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Chmel, Regesta Friderici, Anhang

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König Friedrich erläutert den zwischen den Herzogen von Baiern (Vater und Sohn) früher angeordneten Friedensvertrag.

"Item ein declaracion auff die fridbrief zwischen der fürsten von Payer. Wir Fridreich etc. embieten dem hochgebornen Ludwigen dem jüngern pfalczgraven bey Reine und herczogen in Beyern und graven zu Graispach unserm lieben oheim und fürsten unser gnad und alles gut. Hochgeborner lieber oheim und fürste ! Als wir deiner liebe nechst unsern kuniglichen brief der geben ist zu Wienn am sambstag vor sand Ulrichstag nechstvergangen gesant, und dir mit dem hochgebornen Ludwigen auch pfalczgraven bey Reine, herczogen in Beyern und grafen zu Mortany unserm lieben oheim und fürsten, deinem vater, ein vesten cristenlichen frid vier jar nach datum desselben briefs zu haltn geboten haben, als dann derselb fridbrief in seinen artickeln und meynungen klerlicher inneheldet, in glicher form wir auch dem egenanten deinem vater geschribn und gepoten haben, Nu sind fur uns komen dein rete, und haben uns furbracht ettliche gebrechen, die von deinem vater obgemelt fürgenomen werden, darynne dich und die, dy dorunder gewant und vordacht sein beduncket das ir in dem frid beswert werdet, So haben uns auch des egenanten deines vaters unsers oheims ret widerumb zü erkennen geben, das demselben deinem vater, und den seinen nach aufnemung solichs frids und unsers gebotes ouch ettlich widerwertigkeit gescheen sind, und nach dem und wir die handlung und sölich fürnemen beydenthalben mercken, so möchten hinfur grosser eintreg gescheen und fürgenomen werden, wider solichen unsern geboten fryde, den wir doch cristenlich und on geverlich auszug zu halten gepoten haben, nach form, gewonheit und herkomen des heiligen richs; und darumb, das solicher frid dester stetet gehalden, und destermynner dorein mög getragen werden, so haben wir mit wolbedachtem mute, gutem rate unserer getruen den ersten unsern fridbrief geklert und geleutert, kleren und leuttern mit disem briefe, das solicher frid sein und wern sol zwischen deiner lieb und des egenanten deines vaters, und allen und iglichen ewer baider helffern und helffershelffern, und allen den ewren, ouch allen den, die von yetweders tails wegen in den sachen vordacht und gewant sein, getrulich und ungeferlich, und sol ein tail das ander nicht dringen noch besweren mit eynichen ungüetn, und welicher tail maint zu dem andern rechtens notdurfftig zu sin, der mag in laden und fürhaischen, fur unser kuniglich maiestat, oder ob wir selber der sach nit ausgewarten mochten, für unsern commissary und richter, den wir euch an unser stat seczen und beschaiden wurdden, und nyndert anderswo hin, der wartn, daz mit menig der gericht solicher frid nicht betrübt werde. Es sol ouch kein tail den andern noch die sein, nicht vergunnen zu bekriegen noch zu beschedigen, noch kein gelait geben dann zu recht, und wo man die erfüre in slossen gerichten oder gebieten, sol man dem clager baidenthalben gliche fürderliche recht widerfarn lassen und darczu helffen, welicher auch yetweders tails helffer, oder undertan, oder die in den sachen gewant oder verdacht sein, zu dem andern icht zu sprechen hett, oder gewun, das sol einer von dem andern nemen und geben an den enden, do daz billich ist. Es sollen ouch alle gefangen die obgenante zeitt des frides tag haben, edel und geborn und gereysig lewt auff ir trew und gelubde, und burger und pawrlewt auff burgschaffte, und darumb so gebieten wir deiner liebe von Romischer kuniglicher macht mit ernste, daz du dise unsere klerung und lauttrung des frids, stet, vest, und unverucket haldest und durch dein parthey allenthalben zu halten schaffest, und dawider nicht tust, noch zu tun gestattest, getrulich und ungeverlich bey der puss und pene in dem ersten unserm fridbrief begriffen, desglichen wir dem egenanten deinem vater auch ernstleich geschribn und gepoten haben. Geben zu der Newnstat versiegelt mit unserm kuniglichen uffgedrucktem insigel nach Christs geburt vierczehenhundert jar und darnach im xl jar am nechsten mitwochen vor unser lieben frawentag Nativitatis unsers richs in dem ersten jare. Ad mandatum domini Regis Cunradus prepositus Wiennensis. Item desgeleichen hat man dem hochgebornen Ludwigen dem eltern ouch pfalczgraven bey Rein geschriben; ein reversal in solicher form als oben geschriben stet sub eadem data etc."

Chmel n. 124

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Empfohlene Zitierweise

Chmel, Anh. n. CA-1, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1440-09-07_1_0_13_0_1_1_CA1
(Abgerufen am 23.06.2018).