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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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K. Friedrichs Reformation, Behufs der Ordnung im Reiche.

"Wir Friderich von gottes gnaden Römischer keyser zu allennzeitten merer des reichs, herczog zu Österreich, zu Steyr, zu Kernten und zu Crain, grave zu Tirol etc. bekennen und tun kunt allermeniclich mit disem brief, daz wir mit ratte und beywesen unserer und des heiligen Romischen reichs geistlichen und werntlichen curfürsten, fursten, graven, herren und stette und anderer unserer und desselben reichs lieben getrewen in den zeitten unserer kunigclichen wirde, dise nachgeschriben gemeine reformation und ordenung durch gemeines nuczes und frides willen geordnet, gemachet und beslossen haben, nach lautt unserer kuniclichen maiestat brief, der von wortt zu wortt hienach geschriben stett und also lauttet: Wir Friderich von gottes gnaden Romischer kunig zu allennzeitten merer des reichs, herczog zu Österreich, zu Steyr, zu Kernten und zu Crain, grave zu Tirol etc. embietten allen und yeglichen, den erwirdigen und hochgebornnen unsern und des heiligen Romischen reichs curfürsten, fürsten, geistlichen und werntlichen, graven, freyen, herren, dinstlutten, rittern knechten, burggraven, vögtten, burgermeistern, schultheissen, retten, richtern, amptluten und gemeinden aller und yeglicher stette, merckte, dorffere und allen andern, in welchen wirden statt oder wesen die sein, unsern und des heiligen reichs undertanen und lieben getrewen unser gnad und alles gutt, sintdemalen wir von den gnaden des allmechtigen gottes, unverdintter sachen zu den wirden Römischs kuniclichs gewalts erhöhet und gesatzt sein, so bedunckt uns wol billichen, daz wir unser pflichtte gen meniclichem also beweysen, damit man in dem heiligen Romischen reiche frides und gemachs seliclichen empfinde. Wann wir nu in anbeginn unsers regiments auch yetzo nach unserer kuniclichen cronung eigintlich und menigvelticlich underweist sein und vernomen haben, daz in dem heiligen Romischen reich und sonderlich in deutschen lannden vil unrats gewalticlicher auch anderer unzimlicher und uneerlicher angriff und beschedigung bescheen seind, und noch teglichs gescheen mit rowb, mord und branndt, davon das heilig reich, des wir ein merer genant sein, gar schadlichen gemynnert, und vil des reichs undertanen und getrewen geistlich und werntlich personen grosz nott, verderbnuss und scheden teglich leiden, als dann leider grosz clag durch die lannde geet, dardurch gemeiner nutz groszlich geirret, geswechet und undergedrucket wirdet, so haben wir uns von der purde wegenn unsers kuniclichen ampts, die wir gott zu lobe, dem heiligen reich zu eren und durch gemeines nutzes willen auf uns genomen haben, darzu gerben, daz wir mit allem fleisz solch unratt und bosz sachen mit zeittlichem ratte und mit der hilffe gottes, auch beystand unsers und des reichs getrewen nach allem unserm vermögen ze tiligen arbeitten wöllen. Und darumb durch anbringung auch mit beywesen und ratte unsers und des heiligen reichs curfürsten und anderer fürsten geistlicher und werntlicher graven, freyen, herren, ritter, knechte und stette, die wir dann durch sy selbs oder ir mechtig sendtbotten, darumb in sonderheit het zu uns zu komen verpott und geheischen haben, setzen wollen und gepietten wir von Römischer kuniclicher macht, krafft und gewalt ernstlich und vesticlich mit disem brief, und ermonen auch euch alle und yeglich unsers und des heiligen reichs undertanen, in welchen wirden, stat oder wesens ir seitt, sölicher trew und pflichte als ir gott dem heiligen reiche, auch uns als einem Romischen kunig ewrm obristen herren, gemeinem nutz und euch selbs schuldig, pflichtig und gepunden seitt, daz ir all und yeglich stuck punckt und artickel diser nachgeschriben unserer ordenung gentzlich getreulich