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Chmel, Regesta Friderici

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befiehlt dem Abte zu Disentis, dem Josen von Zoller, Heinrich von Mosax und Jorg von Sanagaza, Grafen, und auch der Gemeinde der Freyen, die von Prettingen und Tafas, welche Herzog Sigmund von Oesterreich von den Grafen Wilhelm und Hugo von Montfort erkauft hat, die demselben aber nicht huldigen wollten, aus ihrem Bunde auszuschliessen, damit sie nicht in ihrem Trotze verharren.

"Embietten den ersamen edeln unserm andechtigen und des reichs lieben getrewen n dem abbt zu Tisentis, Josen zu Zoller, Heinrichen zu Mosax und Jörgen zu Sanagaza graven, auch amman gerichte und gemeinde der freyen, unnser gnad und alles gut. Ersamer edeln und lieben getrewen. Wie wol wir vormals unsern und des reichs lieben getrewen denen von den gerichten Prettigen und Tafas, auch den andern gerichten so ine verwondt sein, so der hochgebornn Sigmund hertzog zu Österreich etc. unser lieber vetter und fürst von den edeln unsern und des reichs lieben getrewen Wilhelmen und Haugen grafen zu Montfortt erkauft, gebotten haben, demselben unserm vettern und fürsten als irem herren huldigung und gelüpde ze tunde, so sullen sy doch als uns angelangt ist, solich unser keiserlich gebott verachten, und sich darüber zu ew in puntnuss zu begeben understeen, daz uns danne zu merklicher smahe aufzenemen und zu gedulden nicht geburlichen ist, und haben darauf denselben von Prettigen Tafas und iern mitgewondten durch unser keiserlich briefe abermals ernstlich gebotten von sölichem irem fürnemen der gemelten puntnuss zu steen, und dem genantn unserm fürsten und vettern als irem rechten herrn glüpde und huldigung ze tunde, oder ob sy einicherlay rechtlich einrede dawider zu haben vermeinten, inen darumb einen nemlichen und entlichen rechttag für uns gesatzt innhalt unsers keiserlichen briefs desshalben ausgegangen. Und empfelhen ew darauf von Romischer keiserlicher macht, und bey verliesung aller und yeglicher ewrer gnaden freiheiten und rechten, so ir von uns und dem heiligen reiche habt, und dartzu einer pene, nemlich sectzig marck löttiges goldes uns die in unser keiserlich camer unablesslich zu betzallen ernstlich und vesticlich mit disem briefe, ob ir die yetzgenanten von Prettingen Tafas und ier mitgewondten in solich ewr verpuntnuss aufgenomen hettet, daz ir sy danne von stunde und unvertzogenlich widerumb daraus tutt ew der eussert und entslahet und bisz zu ausztrag solichs rechtens furbaser nicht mer darein nemet noch yemand in ewerer puntnuss ze tunde gestattet als lieb ew sey unser und des reichs swere ungnade und verliesung der obgemelten pene zu vermeiden. Daran tut ir unser ernstlich mainung und sonnder gevallen. Dann wo ir sy darüber in ewr puntnuss genomen hettet oder noch wurdet, wellen wir das solichs alles dhein kraft noch macht haben, und dem genanten unserm vettern und fürsten hertzog Sigmunden ganntz unschedlich sein solle. Wolten auch darumb mit den obgemelten pene und in ander wege wider ew fürnemen hanndeln und ergeen lassen was sich nach rechtlicher ordenung geburet. Darnach wisset ew ze richten."

Überlieferung/Literatur

Geh. H.-Archiv.

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 6210, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1471-04-19_1_0_13_0_0_6209_6210
(Abgerufen am 24.04.2024).