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Chmel, Regesta Friderici

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schreibt dem K. Georg von Böhmen in Betreff des Benehmens des Zdenko von Sternberg und das Wazlab Wultzky gegen ihn und seine Lande.

"Fridreich von gots genaden etc. Embietten dem durchleuchtigem Jorginn kunig zw Behaym und margrafen zu Merhern unserm liben swager und kurfurstn unsern gruess und frewntschaft bevor, als wir eur frewntschaft vor ettwas zeyttn geschribn und begert habm bey dem edln Zdennkoen vonn Sternberg daran ze sein, damit er solh frombd fürnemen so er wider uns thatt, abstellett und rayttung der nucz und rennt halbm, so im auff unsern stetn Krembs und Stain aussteen solltnn noch aufzunemen, auff solh unser schreybm uns dieselb ewr frewntschafft wye sich der benent von Sternberg in churtz in unser furstntumb Osterreich fuegnn wurde, geschribm und begert hat demselbnn vonn Sternberg ain tag auff den er dye seynen zw solchen rayttung schikchnn sull zu benennen, so werd er sich gehorsamleich darinn bebeysen darauff wir ew widerumb geschribm habm, wye wir uns versechenn ir wurdett ewr rett in kurtz in unsern hoff schikchnn und das ewr freuntschaft bey demselbm vonn Sternberg daran wer, damit er sein dyener auff dieselb zeytt auch an unsernn hoff sendett damit da inn beywesnn derselbnn ewr rett solich rayttung furgenamen wurde, was wir im dan pilleich thunn solltn, das wir des willig werdn. Auff solichs uns ewr frewntschafftt kain antburt gethan hat, sunder der obgenant von Sternnberg uns und unsern landnn und lewtnn daruber muttwillikleich auss unserm gsloss Weytra so im von uns verschribm ist, wider sein verschreybung uns gegebm der abgeschrifft wir ewr freuntschaft hiein beslossnn schikchn, entsagt und nun an meniger ende umb huldigung geschribm hatt, so ist auch derselb vonn Sternberg der namhafftistn ewr rett amptman und lanndtlewtt ayner und ew sunder gewontt, wir im auch vill gnadn und guts beweyst habm dadurch uns solichs von im vast fromd nympt und nicht gefellt, begern wir an die selbs ewr freuntschaft mit ganczem vleyss und ernst, das ir bey dem obgenantn von Sternnberg darann seytt und bestellett, damit er solch absag muttwilligs und fromds furnemen abthun, vermaint er uns dan spruch nicht zu vertragn so sey wir willig so wir darumb von im angelangt werdn im vor unsern rettn darumb recht ergeen zu lassnn. Wir habm auch ewrer frewntschaft vormalln geschribm und begert bey Batzlab Wultzky des ir ew vormallnn in ewrn schreybn als des ewrn in den kriegslewffnn angenomen und andrer des kunigreichs zw Behaym und margrafftumb zw Merhern inwanern daran zu sein und zubestellnn, damit sy mit uns und unsern lanndtn und lewttnn in unguttn und an rechtt nichts ze thun noch ze schaffnn hiettn, ob si aber zw uns oder den unsernn manigerlay spruch maynttn zu habm so wolltn wir inn umb solch spruch vor unnsern rettnn und umb die spruch so sy zu denn unsern hiettnn auch als sich gepuerat recht ergeenn zu lassnn, daruber der benant Watzlab mit seinen helffernn uns und unsern land und lewttnn auch muttwillikleich entsagtt und und sich in unser furstentumb Osterreich zw unnsernn veindtn gan Ybs gefuegt hatt inn auch ytz von newm ain merklich volkch aus ewrn lanndtn in dasselb unser furstentumb Osterreich zw peystanndt und hilff gezogenn ist, und uns und unsernn lannd und lewttnn auch enntsagtt habm, begern wir an dieselb ewr frewntschafft mit ganntzem vleyss und ernst das ir die benantn Watzlab und die anndern lanndtlewt abvordert und darob seytt damit wir und unnser lannd und lewtt solicher beschedigung und mitwilliger ansuechung von inn vertragnn beleybn und dadurch merer unratt so daraus ob das nicht underkomen wurdtt enstenn möchtt vermittn und land und lewtt zu bederseyttnn in frid gesetzt werdn und beleybn mugen, und ob si darinn ungehorsam wurdn, uns gen in hillff und beystand thutt als ir als unser kurfurst auch auff meniger verschreybung so wir von ewch habm und in ander weg uns schuldig und phlichtig seyt thutt, wann uns solich unser lannd und lewtt beschedigung muttwilligs furnemen und verderbm von den ewrn in dy leng ze duldn nicht gemaint ist noch ze leydnn wer, und begern darauff ewr verschribnen antburtt."

Überlieferung/Literatur

Geh. H.-Archiv. (Cod. 25.)

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 4186, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1465-05-05_1_0_13_0_0_4185_4186
(Abgerufen am 05.12.2021).