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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,3

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(Papst) Johannes VIII. verfügt, ein Mißstand (corruptela) sei vollends zu beseitigen.

Incipit:
Non minus mala consuetudo, ut ...

Überlieferung/Literatur

Orig.: –.

Kop.: –.

Insert: Deusdedit, Coll. can. IV 382 (Wolf von Glanvell 583).

Druck: MG Epist. VII 311 n. 61.

Reg.: JE 3027.

Lit.: –.

Kommentar

Das Fragment ist nur bei Deusdedit überliefert; vgl. zu dessen Kanonessammlung Kéry, Canonical collections 228-233, Jasper, Beginning 128f. und Fowler-Magerl, Clavis Canonum 160-163. Der im Lemma Papst Johannes VIII. zugeschriebene knappe Satz entspricht dem Anfang eines Kanons des Konzils von Sardika in pseudoisidorischer Überlieferung, vgl. Concilium Sardicense a. 343? c. I (Hinschius, Decretales 267). Der vollständige Wortlaut des Satzes aus den Pseudoisidorischen Dekretalen, der dort Hosius von Córdoba in den Mund gelegt wird, lautet: Non minus mala consuetudo quam perniciosa corruptela funditus eradicanda est, ne cui liceat episcopo de civitate sua ad aliam civitatem transire. Aus diesen Worten wird deutlich, daß die beklagte corruptela die Translation der Bischöfe ist. Zu diesem und zwei weiteren Kanones gegen den Wechsel von Bischöfen in ein anderes Bistum, die auf die Synode von Sardika zurückgehen, vgl. Scholz, Transmigration 32-34. Zur Bekanntheit der drei Bestimmungen von Sardika gegen die Translation vgl. ibid. 35f. Das kurze Fragment bietet keinerlei Anhaltspunkte zur zeitlichen Einordnung, weshalb die Datierung innerhalb des Pontifikats Johannes' VIII. nicht eingegrenzt werden kann.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,3 n. 5, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f9e08857-8e26-44fa-b134-a28eba616e7e
(Abgerufen am 23.04.2019).