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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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K. Friedrich verleiht, als Ober-Lehensherr, einige baierische Lehen.

"Wir Friderich etc. bekennen etc. daz fur uns komen ist unser und des richs lieber getruer Wolfgang Marschalk zu Donrsperg, und hat uns zu erkennen gebn, wie durch abgang etzwann Parczival Marschalh von Donrsperg auf seinen vatter Engelhartten Marschalh auch zu Donrsperg dise hienachbenenten lehen und gut als den nechsten lehenserben rechticlich gefallen und komen sein, nemlich der halbtail an Donrsperg mit dem stainhuse Norndorff und dem hoff daselbs darczu gehörende und mit mit aller anderer seiner zugehorde. Item der hoff daselbs bawet Gastelfrey. Item ain lehen daselbs, das des Nuszharts gewesen ist. Item die tafern bey dem Stainhuse und die tafern daselbs bei dem richter und die gericht zu Blanckemburg und Norndorff und alle ehaft daselbs, die dorein und darczu gehorend. Item das burgstal Truiszhaim und die zwen höf daselbs mitsampt dem wasser wismat wayd und was darczu und dorein gehort, die von dem hochgebornen Ludwigen pfalczgraven by Rin herczogn in Beyrn und graven zu Mortani unserm lieben oheim und furstn zu lehen sien, darumb der vorgenant Engelhart sich gen Lanntzhut zu dem hochgebornen Heinrichn pfalczgraven by Rin und herczogen in Beirn unserm lieben swager und furstn, der dann den yeczgenanten unsern oheim herczog Ludwign by im hat komen sey, und hab in gebetn, das er in zu demselbn unserm oheim herczog Ludwign wolt lassen, das er solich lehen von im emphahen mochte. Aber unser swager herczog Heinrich hab im das zu der zeit nit wollen gestatten, als er uns dann des sein besigeltn brieve geweiset und geczaigt hat, darinn herczog Heinrich des also bekennet, und sindtdenmaln nu sein vater durch solich ursachn sey verhindert worden, das er solh vorgeschriben lehen von unserm oheim herczog Ludwign nicht hat mogen ervordern und emphahn, so hat er uns diemuticlich gebeten, das wir als ein Romischer kunig und oberer lehenherr der vorgeschriben lehen und guter im die mit iren rechten und zugehorden als einem lehentrager seins vorgenanten vatters Engelhart Marschalhs, wann derselb krangkhaitshalbs seins leibs fur uns nit komen mög zu lehen gnediclich geruchtn zu verleihen, so lang bisz das er zu herczog Ludwigen vorgenant komen und die von im mag emphahen. Engelhart Marschalh hat uns auch in seinem besigeltn brieve geschribn und uns auch diemuticlich gebeten, wann er selbs fur uns krangkhaithalben seins leibs nit komen mög, das wir dann solich lehen seinem vorgenanten sun als seinem lehentrager gnediclich wolten verleihen. Des habn wir angesehn ir baider diemutige bete und ouch so redlich ursach als vor steet und habn darumb mit wolbedachtem mute und gutem rate als ein Romischer kunig und oberer lehenherre der vorgeschriben lehen und guter dieselbn lehen mit allen iren rechtn nuczn und zugehorden Wolfgangen Marschalh als einem lehentrager seins yeczgenanten vatters zu lehen gnediclich verlihn, als er im die als sein lehentrager von uns als dem obern lehenherrn zu lehen vortragen sol, als lang bisz das er die von dem vorgenanten unserm oheim herczog Ludwigen zu lehen emphahn mag von allermenniclich ungehindert, leihen im die in solicher wise und form mit disem brieve und was wir im von rechtswegn daran leihen solln und mogn. Doch unserm oheim herczog Ludwign an seiner lehenschafft und sunst menniclich an seinem rechten unschedlich. Es hat ouch Wolfgang Marschalh uns gelobt und gesworn als einem Romischn kunig und obern lehenherrn getrew und gehorsam zu sein mit dinstn und andern sachn, als vil er uns von recht und gewonheit von solicher lehen wegen schuld ist zu tund, so lang bisz das er solich lehen von herczog Ludwign dem lehenherrn emphangn hat, und wenn das beschicht, so sol er uns von solicher lehen wegn nichts mer verbunden noch pflichtig sein zu tund. ... Mit urkund etc. ...sub minori pendente. ... Geben zu Wienn an suntag nach sand Kunigundntag anno etc. xlvii., unsers reichs im sibenden jar."

Chmel n. 2256

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-71, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1447-03-05_1_0_13_0_1_71_CA71
(Abgerufen am 21.02.2018).