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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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König Friedrichs Citation und Geleitsbrief für die Stadt Rheinfelden.

"Wir Fridrich von gotes gnaden Römischer kunig zu allen ziten merer des richs herczog zu Österreich zu Steir, zu Kernden und zu Krain grave zu Tirol etc. tun unsern und des reichs getrewn Schultheissen burgermeister rate und gemeinde der stat zu Rinfelden zu wissen. Als wir ew von wegn des hochgebornen Albrechts auch herczogn und graven der yeczgenanten fürstentumbe unsers lieben bruders und fursten, fur uns zu recht geheischen haben, darumb daz ir in die pfanntschaft, als ir dem hause zu Österrich verschriben und verphenndet seit, nit tretten wellet, nach unsrer kurfursten und irer rete rechtspruch und urteil etc. Also sind desselben unsers bruders und fursten rete und machtbotn zu solhem gesacztn rechttag fur uns kumen, als wir mit unsern furstn, graven, edeln der rechte gelerten und getrewn zu gerichte gesessn sind, und haben da irn gewalt und verkundung der ladung furbracht und in gericht horn lassn, der zum rechten genug was, und auf das unsers bruders clag zu ew in gericht eroffnet und rechts begert, aber da ist nyemands von ewrn wegen erschinen, darumb so ward ew geruffet von gerichts wegen offentlich, wir hiessen auch unsers bruders vorgenant rete und machtbotn, drew die nechsten gerichte nacheinander warten ob yemand von ewrn wegn keme, der in zum rechtn wolt antwurtn, daz der gehoret wurd, und darnach beschehn das recht were, sy haben gewartet und zu dem virdn gerichte als wir gesessen sein, so haben sy unsers bruders klag eroffnet und uns umb recht angeruffet, es ist aber nyemands von ewern wegn kumen, der in zum rechtn antwurttn wolt, dan ein bot hat uns ewr brif geantwurtt, darinne ir uns schreibet under anderm, wie der erwirdig Fridrich bischof zu Basel unser furst und lieber andechtiger, zwischen unserm bruder und ewr, sölh unser ladung angestellet hab bisz zu sand Katherinentag, daruf ir ew gancz verlassn habt etc. auch meynend, daz ew die zeit der rechtteg in der ladung zu kurcz geseczt seyen, und darumb begeerend ew die zu erstrekn etc. und als die brife vor uns offenlich verlesen wurdn, redten unsers bruders rete wider solh verlesen briefe und schriffte, und besunder, daz unser bruder sölh anstellung der ladung nie aufgenomen hab, als wir auch dasselb in ewern schrifften bekenntn, so sey ew auch die zeit in der ladung geseczt, als wir ander an den ennden phlegn zu ladn, und habn uns als vor umb recht angeruffet, wiewol sich nu, auf des clagers anruffn und furbringn gebürt het, wider ew mit recht zu volfarn und procedirn, yedoch nach rate unsrer fürsten graven edeln gelertn und getrewn, so bey uns zu gerichte gesessen sind, auch von gerichtlicher gutikeit und nit von recht, so habn wir ew sölhen rechttag fürbass erstreket, nemlich auf den funf undvierczigistn tag, den nachstn nach dem tag und ew diser brief geantwurt oder verkundt wirdet oder ob derselb tag nit ein gerichtstag sein wurd, auf den nachsten gerichtstag darnach, heischn und ladn ew darcz peremptorie, daz ir durch ewr volmechtig anwelte und procurator alsdenn fur uns oder den, dem wir das an unsrer stat bevelhn, wo wir im reich sein werdn komet und erscheinet, unsers vorgenanten bruders anwalt und procurator seiner klag, darumb wir ew vorgeladn haben als obgeschribn steet zum rechtn enntlich ze antwurttn, wan ir komet und erscheinet alsdann also oder nit, nichts destmynner wirdet auf unsers bruders anwalt und machtbotn ervorderung im rechtn volfarn als sich nach seiner ordnung gebürt darnach wisset ew zu haldn. Wir geben auch ewrn anwaldn so ir schiken werdet zu solhem rechten, als ir an uns begert habt hiemit unser und des richs geleite und sicherheit zu solhem rechtn an unsern hof ze komen dabey zu sein und wider heim bisz an ir gewarsam, und haben auch dem hochgebornen Albrechtn auch herczogn zu Österreich etc. unserm lieben bruder geschribn, ob ir das begeeret, daz er denselbn ewern anwaltn sein geleit und sicherheit in vorgeschribner weise auch zu schreibn und geben sol, darnach wisset ew zurichtn. Geben und mit unsern kuniglichm aufgedruktem insigel besigeltn zu Wyenn am sambstag vor sand Michelstag. Nach Crists geburd virczehenhundert und im achtundvierczigistem und unsers richs im newndn jare. Ad mandatum domini regis."

Chmel n. 2489

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-84, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1448-09-28_1_0_13_0_1_84_CA84
(Abgerufen am 23.06.2018).