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Chmel, Regesta Friderici

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suspendirt das wider Rüdiger von Westernach vom Reichshofgerichte zu Rotweil auf Klage Heinrichs von Stainheim erlassene Urtheil, und lässt denselben von Westernach zur Weisung zu, dass er durch Fürstendienst an dem persönlichen Verfolgen seines Processes verhindert worden sey.

"- Rudiger von Westernach hat furbracht wie er vor verganngn zeiten von einem genant Heinrich von Stainheim umb vermeint clag für unnser und des reichs hofgericht zu Rotwil geladen, daselbs er glewblichen schein furbringen hab lassen, daz er durch den hochgebornen Sigmunden herczogn zu Osterreich etc. unsern lieben vettern und fürstn dem er mit glubden verbunden in veld gegen seinen widerwertigern zukomen ervordert worden und also in veld gewesen were, deshalbn er selbs persönndlich als sein grosse notdurfft nach gestallt der sachn ervordert vor demselbn gericht nicht erscheinen mocht, solhs im aber nicht hett furtragn mugn, sonnder es were daruber nicht destmynder wider in gericht und procedirt worden, von dem er sich als beswert an uns berufft und geappellirt und darnach unser keiserlich urteil im weisung solher eehafft aufgelegt were und wiewol er solh sein eehafft und herrn dinst darinne er obberurter masse gewesen were durch des genantn unsers lieben furstn herczog Sigmunds und annderer furbringn und beweisen hette mugn, so wern doch dieselben brieve und weisung in rechtlicher volfürung der gemeltn seiner appellation nach innhallt unnserr kaiserlichen urteil in seinem abwesn verhalltn und in gericht nicht furbracht deshalbn ein urteil wider in geganngn sey nach laut unsers kaiserlichen urteilbriefs daruber ausgeganngn, mit der im durch solh verhalltn der gemelltn brieve wo im unnser keiserlich gnad gewaltsam und oberkeit nicht mitgeteilt sein gruntlich gerechtigkeit ganncz benomen und des zu merklichem schaden bracht wurde ..." (Er lässt ihn also zu dieser Weisung zu.) "Und wellen so verr der genant von Westernach solh aufgelegt weisung gnugklich volfürn und tun wirdet, das im dann solh gesprochn urteil dheinen schaden abbruch noch mangl bringn sonnder die alsdann gancz aufgehebt und abgetan sein solle und auf sein furbrachte weisung furter in der sach auch umb all und iglich cosstn und scheden so von iglichem teil umb einich vorteil und annders getan und erlitn wern bescheen was recht ist. Doch ob der genant von Westernach die haubtsach mitsambt cosstn und scheden behalltn wurde, so sol seinem widerteil die cosst, so auf den vorgemeltn urteilbrief geganngn sein abgezogn und nach anzall vergleicht werdn ..."

Überlieferung/Literatur

S. 137.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 6925, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1474-08-31_1_0_13_0_0_6924_6925
(Abgerufen am 05.04.2020).