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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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Privilegium für das Kloster Weingarten.

"Wir Fridrich etc. bekennen etc. daz wir den ersamen abbt und convent des closters zu Weingarten sand Benedicten ordens Costenczer bistumbs unsern lieben andechtigen und iren nachkomen durch des willen das in und irs goczhawss leutten destglicher billicher recht geen mogen und an gezeugnuss der warhaitt im rechten nicht geprechen leiden, dise besunder gnad getan haben. Also wann das ist, daz derselb abbt und convent oder ir nachkomen oder des goczhaws zu Weingartn leutt von des goczhaws aigener ligender guter wegen, es seien holcz acker wisen oder reinrebn mit yeman wer der were zwitrecht hetten oder gewunnen, es were uber kurcz oder lang darumb kuntschafft und zeugnuss im rechtn oder undergeng zu volfurren und zu gescheen erkennet wurden, das dann desselbn goczhawses wolgelundten und unversprochn mann darumb im rechten wol mugen der warhait ir zeugnuss gebn und sagn, es sey umb gezeugnuss oder undergeng, doch also wenn sich das begibt, das dann dieselbn goczhaussleutt zu denselbn zeitn und sy der warhait ir zeugnuss sagen und gebn aller irer gelübd und ayd, so sy demselben goczhawss zu Weingarten getan hand ledig gesagt werden, und och das alle solich, die ir zeugnuss geben sollen vorhin sweren leiplich aid zu got und den heligen, was sy in solichen sachen sagen werden, das sy des weder nucz noch schaden habn und das weder durch lieb noch durch laid noch durch gab miet noch vorcht oder durch keinerlai anderr sachen willen tun, denn allein der warhait und dem rechten zu hilff, und was solich des goczhauses zu Weingarten leutt also bezeugen und sagen, das sol nach dem rechten sovil krafft habn, als ob das ander unversprochn mann die nicht des goczhaus zu Weingarten leutt weren gesagtt hetten ungeverlich. Wir haben in auch mer die gnad und frihait gegebn, als wir dann underwiset sein, wie ettlich die des goczhawss zu Weingartn eigenleut nicht sein und doch auf des goczhawses eigen gutern siczen und die nyessen wider des goczhauses willen und doch soliche gutere von in nit empfangn haben, das sy alle die wer die sein yecz und hinfur mit recht abe des goczhauses aign emtteren, wo die gelgn sind wol bringen schiebn und sy der entseczen mogen, geben und verleihn den vorgenanten abbt convent und goczhauss zu Weingartn und allen iren nachkomen solich gnad und frihait von Romischer kuniglicher macht in krafft disz briefes, und meinen seczen und wollen, daz sy der nu hinfur geprauchn und geniessen sollen und mogen von allermenniclich ungehindert, und wir gebieten darumb allen und iglichen fursten geistlichn und weltlichn etc. ut supra. ... Mit urkund etc. Gebn zu Wienn an freytag vor sand Gregorientag anno etc. xlvi. Rex. Cancellarius."

Chmel n. 2039

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-62, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1446-03-11_1_0_13_0_1_62_CA62
(Abgerufen am 24.02.2018).