uns ewerer gnaden haubtleut nicht sein das dann derselb vitzthumb so er hinab kome ewern gnaden zusagen solt. Nu hat mir dieselb euer gnad sein und auch Veiten von Schawmbergs abscheidens halb von ewern genaden kein verkundigung getan. Also das ich nicht wais ob sulch zusagen euer gnaden gescheen ist und ob ich des bischoffs nach aussganng des friden der zeit es sich vast nahent sicher bin oder nicht. Auch wie dieselben rete sunst des bischoffs und meiner sachenhalb von ewern gnaden heruff gefertigt was noch Veiten von Schaumbergs heuer ir nye keinen gesehen hab noch warlich wais oder unterricht bin, was sie gehanndelt haben, darumb ich sulch ir hanndeln fur eytel trugnus on grunt als ich besorg halt, desshalb die notturft ervordert ewerer gnaden und meinenhalb gruntlich zu wissen wie es desshalb ein gestalt hab, dieselben eurer genad gar unterdeniglich bitende mir davon uff das allerfurderlichst eigentlich zuverkunden, mich dornach wissen zu halten, das wil ich unterdeniglich umb dieselben eurer genad verdinen, der ich mich auch hiemit als meinem allergenedigisten herrn empfilhe. Geben im seiner keiserlichen genaden here vor Gundelfing am Sonntag reminiscere anno etc. lxiido."

"Euer k. m. Gehorsamer furste Albrecht marggrave zu Brandemburg und burggrave zu Nurmberg." (Aufschrift von Aussen):

"Dem allerdurchleuchtigisten und grossmechtigisten fursten und herrn herrn Fridrichen Romischen keiser zu allen zeiten merer des reichs zu Hungern, Dalmatien, Croacien etc. konig, hertzogen zu Osterreich und zu Steir etc. grave zu Tyrol meinem allergenedigisten herrn." (Auf einem beyliegenden Zettel steht):

"Die Stete die der k. m. helffer worden sind wider hertzog Ludwigen." {vor jeder Stadt ein Zeichen, Strich, Kreis, Kreuz etc.} I Augsburg a I Ulm a I Essling a o Uberling b o Lindaw b I Rewtling a - Nordling a + Rotemburg c Memyng a - Halle I Rottweil b o Ravenspurg b I Gemund + Hailprun I Bibrach - Dinckelspuhel I Weyl o Pfulndorff + Wympffen c Kaufpewrn c Kempten c Wanngen c Yssni c c Lutkirch I Gingen o Buchorn - Alon - Bopffingen I Tonawwerde oo Franckfurt {Kreis mit aufgesetztem Halbkreis} + Sweinfurt + Winssheim - Beylage a zu dem Schreiben des Markgrafen Albrecht von Brandenburg an den Kaiser Friedrich, vom 14. März 1462 (5. März 1462).

