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Chmel, Regesta Friderici

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bestätigt dem Churfürsten Albrecht von Brandenburg einen inserirten Urtheilsbrief des Bischofs Friedrich von Leubus und seiner Beisitzer aus den Brandenburgischen Ständen ("Dat. Collen an der Sprew an dynnstag nach sand Peterstag Kathedra genannt, 1473") in Betreff seines Streites mit den Städten der Mark Brandenburg, wegen Erhöhung der Zölle zur Tilgung der Schulden seines Bruders Markgrafen Friedrich sel. (100000 fl.). (Es wurde entschieden, dass die Städte auf sein Erbiethen, vor dem Kaiser u. s. w. sich über diese Erhöhung zu rechtfertigen, dass er nähmlich dazu befugt wäre, sich mit dieser Rechtserbiethung zu begnügen haben). Pön 1000 Mark Goldes.

(Aus dem Urtheilsbriefe des Bischofs:) "Sein sein stette der marck Branndemburg zu im komen und haben in gebeten solh zoll abzustellen habe er in geantwort, in neme solh ir bete frömbd nach herkomen der sachen vermeinende was er in solhem getan habe sey billich gescheen, hab des auch nach keiserlicher freiheit sage macht zu tun darumb welle er solhs nicht abstellen und begere an sich von solher irer bete zu steen wo in das aber nicht ebenn were welle er darinne auf im selbs nicht hafften, sonnder in der zollhalben gern gerecht werdn vor unserm allergnedigisten herrn dem Romischen keiser von dem er die zu lehen trag oder vor dem collegium der curfürsten ob in das auch nicht ebnet, welle er in komen für uns als einem richter und prelaten herrn mann und schtette in mercklicher zall, die wir zu uns seczen sollenn die der sachen nicht parteisch sein und alldo erkennen lassen, er finde sich in recht durch uns und sy einmütigclich oder den merern teil, das er solhs nach laut keiserlicher freiheit sage zu tunde macht habe, daz sy in unansprechenlich bey seinen zollenn beleibn lassen und hannthabn, erfinde sich aber in recht durch uns und preleten manne herrn und stette einmutigclich oder den merern teil daz er sein nach keiserlicher freiheit sage zu tunde nicht macht gehabt habe, so welle er die zolle abstelln. Und auf solhs hat derselb unser gnediger herre den tag vor uns als einen richter und die vorbestimbtn beisiczer von prelaten herrn ritterschafft und stette geseczt und gebeten zu erkennen, durch uns und die beysiczer alle oder den merern teil ob sich sein gnad icht gnug erboten habe und in die seinen icht billich bey solhen zollen unwidersprechenlich geruet beleibn lassen, und auf solh sein rechtbott dabey hannthabn ..."

Überlieferung/Literatur

S. 81.Gercken, Cod. dipl. Brandenb. VIII. 501.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 6724, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1473-05-25_2_0_13_0_0_6723_6724
(Abgerufen am 05.04.2020).