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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,3

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Der Patriarch Photios von Konstantinopel schickt Erzbischof Theodoros von Patras als Gesandten zu Papst Johannes (VIII.) und teilt diesem brieflich seine erneute Promotion zum Patriarchen von Konstantinopel mit und verweist darauf, daß er von der ganzen Kirchen (ecclesia) und der res publica gezwungen worden sei, erneut ein Konzil (tribunal sacrum) einzuberufen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 553; Vita Ignatii (Mansi, Coll. XVI 287-290).

Reg.: Grumel, Regestes Constantinople 513; Grumel-Darrouzès, Regestes Constantinople I,2 546.

Lit.: Hergenröther, Photius II 313-316, 380f.; Grumel, Qui fut l'envoyé 439-443; Dvorník, Photian Schism 173f.; Stiernon, Konstantinopel IV 212-214; Lounghis, Ambassades byzantines 194 und 339; Kislinger, Reisen und Verkehrswege 239; Gemeinhardt, Filioque-Kontroverse 245 Anm. 271.

Kommentar

Aus den beiden oben angeführten Erwähnungen erfahren wir von einem Schreiben Photios' an Johannes VIII., wobei sich Johannes VIII. in n. 553 lediglich für litteris, aus denen er vom erneuten Aufstieg des Photios zum Patriarchen erfahren habe, bedankt. Aus der Vita Ignatii geht der weitere oben paraphrasierte Inhalt des verlorenen Briefes hervor. Der Gesandte Theodoros findet ebenso nur in der Vita Ignatii Erwähnung, vgl. zu diesem Lounghis 194 Anm. 6 sowie Grumel. Zeitgleich sandte zudem der Kaiser Basileios I. Boten an den Papst mit der Bitte um Anerkennung des Photios, vgl. n. 478 auch zu weiteren möglichen Schreiben in der Sache aus Konstantinopel; siehe dort ebenso zur Datierung.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,3 n. 479, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e121ae26-b360-4a48-bc4c-29100e05c0db
(Abgerufen am 23.10.2018).