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Chmel, Regesta Friderici

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ändert den dem Markgrafen Rudolph zu Hochberg vom kaiserlichen Kammergerichte aufgelegten Eid in Betreff der Forderung des Ulrich Bleiblein ab.

"- Als vor vergangen tagen dem wolgebornen unserm und des reichs lieben getrewen Rudolfen marggrafen zu Hochperg herrn zu Rotel etc. gegen unnserm und des reichs lieben getruen Ulrichen Bleiblin ettlichs zusagenshalben so er demselben Bleiblin umb geltschuld von dem wolgebornen lieben getrewen Wilhelmen marggrafen zu Hochperg seinem vater herrürende getan haben sol in unnserm keiserlichen camergericht ein eide mit urteil und recht aufgelegt ist. Nemlich mug oder welle derselb marggrave Rudolf sweren einen eide zu got und den heiligen, daz er dem benantn Ulrichen Bleiblein die zusagung wie marggrave Wilhelm des egenantn marggraf Rudolfs vater der sein gesworen kuntschafft gegeben hat, nicht getan hab, dartzu sol er gelassen werden und darauf bescheen was recht ist, tue er des nicht das dann aber verrer beschehe und ergeen soll was recht ist. Das wir solhen eide als Romischer keiser an uns genomen und umb mercklicher redlicher ursach willenn uns darzu bewegende declarirt und erclert haben, nemen den an uns declariren und ercleren den auch von Römischer kaiserlicher macht volkomenheit und rechter wissen in craft diss briefs. Also muge oder welle der obgenannt marggrave Rudolff swern einen eide zu got und den heilign, daz er dem gemelten Ulrichen Bleiblin die zusagung in der ladung bestimbt nicht getan hab, darczu sol er gelassenn werdenn, und darauf beschehn was recht ist. Tue er des nicht das darnach aber verrer ergeen und bescheen solle was recht sey. Und gebieten darauf einem yglichen richter so in volfurung solhs eids unser keiserlicher camergericht an unserr stat besiczen oder dem der aufzunemen durch uns bevolhen wirdet von derselben unserer keiserlichen macht volkomenheit ernstlich und vestigclich mit disem brieve daz sy den yczbestimbtn eide von dem genantn marggraf Rudolfn in aller mass als der in disem unnserm kaiserlichen brieve declarirt und geschriben ist, aufnemet. Und so er den also volfürt hat, meynen seczn und wellen wir daz er damit demselbn unnserm keiserlichen urteil genug getan hab und desselbn eidshalbn weiter nicht gedrungn werden sol in dhein weise. Darnach wisse sich ein yeder zu richtn ..."

Überlieferung/Literatur

S. 75.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 6817, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1473-11-18_1_0_13_0_0_6816_6817
(Abgerufen am 01.04.2020).