auffrechticlich und ungeverlich vollfurend und lobent auch mit allen den ewrn und die euch zugehoren oder der ir mechtig sind, solchs also gentzlich und getrewlich zu hallten, ernstlich schaffet ordnet und bestellet, als lieb ew sey, unser und des reichs swere ungnade und die pene hienach in diser unserer ordnung begriffen zu vermeiden. Zum ersten daz nymen dem andern schaden tun oder zufügen sol, er hab in dann zuvor zu gleichen pillichen lanntlöffigen rechten ervordert, und ob im solich recht villeicht nit so balld als er wollt oder begert, gedihen und widerfaren möchte, so sol er dannocht den nit angreiffen noch beschedigen, er hab dann vor alles das völliclich und gantz getan und volbracht, das keyser Karls des virden seliger gedechtnusz unsers vorfaren am reiche guldin bulle in dem capittel von dem widersagen eigintlicher innhallt und auszweiset. Item ob yeman zu dem anndern kunttlich und unlougembar schuld hette, hette dann der schuldvorderer burgen oder briefe, so möchte er sein schuld vordern und einbringen nach lautt und sag sölcher seiner brieve und als im versprochen ist zu bezalen, möcht aber einer nit bezallt werden, nach seiner brieve lautt, oder als im versprochen were, daz man in bezalen sollte und im alsdann darumb zu pfenden gepurtte, der sol es doch mit dem pfannd hallten so hernachgeschriben stet. Doch darinn unvergriffen der kauffman die söllen aneinander bezalen, auch yederman sein zinsze güllte und zehende einbringen als dann biszher herkömen ist, und der also pfennden wil, sol vor, ee er darumb pfendet, an den der im die schuld schuldig ist, schrifftlich mündlich oder under augen ervordern, in umb sein schulde guttlich oder mit landtleuffigen billichen rechten unclaghafft zu machen in den nechsten zweyen monaden nach solcher ermonung geleich nacheinander volgende, und ober er in solcher zeitt in obgeschribner masse nit unclaghafftig gemachet wurde, so mag er den, der im schuldig ist und desselben habe und gut darnach pfennden und angreiffen, doch daz er alsdann mit den pfannden pfänntlichen gefare, also daz er dieselben pfannd alle ungeverlich in die nachsten statt oder slosz treibe, da ein gerichtte ine sey, das des, der angreiffet und pfendet, noch des, der gepfendet wirt, nit sey, und man sol in und die habe in demselben slosz, statt oder gerichtte einnemen und darein treiben lassen, und im des nit weren. Er sol auch dieweile mit denselben pfanden fride und geleitte darynne haben ungeverlich, und sein es dann essende pfannd, so sol er die steen lassen drey tag und drey nachtte, weren es aber andere pfande, so sol er die vier wochen nacheinander die nechsten steen lassen und sol auch dhein mitrewtter weder heutte noch teile davon nemen noch nemen lassen, sonder dieselb habe sol unverruckt beyeinander beleiben, und ist dann, daz yemand kumpt, der dieselben nam und pf annde ausznemen wil, dem sol man sy auf recht und gewiszheit auszgeben mit kuntschafft des richtters oder des amptmans in des gerichte sy sein oder sol ander erber leutt darzu nemen die dabey sein, wollte aber nymen die pfand ausznemen in der vorgenanten zeitt, so mag der pfender dieselben pfannd darnach verkauffenn ungeverlich, os er türest mag, auch mit kuntschafft des amptmans in des gerichtet sy gefürt sein oder anderer erber leutt daselbs und dasselb gellt sol dann demselben, der gepfendet hat, an seiner schulde abgeen und was er auch cosstung auf dieselben pfanndung gelegt hat, die redlich ist und die er vor dem herren oder amptman des gerichts kunttlich machet, die sol im auch daran abgan, wer es auch daz von sölcher pfanndung wegnn yemand gefangen wurde, dieselben gefangen sullen auch alle auf recht und gewiszheit auszgeben werdne, und ob sy der purgschafft und gewiszheit nit einig werden möchten, was dann das gericht, darinn das ist erkennet dabey sol es beleiben, die a uch sölchs, ob sein nott wirdet erkennen sollen, wer