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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,3

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(Erz)bischof Frothar (von Bourges) beschwert sich sowohl selbst schriftlich (und mündlich) als auch durch andere Personen bei Papst Johannes (VIII.) über den Markgrafen Bernhard (von Gothien).

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 378; n. 398; n. 399.

Reg.: –.

Lit.: Auzias, Aquitaine 383.

Kommentar

Von der schriftlichen Beschwerde Frothars wissen wir nur aus n. 399. In diesem Brief und in n. 378 heißt es, der Papst habe ebenso von den Nachstellungen Bernhards gehört, möglicherweise von Frothar selbst, da aus n. 407 ein Treffen Frothars mit Johannes VIII. auf dessen Reise nach Troyes hervorgeht. Daß sich auch andere Personen, wohl Anhänger Frothars, in dessen Namen beim Papst beklagten, ist aus n. 398 ersichtlich. Vgl. zusammenfassend zum Konflikt zwischen Bernhard und Frothar und dem päpstlichen Eingreifen neben den genannten Regesten Auzias 382f. und Oexle, Ebroin von Poitiers 202-205. Auf dem Konzil von Troyes (n. 405) wurde Bernhard von Gothien, der nicht anwesend war, schließlich unter anderem wegen seiner Übergriffe gegen Frothar exkommuniziert, vgl. n. 432. Die Beschwerden Frothars und seiner Anhänger erfolgten im Vorfeld der sie erwähnenden päpstlichen Briefe und wohl kurz nach der Aufforderung des Papstes an Frothar, ihm entgegenzureisen (n. 363), in deren Anschluß es zum Treffen Frothars mit dem Papst gekommen sein dürfte. Daraus ergibt sich der obige Datierungsvorschlag.

Nachträge

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,3 n. 368, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/de95b610-ac53-4f50-b8d8-4d46596d7c56
(Abgerufen am 28.11.2020).