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Chmel, Regesta Friderici

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bestätigt der Stadt Hagenau die Freyheit, hinsichtlich des Waldes, der heilige Forst genannt, mit Inserirung zweyer Briefe. 1. K. Albrechts, dat. Prag 4. July 1438; und 2. K. Sigmunds, Prag 15. September 1436. Aus K. Sigmunds Brief:

"Als unser und des heiligen richs stat zu Hagenaw gar vor langen alten zyten von römischen kaisern und kunigen seliger gedechtnuss unsern vorfaren am reich versehen und begabet ist als das der wald genant der heilig forst, bei der stat Hagenaw gelegen mit seiner zugehörung zu derselben stat Hagenaw gehoren und auch nymmer davon geschaiden sol werden und burgermaister und rat daselbs in mit ainem lanndvogt ewiclich heigen behuten beseczen schirmen und hanthaben sollent und von alter herkomen sind, das ain lanndvogt sweren sol das er sy bey solicher huten des walds lass verliben als wir denn desselben alles zu zyten und ouch leczt redlich und gewerlich underwiset sind wir ouch zu denselben zyten betrachtet und bekannt habent und noch bekennen das solichs uns und dem rich nuczlich und von unsern vorfaren dem rich zu langwerenden nucz und fromen geordnet und gesaczt ist" (dann wird die gemachte Ordnung bestätigt) (nebst Festsetzung einer Pön von 100 Mark Gold) (auch kann die Ordnung mit Uebereinku nft abgeändert werden). "Doch darinn verdinget, wann die closter zu Sand Waltpurge Nuwenburg und Kunigesburg zu irer closter gepawen holczes notdurfftig sind zu verpawen derglich ouch die von der Witenmulen zu irs burglehens ze Hagenaw gepawn das ain lanndvogt meister und rat oder wem si es ye empfelhent innen das geben und weisen lassen sollent nach innhalt der egenanten geseczte und ungeverlich. also wir seczen und wellent umb des heiligen reichs herlichkait auch seins und des egenanten waldes nuczes und des willen das ye soliche notdurfft bekannt, und der walde nit an not und ze unnucze verhawen werde, daz si in solh holcz heischent oder heischen und sich des wisen lassen, als dann ander geistlich und auch weltlich edel und unedel getan haben und ouch daz ein lanndvogt und die von Hagenaw yecz und hernach iren fleisz und ernst darzu habent daz der wald nit zu unnucze verhawen werden darzu so mugent ouch die vorgenanten closter und die von der Witenmuhlen ungeverlich unschedliche bürn holcz nach innhalt der vorgenanten geseczte in irn clostern und vorgerurten burglehen zu ir notdurfft zuverburrende wol hawen ungeheischn doch wolte yemands er sy geistlich oder weltlich beduncken daz die vogenant ordnung wider sein recht oder frihait wern dem oder den sol darumb nach reden und widerreden ir recht behalten sein vor uns unsern nachkomen am rich oder an den anden do das pillich ist, und sullent die obgenanten ordnungen in krafft verbliben bisz uff usztrag solichs rechten ..." (Aus K. Friedrichs Bestätigungsbrief): "auch seczen und wellen wir umb des heiligen richs und des vorgenanten forstes nucz und frumen willen das nyemand er sey geistlich oder weltlich dhein swein auf demselben vorste weyden sol anders dann in der zit so eckker darauf ist und man dasselb ecker beslecht alsdann so mag man dasselb ecker geprauchen und eczen als das herkomen ist umb das daz die eycheln so nach der eeker zyt uber verliben bekymen und ze wachsende komen mogen und von den schwinen nich underpracht werden und das ouch nyemand auswenndig der stat Hagenaw dheinerlai holcz aus demselben vorste hawen oder nemen sol on aines lanndvogts und meister und rats zu Hagenaw samenthafft erlauben und willn ungeverlich ..."it. bestätigt ihre Privilegien.it. bestätigt einen Brief K. Sigismunds, dass die Stadt Hagenau ihrer Güter halben zu keinem Dienste verbunden sey, "on allein soliche zinse die von den gutern gevallen," und dass die Hagenauer vor kein fremdes Gericht geladen werden sollen, "und ouch daz sy noch die rittere derselben stat nyemants der von in clagende were auszwenndig der stat Hagenaw umb welherlay sachen es were zu recht steen sollent dann allein in der stat Hagenaw."

Überlieferung/Literatur

N. 2.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

Chmel n. 1102, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1442-09-08_2_0_13_0_0_1102_1102
(Abgerufen am 18.09.2020).