es auch daz der pfender dieselben pfannd nicht in das nechst slosz oder statt, da ein gerichtt inne were, tribe und die darin hielte als vorgeschriben steet, so sol man das furbasz fur einen rawb hallten und wurd dan der herre oder amptman desselben slosz oder ander umbsessen angerufft, so sollen sy mit iren gehilffen getreulich beholffen sein zu frischer tatt nacheilen und dartzu tun, ob sy dieselben pfender auch pfannd in ire oder andere slosz oder gericht bringen möchtt man dann mit in gefaren nach des reichs recht das man auch gestatten sol, wer es auch, daz ein pfender mit den pfanden an ein slosz keme und vorderte sich damit einzulassen, wurd er dann damit nit eingelassen, das er kunttlich machte, so möchte er die pfannd daselbs steen lassen oder die furbasz aber in das nechst gericht treiben und was er dann des schaden neme der redlich und ungeverlich were, und den er kuntlich machte, den sollt im der herre oder die lewte desselben slosz, die in nit eingelassenhetten, auszrichten, es sol auch nyman den die die pfender in ir slosz und gerichtt einlassen darumb argen willen beweisen oder schaden zufügen in dhein weise, wer es auch ob yeman anders denn obgeschribn steet yeman zugriff oder angriff tette, so sol yederman der des ermont oder sust ynnen wirt, zu frischer tatt eilen und solch genomen habe, mitsampt den die das getan haben zu recht helffen behallten. Item so sol der ackerman und weingarttman ausser seinem hawsz mit seiner habe, die man zu den ackern wisen und weingertten, die zu pawen bedarff, es sey in veintschafft oder on veintschafft, auch auf den ackern wisen und weingertten und wider heim zu hawse und als man die frucht sneiden, wisen meyen, auch die wein lesen und das infüren sol sicher und fridlich sein und sol auch nyman prennen noch pranntschaczen, fewr schiessn oder fewr inlegen weder tag noch nachts, es sey in offner vehde, veintschafft oder on vindtschafft. Item es solle n all geistlich lewtt kindelpetterin und auch die die in swerer krankheit sein, auch pilgrin, lantfarer, kauffleut und furlewt mit iren haben und kauffmanschafft sicher sein und nit beschedigt werden, item es solln kirchen, kirchhöfe und wydemhofe auch sicher sein, und daraus nit genomen werden, noch auch dhein weer daraus gescheen, doch ob yeman die oder die darinn weren, sich understunden ze stürmen oder nottn, so möcht man sich daraus weeren. Item es sol auch furbas dhein gereisiger knecht sein, der sein aigen pferdt habe, er hab dann einen herren oder junkherren oder sey einer statt diener des oder der geprotter und gedingter knecht er sey, und ob der knecht ichts tette, wider die vor und nachgeschriben stuck, das sol sein herschafft verantwurtten und widerkern, und was sust raysiger knechtt weren, die eigen pferdt und nit herren oder junkherren hetten als vorgeschriben steet, dieselben auch ander knechtt, die nit herren hette, die ir zum rechten nit mec htig weren, die sollen noch mögent weder fride trostung noch geleitt haben. Item so sollen all curfürsten, ander fürsten, geistlich und werntlich, grafen, freyen, herren, ritterschaft, stett und meniclich unser und des reichs undertanen mit allen den iren und den sy zu gepietten haben, es seyen edel, unedel, raysig knechtt, hanntwerchknechtt, dinstknechtt, pawrszknechtt oder ander ernstlich und vesticlich schaffen und bestellen, daz der dheiner in rayszweise yemands oder auf yemands diene angriff oder zugriff helff tun, es sey auf wasser oder auf lannd, on seiner herschafft wissen willen und gunst solchs wir auch den obgemelten und allen andern, die nit herren hetten, den sy in sonders zu versprechen stunden, zu hallten vesticlich gepietten. Item es sol auch meniclich es seyen fürsten, herren oder stette in welchem statt oder wesen die sein als obbegriffen ist in iren lannden stetten und gepietten mit iren amptluten, auch sust ernstlich und vesticlich schaffen und bestellen, daz