"Wir Jorg von gotes genadenn konig zu Beheim etc. tun uch herrn Albrechten marggraven zu Branndburg und burggraven zu Nurmberg zu wissen wie wol wir got dem almechtige zu lobe dem heiligen reich zu eren als ein liebhaber des frids zu vermeiden blutvergissens und verwustung der lannd auff des allerdurchleuchtigisten fursten herrn Fridrichs Rom. kaisers etc. unnsers lieben herrn und swagers vleissigs ersuchen das er dann durch sein rete und schriftlich mermals an uns getan hat in unnsrer stat Brag umb sand Marteinstag nechstvergangen, nach getrewem vleis durch uns furkert mit wissen und gutem willen, der strengen unnser besunderlieben Hannsen Roraichers und Hannsen Mülfelders ritter seiner durchleuchtigkeit rete und machtbotschafft solch krieg aufrure und vehde die zwischen seiner durchleuchtigkeit eins und dem hochgebornnen fürsten unnserm lieben sweher herrn Ludwigen pfalczgraven bey Rein, hertzogen in nidern und obern Beirn des anndern teils auch ir baider helffers helffers helffer und den die darunter gewannt und verdachtt sie sein fürsten, graven, herrn, ritter, knecht oder annder geistlich oder weltlich entstanden warn aussgehabt und hingelegt abgetan und uns dorinn seiner durchleuchtigkeit zu eren des genanten unnsers swehers hertzog Ludwigs gemechtiget, auch von der ansprach wegen, die ir einer zu dem anndern zu haben vermeint einen gutlichen tag der uff sannd Dorotheentag nechtvergangen in unnser stat zu Znaym solt gehalten worden sein gesatzt haben und nu die genanten keiserlichen rete dieselben bericht in crafft einer k. credentz auff sie an uns lautend auch eins gewaltsbrives und seiner durchleuchtigkeit eigner hantgeschrifft uns gesannt an stat seiner maiestat angenomen und das der nachvolg gescheen solt uns des ir brive in sunderheit gegeben auch uch diess bericht, so bald die beslossen gewest ist von Brag aus als haubtman und helffer unnsers herrn und swagers des keisers also zu halten verkundiget und ir daruff in einem ewern brive uns der gemelten richtung halben zugesant. Zum ersten euer willig und fruntlich dinst angeboten und dornach geschriben habt, womit ir uns beheglichen willen erzaigen konnet, das tettet ir ye gern etc. Nu verstet menigklich wol das euer werck den obgemelten ewern schriften widerwertig sind, in dem das ir in einem ewern anndern brive hernach gemeldet unnserm herrn und swager dem kayser geraten habt das er die obgemelten bericht nit halten sol etc. desshalben ir uns dann nicht beheglichen willen erzaigt als ir schreibt, auch in denselben ewern brive das ir die bericht zwischen unnser und uch gemacht mit guten willen angenomen habt des getrewlich nachzugeen in hofnung wir werden ye lenger ye bas euer unschuld und verfürung von euerer widerparthey vermercken und habt doch einen zettel in denselben ewern brive gelegt in dem ir uns den tag abschreibt oder zwischen uns und uch in crafft der bericht zu Znaym solt gehalten sein, desshalb ir der bericht auch nit gnug thut, sunder uch selbs in ewerm brive und zettel widerwertig seit. Hettent ir auch durch euer rete und furnemung understanden unnsern herrn und swager den kaiser als wenig zu verfürn als euer widerteil uns thut, so wer diss aufrure und krig der ir vast ein ursach seit und die uns des got unnser zeug ist wider sein nit not gewesen. Fortter so schreibt ir in demselben ewern zettel, das ir die gefangen betaget auch alle unerfangen schatzung und dingnus ruen lassen habt etc. und wiewol auch der genant unnser sweher hertzog Ludwig dieweil wir uns sein gemechtiget haben, sich uns zu eren und gevallen in solich mechtigung gewilligt, die bericht daruff vonstundan, sobald sie im furbracht worden ist, angenomen und uch solchs furderlich zugeschriben, auch seinen helffern, haubtleuten, ambtleuten, pflegern und anndern den seinen die also zu halten verkundet, und daruff sein volck das er gen uch und andern seinen feinden zu ross und fuss gelegert hette, zerziehen lassen, so habt ir doch zu verhindrung des friden gemeins nucz rue und gemachs uber und wider die obgemelten sach alle nach einganng der bericht und in der zeit als unnser herr und swager der kaiser unnser sweher herczog Ludwig und ir in krafft der bericht in gutlichn tägen, die vor uns zu Zneym als vorstet solten gehalten worden sein, gestanden seyt auf ettlich kayserlich brive, die dann nicht nach der bericht, sunder davor aussgangen seyn, als sich das auss den abschrifftn derselben kyserlichn brief, die ir uns in ewrm obgemelten brief mitgeschickt