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Chmel, Regesta Friderici

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K. Friedrich gibt der Stadt Cölln ein Erläuterungs-Privilegium, in Betreff der Appellationssachen während der Zeit, dass ein Erzbischof von Cölln die Reichsregalien nicht empfangen hat. (Vergl. 1467, 26. May.) Pön 100 Mark Goldes.

"- Wann aber als wir durch geloblich anbringn gnusamlich underricht sein und recht wissen haben das in verganngn und zu zeittn so yemands sich an den benanntn gerichten besonnder an dem hohengerichte vorgenannt und durch die urteilsprecher daselbs beswert sein vermeint und davon beruft und geappellirt hat, solich appellacion und beruffen an einen erczbischof unsern und des reichs burggraven zu Coln nach dem und im vom dem heiligen reich sein regalia und lehen verlihen und er als gewondlich ist zu Colln ingefurt wirdet, ingelegt wurdn und aber in den vorgemeltn unsern freiheitbriefen wie es nu hinfür mit solichen appellacion und beruffungn nach abganng eines erczbischofs zu Coln vor und ee der new erwellte zu ertzbischoven sein lehen und regalien von dem heiligen reich empfanngn hat und als gewondlich ist daselbs inreit oder gefurt wirdet, wo hin und an wen dieselben appellacion also ingelegt auch wie es furbaser zu zeitn mangels und gepruchs der berurtn regalien und lehen mit der gewondlichn tagzeit so man an den obberürten gerichten zu halten pfligt gehaltn werden solle nicht meldung und lautter underrichttung beschicht oder gegeben werde, solichs durch ettlich in merkhlichen zweifl gesaczt darumb dieselben benanten von Collen hinfür an ubung der obgenanntn gerichte verhindert und vorbestimbtn unsern gnaden und freiheittn verleczt werden mochten, und haben uns demuticlich bitten lassen in hierinn gnediclich zuversehen. Wann aber unser kaiserlich meynung nye gewesen auch noch nicht ist, daz die bemelten von Cölln an solhn unsern kaiserlichen gnaden und freyheitn einicherlay verleczung haben oder gewinnen solltn, haben wir sy hierinn auch versehen wellen und aus sonndern gnaden aigner bewegnusz Römischer kaiserlicher macht volkomenheit und rechtem wissen unnser kaiserlichen willen unnd meynung hierinn geoffnet ausgesprochen geordnet und erklert offnen sprechn aus ordnen und erclern die von Romischer kaiserlicher macht volkomenheit und rechtm wissen wie vor steet in craft disz briefs. Also das nu furbas zu ewigen zeittn ain yglicher in was wirden stanndes oder wesens der ist der sich an den obbenentn gerichtn und nemlich an dem hohengerichte durch die greven und scheffen daselbs beswert sein vermeint und von solher beswernusz zu zeittn mangels der regalien und wie obsteet unnd so offt und dick an den gemelten gerichten nach laut und innhalt obgemeltn unser gegeben freyheittn recht ergeet und gesprochen wirdet zu dingen zu beruffen oder zu appellirn understeet sein appellacion an unns als Romischn keyser oder unnser nachkomen Romisch keyser und kunig und sunst nynndert hin on mitl in form masz zu zeittn hievor daruber gesaczt auch nach alter gewonheit lennger dann menschen gedechtnuzz sey in solichem vor und nach und bis in den tag des tods weilent erczbischoff Dietrichs des genwurttign ertzbischof Ruprechtn negsten vorfarn gehaltn unnd mit der caution seiner appellacion zu vervoligen und auch stetikeit sicherhait und vertrostigung durch den ytzgenanten weilent erczbischof Dietrichn in sonnderheit des hohengerichtzhalbn als von den zweyen mercken silbers dem greven und einer marck einen yglichen scheffen so ferre solich appellacion frevel vernicht oder ungerecht erkennt wurde zu beczaln in seiner reformacion geordnet gesaczt gemessigt gemiltert gehalten und herkomen ist, soverr er die appellacion tun und inlegen wil inlegen sol und zu thun pflichtig sey. Wir wellen auch von obberürtn macht und wissen seczn und erkennende, ob jemands wer der wer von den gemelten gerichten einem oder mer sich annders dann nach form diser unser kaiserlichen erclerung und dawider zu dingn zu beruffen oder zu appellirn understunde das solich geding beruffen unnd appellirn mitsambt dem so daraus volget oder beschicht alles ganntz ab vernicht und crafftlos sein und dafür in und ausserhalb gerichtes geschaczt und gehalten werden sol. Das wir auch alles yetz alsdann und dann als yetz ganncz ab vernicht und crafftlos von egemelter kaiserlicher macht erkennen und erclern das auch die offtgenanntn greven und scheffen nu hinfür die tagczeit der obberürtn gerichte bey verliesung der peen und busz in unsern kaiserlichen freyheitbriefen begriffen halten und sich in aller mass und form wie die von alter herkomen und zu zeiten erczbischof Dietrichs vorbenennt und bis in sein ennd gehalten sein auch so offt sich das aus notturfft begibt oder sy von den benanntn von Coln darumb ersucht und ervordert werden sich der gebrauhen sollen trewlich und on geverde. Auch wollen wir tzw krefftigung diser keyerlichen erclerung innhalt tenor und laut der offtgemelten freyheit durch uns den von Colln gnediclich gegebn mitsambt den vorberürtn altem herkomen gewonheitn trostung sicherheit und caution mit ir reformation und miltrung wie die an in selbs herbracht und durch weilent erczbischof Dietrichen gehalten und gemacht sein hierinn fur ganncz volkomenlich gemelt und als ob sy von wort zu wort in disem unnsern brief beschriben wern halten und geschäzt werden, daz auch hiewider nit sein oder thun solle oder mog einich gnad freiheit rechte gerechtikeit oder gewonheit dem stiffte oder erczbischoven zu zeittn zu Collen durch unns oder unsern vorfarn am reich Romisch keyser oder kunig gegeben dann wir den von offtgenannter Romischer keyserlicher macht und rechtem wissen so ferre die wider diselb unser erclerung tun und sein oder tun und sein mochten diszmals allem abnemen derogiern und encziehen auch wissenntlich in craft disz briefs. Und wir gebieten ..."

Überlieferung/Literatur

Q. 98.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 5803, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1469-11-02_1_0_13_0_0_5802_5803
(Abgerufen am 27.11.2020).