füro d hein gewachszner knecht, der mit merklicher kranckheit seins leibs nit beladen ist und ein müssiggeer sey, auch nit erber redlich und begencklicher leibnarung für sich selber hab in iren lannden stetten und gepietten weder gehallten noch gelitten, sonder versmecht und auszgetriben werden. Item es sol nyman an dheinem ende geleitte haben noch yemand gegebn werden, da zu recht auszgenomen zu offen tegen hofen und versprochen kempfen. Item von der heimlichn gerichtte wegen nach dem und sich vil unbillicher sachen, die da nicht daran gehoren an denselben gerichtten verlauffen und biszher menigvelticlich gemacht haben, dardurch wa das lenger besteen sollt gemeiner nucz und frid in dem heiligen reich nit wenig bekrenckt und geirret werden möchte und darumb solchen unratt zu furkomen, so haben wir mit ratte als obgeschriben steet unser und des heiligen reichs curfürsten fürsten stett und anderer obgemelt gesetzt und geordnet, setzen orden und gepietten von Romischer kuniclicher macht in kraft disz briefs, daz solch heimlich gerichtt furbasz mit fromen verstendingen und erfaren lutten besetzt und nit durch bennisch verachtt uneelich geborn meyneidig oder eigen lutte gehallten werde, und daz es damit dieselben anders nit hallten, dann als das von anbeginn durch den heiligen keyser Karle den grössern unsern vorfaren am reich auch durch die reformation, so der erwirdig Dietrich, ertzbischove zu Cöllen etc. unser lieber neve und curfürst, als im das durch keyser Sigmunden löblicher gedechtnusz unserm vorfaren bevolhen was, zu Arnsperg in beywesen vil grafen, freyen, herren, ritterschaft, stulherren, freygreven und freyscheffen gemacht hat, geordent und gesatzt ist. Besonder daz man nyman dahin vordere heische oder lade, dann die und umb die sachen, die dahin gehörend oder der man zu den eren nit mechtig sein möchtt, wann ob yemand dahin gevordert wurd, des sein herre oder richter mechtig wer zu den eren, vor im oder andern lantleuffigen gerichtt en, und da derselb herre oder richter dem freygreven oder richter sölchs zu wissen tette oder schribe, einen solchen abvorderte und er mit zweyen oder dreyen andern unversprochen manen dem freygreven oder richter tröstung zu den eren obgemelter massen under iren sigeln zuschriben, so sol alsdann solch ladung absein und der sach nachgegangen werden vor dem herren oder richter da die sach hin gehörtt und gevordert wurd, on eintrag des freygreven oder heimlichen richters, wa aber dem also nicht nachgegangen würde, so sollen alle proceszn ervolgung und gerichtt, die daruber gescheen weren oder gescheen wurden, gantz krafftlosz tod und absein, die wir auch yeczund als dann und dann als yeczund von Römischer kuniclicher macht krafftlosz sprechen und urteilen, es sol auch dhein freygreve dheinen freyscheffen machen, dann die die von rechts wegen werden mögen und die solich ir toglicheit durch gnugsam kuntschafft fürbringen, nemlich sollen sy keinen zu schöffen machen, der uneelich geborn, ye mand eigen oder sust verpunden oder zugehörig sey, die auch in des heiligen reichs achtte aberacht oder bennen geistlichen oder werntlichen sein, sollen sy auch dheins wegs schöffen machen, sölchs so von dem heimlichen gericht obgeschriben stet, wellen wir von meniclich vesticlich und unzerbrochenlich gehallten werden, und gepietten darumb allen und yeglichen stulherren, freygreven und allen andern, in welchem wesen oder statt die sein ernstlich und vesticlich mit disem brief, daz sy sölchs auf iren stülen und gerichtten bestellen ordenlich gehallten werdn, wann wa icht dawider oder anders geschehe, so sollt der stulherre zehen mark goldes in unser kuniclich camer unleszlich zu bezalen und der freygreve sein ampt der freygrefschafft verfallen sein, auch der der also unrecht vordrung oder verbottung erwürb, sich selbs verurteilt und seinen leib verwürcket und ir yeglicher wider ere getan haben, und