habet, aigentlich erfindet, des reichs fürsten und stete umb hilff und beystandt wider den mergenantn unnsern lieben sweher herczog Ludwigen ersuchet, auch sein lieb und die seinen mit nam prandt und sunst in annder wege angriffen beschedigt und darzu unnserm herrn und swager dem kyser als vorstet geratn, das er zustundan und vast eylends hinauff an die fürsten und stete ernstlich schrifft thun lasse und an sie begere den dingen auf seiner durchleuchtikait vorders ersuchen, gestracks und ernstlich nachzugeen und sich an keinen friden noch sunst an nichts gegen herczogen Ludwigen kere und ye in den sachn kain verziehn thue, als sich dann das auss ewerm aigen brief uns fürbracht des datum stet zu Bayrstorff am heiligen obersten abent nechstvergangn, clerlichn erfindet. Und als nu der offtgnant herczog Ludwig uns solch ubergriff und beschedigung im durch euch nach der bericht zugefügt, fürbringn und uns doruff unnser mechtigung und darzu der erbaynung aynung und fruntschafft damit wir bederseit einander gewannt sind umb hilff und beystandt zu seiner gegenwere erinnern und ermanen lassn hat, habn wir als ain liebhaber des frides zuvorderst unnserm herrn und swager dem kayser in einem und dornach ouch in einem anndern unnserm brief des datum stet am mitwoch nach conversionis Pauli nechstvergangn der sachenhalbn gschribn und an ew mit vleiss begert, das ir ansehet solchen nutz und fromen der auss aufhebung der krieg und gemachter fridsamkeit volstreckt, volfürt und ew die gemelt ewr furnemung, als ob sie auss ewr aigen bewegnuss geschee nicht zugemessen würde, wann wo ir das nicht tätet so verstündet ir selbs wol dieweyl wir unnserm herrn und swager dem Rom. k. zu eren uns unnsers swehers herczog Ludwigs gemechtiget und er sich dorauf verlassen und unnser richtigung angenomen gehalten auch uns und euch das zugeschribn hat, das uns nit zumlich wer, ine nachdem er uns gewannt ist zu verlassn, solch unnser schreibn und begern habt ir auch verachtet, und darüber und dowider in ewrm unpillichn fürnemen und krigen beharret, auch unnsern sweher herczog Ludwign mer und mer zu beschedign understanden und tut das nochmals alles unerclagt, unerlangt und unervolgt aller sach und recht, auch uns unnser cron und königreich zu verachtung und smehung, darzu haben wir zu zeitn, als wir die obgemeltn bericht zu Brag beteydingten unnsers herrn und swagers des keysers reten nemlich und lauter gesagt, so ferr unnser bericht an unnserm lieben sweher herczog Ludwign nicht gehalten wurde, nachdem er uns dann gewannt were, so woltn und möchten wir in nit verlassen und so wir nu als ain cristenlicher könig und oberster weltlicher kurfürst got dem almechtign, dem heiligen reich gemainem nutz und uns selbs schuldig und pflichtig sein nach unnserm besten vermögen emsigen und getrewen vleis furzekern, damit frid und aynikait in dem heiligen reich gemacht gehanthabet, aufrur und krieg gestraffet und hingelegt und wir zu verachtn nit understandn, auch unnser lieber sweher uber unnser richtigung und mechtigung also nit beschedigt werdn, darumb das solchem ewrm geweltlichem und ungebürlichn fürnemen und verachtung widerstandn und wir zu hanthabung unnser und unnser cron oberkait gerechtikait freyheyt und herkomen nach laut unnsers widerstandbriefs den wir euch in den nechstvergangn somer zugesannt habn uns der gegenwere gen ew verachtung smehe und unpillichn fürnemen gebrauchn und auch den gnantn unnsern sweher herczog Ludwign mit hilff und beystand zu seiner gegenwere nicht verlassen, so wölln wir der obgemelten ursach halbn uns als selbsacher und auch als helffer herczog Ludwigs mitsampt unnserm königreich, fürstenthumen, lannden und lewtn auch unnsern helffern und helffers helffern der gegenwere gen ew ewrn undertanen und den ewrn gebrauchn, und ob ir oder sie solcher unnser gegenwere und hilff halb eyncherley schaden nemet, wie sich der begebe des woltn wir unnser koniglich ere und wirde bewart und ob wir eyncherlay bewarung mer bedörfftn, die woltn wir mit disem brief auch getan habn, doch so nemen wir hirinn auss unnsern herrn und swager den Romischen kayser, auch all fürsten, herrn und stete des heiligen reichs, die zu diser sach mit vehden wider unnsern sweher herczog Ludwigen nit gewannt sind oder sich im zuwider dorinn ergebn werdn. Mit urkund diss briefs versigelt mit unnserm kunglichn uffgedrucktem innsigel der gebn ist zu Budweis am freitag vor Invocavit anno domini etc. lxsecundo unnsers reichs im vierden jare."

