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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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K. Friedrichs Bestätigung des Urtheils in Betreff der Dompropstey zu Würzburg.

"Wir Fridrich etc. bekennen, das fur uns komen ist der edel und wirdiger Philips von Sircke, tumprobst zu Wirtzburg unser rat und lieber andechtiger, und hat uns furbracht das von solicher zwitrecht und stosse wegen, der sich der ersam Nicolaus von Seckendorff anders von Renhofen genant, umb der yeczgenanten tumbbrostie willen gen im angenomen had und vil intrege dorinne durch veintschafft unpfefflich und ungepurlich furnemen gemacht haben solle, der hochgeborn Albrecht marggraf zu Brandemburg und burggraff zu Nüremberg unser lieber oheim und fürste zwischen in tag gemacht geteydingt, und die zwitrecht durch einen anlasz gefasset habe, wie sie der zu austrage und luterunge auf die regenten yecz mit des stifftes zu Wirczpurg komen solte, und hat furter gemellt, das die egenanten regenten nach laut des anlasz den daruber der vorgenant unser oheim von Brandemburg begriffen und besigelt had, besprochen gelutert und ercleret haben, wo und wann sie solicher irer zwitrecht und stosse rechticliches austrages warten solten, mit namen fur dem erwirdigen unserm lieben nefen und kurfürstn Dietrichen, erczbischoven zu Mencz, des heiligen römischen richs durch Germanien und deutsche lannd erczcanceller als irem oberbischoff und metropolitan oder wem es der yeczgenant erczbischove Dietrich empfelhen wurde, der dann soliche obgemelte sach stoss und zwitrecht an sich genomen, daruber richter gegebn und gesaczt habe, die sach im rechten zu verhoren und zum leczsten selber mit urtail und recht erkannt und gesprochen habe, das der vorgenant Philips von Sireck zu der tumbprobstey recht und der egenant Niclas von Reynhofen soliche intreg unpillich gemacht und getan haben, die abstellen und furter den egenanten Philips bei der tumbpropstey und irer zugehorung gerulichn bliben und der geniessen lassen alle ansprach furderung und hindernuss abthun solle, wie dann solichs alls der anlass durch den vorgenanten marggraf Albrechtn begriffn und besigelt die leuterung und clerung der regenten, rechtliche und urteilbriefe und handel daruber gescheen von dem vorgemeltn erczbischoven Dietriche und die uns ouch der egenant Philipps fürgelegt hat, clerlicher innehaltn und auszwysen. Es hat ouch derselb Philipps uns als wir yeczt hie zu Franckfort gewesen sein, mit clag furbracht, das der egenant Niclaus von Reinhofen den vorgenanten rechten urtailn und spruchn ungehorsam gewest sie, und syder dem das die urteil ausgangen sein, ine und seinen zu der tumbprobstey gehörende durch fruntschafft und ander ungepürliche fürnemen understannden haben zu laydigen, zu beschedigen und zu besweren, und hat uns als ein Römischen kunig diemuticlichn angeruffn und gebeten, das wir soliche obgeschribn handel, urteil und recht zu vernewn, zu bevestign zu bestettign und zu confiermiren und ine ouch by solichn seinen rechtn zu hanthaben und zu schirmen gnediclich geruchtn. Wann nu der offtgenant Niclaus von Reinhofen al yeczunt hie zu Franckfort auch gewesen ist, woltn wir nit lassen, sundern uns der obgemeltn sachen und irer gelegenheit eigentlicher erfaren daruber wir dann zu den egenanten parthien die erwirdigen Petern zu Augspurg und Johann zu Gurck, bischofe unser fürstn rete und liebe andechtige und die ersamen maister Helwig, canczler des vorberurtn erczbischoven Ditrichs zu Mencz und maister Johann von Spuln, rat unsers lieben nefen erczbischoven Dietrichs zu Collen, lerer in geistlichn rechtn geschickt und ine empfolhen haben die sachen noch aynest zu verhoren und uns dann zu beschaidn, an wem der gepruch geweset und weliche parthie im rechten billich zugelegt und beygestanden werden solle, die uns dann eigentlichn widerumb underweiset habn, das sich alle sachen, wie die obgemelt sein, clerlichen erfunden, der bruch an dem egenanten Niclasn gewest sey, und das der von Sircke zu der tumbprobstey recht haben solle, dwile uns nu der allmechtig got darczu erhohet had, das wir alle und igliche geistliches und werntliches statums uns und dem heiligen reich angehorige schuren, schuczen, schirmen und bei recht behalten und hanthabn sollen, synd wir das vil furderlicher zu tun schuldig sein dem ihenen die uns mit steter true teglichen und williclichen dienen. Darumb haben wir angesehen des egenanten Philips redliche und diemutig bete, getrue und anneme dinste, die er uns offt getan hat, teglichen tutt und furter uns und dem reich tun sol und mag in zukumfftigen zeitn und haben umb deswillen die vorgenanten handel, geding, rechte, spruche und urteil mit allen iren anhangen gnediclich vernuwet, bestettigt und confirmirt, vernuwen, bestettign und confirmieren auch die in alln und iglichn iren meynungen, synnen, begriffen, punckten und artickeln von Römischer kuniglicher macht volkomenheit und rechter wissen gegenwurticlich in krafft disz briefs, meinen seczen und wollen, das er dabey beleibn der geniessen und geprauchn solle, geruelichn von menniclichem ungehindert und gebietn darumb allen und iglichen furstn geistlichn und werntlichen und besunder marggraf Albrechtn von Brandemburg, den graven von Hennenberg etc. penam quinquaginta marcarum auri etc. Datum Franckfurt am freytag nach Petri ad vincula anno xlii."

Chmel n. 925

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-19, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-08-03_1_0_13_0_1_19_CA19
(Abgerufen am 21.06.2018).