sol meniclich zu im richtten als sich gepürtt. Item wann auch dem heiligen Römischen reich und dewtschen lannden an der guldinn und silbrein münsz grosz ligt und notdurftig ist, daz die ordenlich gehallten und geslagen werde, und darumb so setzen wir mit ratte und in masz als vor, daz die guldin munsz bey den newnczehen graden veines goldes zu gemeiner lanntzwerung beleibe, als dann ettlich zeitt gewesen ist, und sol auch die nit geringert noch höher gemüntzt werdne, wann wer anders tette, in wölchen wirden statt oder wesen der were, der sol darumb swerlich gestrafft werden, als sich dann gepüren wirt. Item von der silbrin münsz wegen, wann dieselb durch gelegenheit der lannde und mancherley sach wegen nicht auf ein gemein korn durch alle lannde zu bringen ist, darumb so wöllen und gepietten wir, daz alle die ihene, die sölich silbrin münsz slahen, stetticlich und ordenlich schaffen geslagen und gehanndelt werden, wann wa das anders gehandelt und geslagen wurde, dann als billich were, so wollen wir das strenglich und vesstictich straffen und gestrafft werden, schaffen auch nach dem und sich gepüren wirt. Item wer der vorgeschriben stuck eins oder mer uberfüre dawider tette oder darzu hulff, daz dawider getan wurde oder der dieselben, die dawider tetten, mit willen wissen oder geverde hauste, hoffte, hielde oder in zuschube, der oder die sollent wider ere und recht getan haben auch in unser und des reichs swere ungnade und darzu ein pene, nemlich hundert mark löttiges goldes, halb in unser und des reichs camer und halb dem cleger oder beschedigtten unleszlich und on alle gnad zu bezalen verfallen sein, welich auch die weren, die solich peen an golde oder gellt nit zu bezalen hetten, die sollen ir missetat an iren leiben erordnen und sol zu in nach des reichs rechten gerichtt werden, es sollen auch die zu verlieren hetten alle ire lehen und freyheit, so sy von uns und dem reich oder andern geistlichen oder werntlichen herschefften oder personen hetten zusampt der obgenanten pene gantz als ob sölchs mit recht ervolgt were verlorn haben und sollen auch der oder die solch s tetten oder sy geverlich hawsten, in zulegtten oder sy hinschuben, dheinerley trostung, frid oder geleitt haben, an keinen stetten oder enden, sonder es sol und mag meniclich zu dem oder denselben macht han sy an leib und gutt anzugrieffen, und daran nicht gefrevelt haben, gleicherweise und in aller masz, als ob sy mit des reichs hoffgericht oder andern zimlichn gerichttn geheischen und mit rechtem urteil verachtet und in die achtt und aberacht getan weren, und darzu so sol derselben leibe und gutt nymand verantwurtten noch beschirmen in dheinen wege und in welchn gerichttn sy begriffen werden, so sol man sy on allen intrag behallten und uber sy richten, alles bey der pene und wie vor geschriben steet. Doch behallten wir uns als einem Römischen kunig, ob ichtzit in diser unserer ordenung hinfüro zu verendern, zu meren, zu mynnern, darzu oder davon zu setzen oder die ganntz oder der ein teile abzutun sich gepuren wurde, nach gelegenheit der zeitt und der sache, daz wir das als doch für sich selbs billich ist, mit ratt unserer und des reichs getrewen ze tun haben und tun mögen, all argliste und geverde in allen und yeglichen vorgeschriben puncten und artickeln gentzlich auszgeslossen und hindangesatzt. Geben zu Franckfurtt versigelt mit unserer kuniclichen maiestat anhangendem insigel nach Crists gepurd vierczehenhundert und darnach im zweyundvierczigisten jare an unser lieben frawenabent assumptionis, unsers reichs im dritten jaren. Mit urkundt disz briefs mit unserer kayserlichen maiestatt anhangendem insigel besigelt. Ad mandatum d. imperatoris Ulricus Weltzli."

Chmel n. 982

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Chmel, Anh. n. CA-23, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-08-14_1_0_13_0_1_23_CA23
(Abgerufen am 17.11.2018).