"Ad mandatum domini regis in consilio." - Beylage b.

"Wir Jorg von gottes gnaden konig zu Beheim etc. thun euch burgermaister, rete und gemainde der stat Ulm zu wissen. Nachdem wir nechst zu Brag dem almechtigen got zu lob dem heiligen reich zu eren und fromen und umb gemaines nutzes und friden willn durch vleissig ersuchn des allerdurchleuchtigistn fürsten herrn Fridrichn Romischen kaysers unnsers lieben herrn und swagers die krieg, vehde und veintschafft zwischen seiner kayserlichn durchleuchtikait ains und dem hochgebornen fürsten unnserm lieben sweher herczog Ludwigen des anndern tails und dann demselben unnserm sweher herczog Ludwigen ains und marggraf Albrechtn von Brandemburg des anndern und ir aller helffer und helffers helffern gaistlich und weltlich mit wissen und gutem willen unnsers herrn und swagers des kaysers rete und machtbotschafft uff sein credentz und sunderlich hanndtgeschrifft uffgehabt, hingelegt und abgetan und uns dorinn unnsers egemelten swehers herczog Ludwigs gemechtiget dieselb bericht auch unnsers herrn und swagers des kaysers machtboten angenomen und uns in krafft irs gewalts sunderlich verschreibung das derselben bericht von seiner durchleuchtikait nachkomen werden solt gegebn, alsdann ir dieselbn bericht durch verkündung unnser und unnsers egenantn swehers herczog Ludwigs schrifft und abschrifft derselbn bericht wol vernomen habet. Solch bericht von unnserm sweher und den kayserlichn machtbotn marggraf Albrechtn auch verkündet ist. Uber das alles hat derselb marggraf mit ewr und der ewrn hilff und beystandt den egenantn unnsern sweher herczog Ludwign und die seinen beschediget und tut das noch. Ir habt auch unnserm sweher herczog Ludwign ein vehde zugeschribn, in der ir euch unnsers herrn und swagers des keysers helffer machet und euch in seinen friden und unfriden ziehet. Nun sind als vor stet die krieg, vehde und veintschafft durch seiner durchleuchtikait und unnserm sweher herczog Ludwigen aufgehabn und abgetan und seindther von kainem tail wider das annder new bewarung bescheen desshalb ir des helffer nit mögend sein der kein veindt ist, und so ir unnserm sweher zu der gegenwere euch zuzuschreibn gegründet ursach gegebn, als er danan ew schrifftlich verkündet und uns dorauff aller fruntschafft, erbaynung und aynung damit wir bederseit einander gewannt sein ermanet hat, im hilff und beystant zu solcher seiner gegenwere zu thun, das wir im dann schuldig sein angesehn das er sich uff euch selbs völliglich zurecht erbotn, das ir dann zusambt unnser bericht verachtet habet und noch tut. Doch wie dem allen uff das ir und meniglich versteet das wir ye zu fride und aynikeit in dem heiligen reich genaigt sein und soferr an uns ist, zu krigen und aufrur nir ursach gebn, so begern wir an euch mit vleiss, das ir got zu lob und umb gemains nutzes, frides und gemachs willen, auch euch selbst zu gut von stundan nach unberantwortung diss unnsers briefs, die obgemelt ewr vehde abtut und dem egenantn unnserm sweher und den seinen durch euch oder die ewrn oder ymants annders von ewrn wegn keinen schaden zucziehet noch gescheen lasset, dann wo das nit beschee, so ist uns der egenant unnser sweher herczog Ludwig also gewannt, das wir im zu seiner gegenwere wider euch und alle die ewrn getrew hilff und beystant thun wölln und ob ir oder die ewern in welchen wege das were des eynichen schaden nemen oder leiden wurdet des wölln wir unnser königlich wirde und ere mit diesem unnserm offen brive bewaret han, und ob wir eynicher bewarung hirinn mer notturfftig wern die wolln wir hirinn hiemit getan habn. Doch so nemen wir auss unnsern hern und swager den Römischen kayser auch alle kurfürstn, herrn und stete des heiligen reichs, die zu diser sachen mit vehden wider unnsern sweher herczog Ludwigen nicht gewant sind, oder sich im zu wider darinn ergeben werdn. Mit urkund ditz brives versigelt mit unnserm königlichen zuruckauffgedrücktem innsigel, der geben ist zu Budweis am freitag vor dem sontag Invocavit anno domini etc. lxsecundo unnsers reichs im vierden jare."

"Ad mandatum domini regis in consilio."

"In der form hat der könig den anndern reichstetn so herczog Ludwigs veindt sein, auch veintschafft geschribn." Ein gleichlautendes Schreiben an die Stadt Augsburg. De eod. d.

Chmel n. 3919

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-116, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1462-03-14_1_0_13_0_1_116_CA116
(Abgerufen am 19.06.2019).