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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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Gerichtsbrief wider die Stadt Memmingen.

"Wir Fridreich etc. bekennen etc. daz auf heutt datum disz brieves fur den hochgeborn Albrechten herczogen zu Österreich zu Steier zu Kernden und zu Krain, graven zu Tirol etc. unsern lieben bruder und fürsten als er an unser stat unser kuniglich camergericht alhie besessen hat in gericht komen sind Ursula Riedin, Hannsen Riedn von Pfünse elich hausfraw eins und der burgermaister und rates der stat zu Memmyngen erbern machtboten des andern tails und die vorgenant Ursula Riedin clagt zu denselben von Memmyngen, wann sy si vormaln in die gewer Peter Spikels verlassen erb und guts geseczet hettn, darumb und auch umb ettlich hab und gut, daz von demselbn erb die weil und dieselben von Memmyngen daz zu iren hannden gehebt hant entragn und verstoln ist, sy hab mussen rechts pflegen mit in vor unsern commissarien und richtern des ersten vor vogt Ulrich von Metsch, darnach vor Leonartn bischofen zu Passaw unserm furstn und liebn andechtigen, ouch in der stat Memmyngen des sy zu groszem kost und schaden sey komen den sy achtet an ii M (2000) gulden mynner oder mer, darumb so hofft und getrawte sy ir solt mit recht erkennet und gesprochen werden, daz die von Memmyngen ir solich kost und schaden beczalten. Darauff der von Meymmyngen machtboten antwortten, solich Ursulen Riedin wort von der eynseczung und entseczung wegn des vorgenanten Peters Spikels verlassen erbs wär nit notdurfft zu verantwurten, wann sy weren vormals vor unsern vorgenanten commmissarien dem von Mätsch und dem von Passaw darumb in recht gestannden und waren darumb urteil gegangn und wie die von Memmyngen das alles dozumal verantwortt hettn das weisten aigentlich ausz die urteilbrieve daruber gegeben, die auch in gericht verlesen wurden, daby liessen sy das blibn, denn denselben urteiln hetten si gnüg getan und weren den nachkomen, so verr in daz zugeburte und hetten die sachen gegen Ursuln Riedin und iren widersachn ungeverlich gehanndelt und was hab oder guts Ursul Riedin in in der stat zu Memmyngen gewist hett, dez sy an dem erb aszlag darumb hetten sy ir allweg lassen recht geen und hetten ouch des nichts inne darumb so getrawent sy das sy ir nicht umb ir klag zu antwortn hettn, sunder mit recht von ir ledig gesprochn werden solten und nach vil mer worten red widerred, die da beschehen und mengerley brief, die zu baider syt gewiszt und verhort wurden saczten baide tail daz zu recht. Also ward mit gemainer ainheliger urteil ertailt und zu recht gesprochen, mochten der ganncz rate zu Memmyngen gesweren zu got und den heiligen, das sie den urteiln von dem von Metsch und ouch dem von Passaw ausgegangen nachkomen sein, also das sy ir an dem obgemeltn erb uszstand und daz sy in gewist hat haben lassen recht gan nach des richs und irer stat recht und ir solich recht nit verczogen. Denn die sachen zu ir iglichn zeit ungeverlich gehandelt habn, das sy dann von der Riedin solicher ir ansprach ledig sein wollen, wolten sy aber solich aid nit tun, so sol furter hieynne bescheen das recht und das sy solich ayd tun und vollefuren sollen in gegenwurtigekyt des strengen Beren von Rechberg unsers und des richs lieben getruen der in auch diser urteil von unsern wegen die aid geben und wie sy die gesworen und vollfurt habn oder nit uns das zuschribn sol under seinem besigeltem brief in den nachstkomenden sechs wochn und drien tagen nach datum disz brieves. Hieby sind gewesen die edeln strengn und unser getruen Conrat herr zu Weinsperg, Wilhelm von Wolfstain, Wilhelm von Stain, Wernher von Parsperg, Wilhelm Franberger, Berchtolt vom Stain, Dietrich Stauffer, Jörg Vischly, Burckart von Mülnheim, Haimran Nusperger, Hanns Truchsess von Stettn, Heinrich von Bappenheim erbmarschalh, Hanns Franberger zum Hag, Steffan von Emerszhoven und Hanns von Siczberg. Mit urkund - sub pendenti minori. - Geben zu Nuremberg an montag vor sand Egidientag anno etc. xliiii. D. Alberto duce Austrie referente. Similis emanavit der Riedin."

Chmel n. 1712

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-48, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1444-08-31_1_0_13_0_1_48_CA48
(Abgerufen am 22.06.2018).