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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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Bestätigung einer Erbschafts-Ausgleichung der Familie Stubenberg.

"Wir Fridreich von gots gnadn Romischer kaiser zu allen zeiten merer des Reichs zu Hungarn, Dalmatien, Croacien etc. kunig herczog ze Österreich, zu Steir, zu Kernndn und ze Krain, grave zu Thirol etc. bekennen von der anvordrung und spruch so die erbern Anna weiland Pernharts von Starhemberg und Martha Fridreichs von Hohemberg witiben etwan Ulreichs von Stubenberg töchter zu unsern lieben getreun Leutolden von Stubemberg unserm haubtman in Steir von aller der gslösser, erb und guter, auch varunder hab wegen so der benant Ulreich von Stubemberg und etwan Margreth sein hausfraw hinder in gelassen und der obgenant unser haubtman innhat, und darumb sy denselben unsern haubtman mit ladungen und recht vor dem edeln unserm lieben getreun graf Pernharten von Schawmberg, die weil er landmarschalch in Österreich ist gewesen fürgenomen haben, auch der abgenomen nutz wegen von denselben gslössern und gütern. Das durch etlich unser ret, ain gantze bericht und aynigung zwischen in mit willen und wissen unser getreun Jorigen Hekinger Hannsen Unverdarben, der benanttn frawn, Hannsen Oberholtzer und Hannsen Puher, des obbenantn von Stubemberg anwelten die vollen gwalt und macht in den sachen gehabt haben gemacht als hernach geschriben ist. Von erst, das der benant Leutold von Stubemberg und sein erben yeder benanten witiben und iren erben soll geben zwaytausent phunt phening oder yeder dafür inseczen und verschreiben hundert phunt Wienner phening gelts auf gült und gütern in unserm fürstentumb Österreich gelegen und sy darumb noch notdurfftn versorgen noch lautt der noteln darüber begriffen. So die benantn bedertail anwelt verpethschafft und gegeneinander gegeben haben angeverde zwischen hinn datum der berednuss und sand Johannstag zu sunebendn schirestkunfftigen, also das er und sein erben albeg gewalt sullen haben, yeds jars zwischen weichnachtn und der vasten, die von yeder der bemeltn witiben oder irn erben umb die obberurttn zway tausent phunt phening abzelosen. Er soll sich auch verschreiben, der erbern Hedwigen des obberurttn Pernharts von Starhemberg tochter tausent phunt Wienner phening ze geben, also wann dieselb Hedweig zu irn jaren kumbt und in den orden der heiligen kanschafft treten will, das als dann dieselb Hedweig mit des benantn von Stubemberg wissen verheyrat und sein rat darin gehabt soll werden und er und sein erben ir und irn erben so sy eelich beygelegen ist, inner jarsfrist darnach dieselbn tausent phunt phening zu heyratgut ledicleich und an allen widerval geben sullen, wer aber das die benant Hedweig sich zu lob dem almechtigen got in ain kloster ergeben wolde, so soll er der benant von Stubenberg auch ledicleich dann nicht mer schuldig noch phlichttig sein ze geben, wann zwayhundert phunt Wienner phening. Ob sich aber begeb, das dieselb Hedweig, ee wenn sy als vorstet verheyrat wurde und beyleg oder sich in ain kloster ergeb, mit tod abgieng das alsdann derselb von Stubemberg und sein erben der bemeltn tausent oder zwayhundert phunt phening zu bezalen gancz ledig und müessig sein sullen, und darumb versorgen noch lautt der notel darüber begriffen so die bemeltn baidertail anbelt verpethschafft und gegeneinander gegeben haben. Es ist auch beredt, das der benant von Stubemberg und sein erben yeder obbenantn witiben und iren erben sechshundert phunt phening der vorberurttn Wienner münss zwischen hinn und sand Michaelstag berait ausrichten und geben und sy darumb mit landleuffigen geltbriefen versorgen soll, also das die egemeltn verzeich versorgung, aufzaigung und geltbrief gegeneinander in vier ... tagen vor sand Johannstag zu sunebendn geverttigt, hie ubergebn werdn im marschalchhaus angeverde. Da entgegn sullen sich dieselben witiben aller irer anvodrung und spruch so sy von des bemeltn gelassen guts wegen zu dem benanten von Stubemberg und seinen erben gehaben möchten, für sich und ir erben gantz verzeichen und verzeichbrief darumb noch notdurften, zwischen hinn und der bemelten sand Johanntag fertigen noch lautt der noteln daruber begriffen so die benantn bedertail anbelt verpethschafft und gegn einander geben haben auch die obbemeltn ladung und recht gefallen und absein und dem benantn unserm haubtman und seinen erben darauf die obberurttn gslos, erb, güter und varunde hab, alle ledicleich voligen und bleiben an der obgenantn witiben und irer erben und menicleichs von irn wegen verrer ansprach irrung und hindernuss und demselbn unserm haubtman der geltbrief umb die tausent phunt phening so derselb unser haubtman dem benantn von Stubemberg schuldig ist gewesen auch der brief umb die zwelifhundert phunt phening von dem von Ekchartsaw herrurund und der benantn witiben mueter heyratbrief, den yetz der egenant von Ekchartsaw in seinen handen hat, auch ander brief und sigel was sy der ungeverlich innen und so sy aus dem gsloss zu Hauspach gefürt, wo sy der macht haben, antburtten und geben, zu seinen oder seiner erben handen. Welch brief aber sy nicht in handen noch macht hieten ditsmals überzegeben ungeverlich, das sy dann des nach allem irem vermugn vleis tun so peldist sy mugen, die uberzegeben. Wo des aber also nicht beschehe und derselbn brief hinfür icht fürkemen, das die dem benantn von Stubenberg und seinen erben khainen schaden, und den andern partheien und iren erben khain frum bringen und denselben von Stubenberg und seinen erben in irem obgemeltn verzeichbrief darumb versorgen, ob auch wer, das die obbenanttn Ulreich von Stubemberg und Margreth sein hausfrau icht geltschulde schuldig, die noch unbezalt wern, darin sullen die benantn witiben und ir erben nichts schuldig sein zu bezalen, und darauf bedtail umb all obgemelt ir zwitrecht gantz gericht und geaint sein sullen, und ob der obgenant von Stubemberg icht spruch zu den egenantten frawn ze haben vermaint, die sullen auch gantz ab und gevallen sein, und von im und seinen erben gegen denselbn frawn und iren erben nichts gesucht werden, weder mit recht noch an recht alles treulich und ungeverlich."

"Mit urkundt des briefs. Geben zu Wienn, an Montag vor sand Philipp und sand Jacobstag der heiligen zwelifboten nach Kristi gepurde, im vierzehenhundert und sechczigisten unsers kaisertumbs im newnten, unsers reich des Römischen im ainsundzwainczigisten und des Hungrischn im andern jaren."

"Commissio domini Imperatoris per consilium." In einem Vidimus des Abts Johann von Melk. Pfinztag nach sanct Michelstag 1469.

Chmel n. 3803

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-101, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1460-04-28_1_0_13_0_1_101_CA101
(Abgerufen am 21.02.2018).