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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,3

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Papst Johannes (VIII.) versucht in Fano, in der Pentapolis, gemeinsam mit Bischof Adelhard (von Verona) vom (Markgrafen) Wido (III. von Spoleto) und seinen Anhängern die Rückgabe der päpstlichen Güter in der Pentapolis zu erwirken, woraufhin Wido den Verhandlungsort verläßt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 714.

Reg.: –.

Lit.: Wüstenfeld, Herzöge von Spoleto 412; Dümmler, Ostfränk. Reich III2 187; Caspar, Register Johanns 156 Anm. 1; Buzzi, Ravenna e Roma 134; Hlawitschka, Widonen 81 (ND 216) Anm. 212.

Kommentar

Nur aus dem Brief an Karl III. (n. 714) erfahren wir vom Aufenhalt des Papstes in Fano und dem versuchten Zusammentreffen mit einem Grafen Wido. Diesen identifiziert Hlawitschka mit Wido III. von Spoleto, da sich Wido II. von Camerino, der zusammen mit Wido III. die Rückgabegarantie in Ravenna unterschrieben hatte (vgl. n. 709 sowie auch die Erwähnung in n. 714), in deren Folge aus dem Güterstreit mit dem Papst herausgehalten habe. Nachdem die päpstlichen Verhandlungsversuche in Fano keinen Erfolg gezeitigt hatten, reiste Johannes VIII. offenbar weiter nach Rom, ließ allerdings seinen Legaten Walpert von Porto zusammen mit Adelard von Verona in Fano zurück, damit diese die Verhandlungen fortführten. Auch sie dürften aber kaum etwas erreicht haben, vgl. n. 722, wo Johannes VIII. erneut über Vergehen von Anhängern Widos III. klagte. Zu datieren ist der Aufenthalt des Papstes in Fano kurz vor der Abfassung des Briefs an Karl III. (n. 714); er erfolgte wohl auf der Rückreise Johannes' VIII. vom Treffen mit Karl III. in Ravenna (n. 709).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,3 n. 713, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/a6eb4516-56f2-475c-b7dc-dfe1206dc783
(Abgerufen am 23.10.2018).