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Chmel, Regesta Friderici

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bestätigt und vermehrt die Privilegien des Uniko Ripperda, Hauptmanns in Farmessum (in Friesland). Pön 60 Mark Goldes.

"- Daz wir umb sundrer erberkeit tugent und redlicheit und vernunfft, damit unnser und des reichs lieber getrewer Uniko Ripperda hawbtman zu Farmessum vor unnser keiserlichen maiestat berumbt ist, auch der getrewen annemen und nuczlichen dinst willenn, die er uns und dem heiligen reich offt willigclich getan hat und in kunftig zeit wol tun mag und sol, demselben Uniko all und iglich gnad freiheit recht brieve, privilegia gerechtigkeit allt herkomen und gut gewonheit zu dem sloss und herlicheit Farmessum in Frieslannde gehorennde mit den hewsern und hawsstetten bynnen Farmessum gelegen auch den dreye reittschafftn inwenndig und auswenndig Delfs mit namen Farmessumer Vitwirder und Hallwirder, wie dann das sein vater und er bisher in ruhigem possess und gebrauch inngehabt und gebraucht und herbracht fur sich sein eelich sun albeg den elltissten. Ob er der aber nicht enhette, sein eelich tochter oder ob die auch nicht weren, sein nechst frunde unverscheidenlich bey einander zu behallten in allen und iglichen iren wortten punctn articln innhalltungen meynungen und begreyffungen, als Romischer keiser gnediglich vernewet confirmirt und bestett. Und damit wir auch den gemelten Uniko in solhen seinen getrewen dinstn und bey uns und dem heiligen reich dest mit geneigterm willen behalltn mugn, demselben Uniko und seinen erbenn diss besunder gnad und freiheit getan und von newem gegeben haben. Also daz sy nu hinfür in den vorgemelten iren herlichheitten guldein und silbrein müncz wie durch annder unnser und des reichs undertan in dem Friesslannd gepflegen und daselbs zu teglichem gebrauch und wert genomen wirdet unnder irem wappen machen, dadurch sy auch die wege und strass daselbs dem kaufmann und wanndeltn personen zu gut gepessern und befriden von allem zollpern gut so in dieselb ir herlicheit gebracht oder durch gefurt wirdet, redlich zys und weggellt nemen mugen. Und dartzu im seinen eelichen hawsfrawen und kinden unnser lieben frawen ordnen und gesellschafft zu tragen vergonnet und erlaubt haben, auch all und iglich eynung verpuntnuss und verschreibung, ob er oder sein vordern der gegen yemand mit iren slossen und bevestigung on unnser vorfarn oder unnser als Romischen keisers und irs rechtn herren, dem sy on mittel zusteen willen und bevelh gemacht hetten genntzlich abtan vernicht und in und sein erben davon entledigt und absolvirt ..."

Überlieferung/Literatur

S. 110.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 6826, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1474-01-12_1_0_13_0_0_6825_6826
(Abgerufen am 02.03.2021).