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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Der in Hautvilliers in Klosterhaft lebende Gottschalk (von Orbais) appelliert mit einem dem Mönch Guntbert übergegebenen Brief an Papst (Nikolaus I.).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Briefe Hinkmars an Egilo von Sens von 866 Sept. (MG Epist. VIII 194f. und 200f. n. 187 und n. 188).

Reg.: –.

Lit.: Schrörs, Hinkmar 282; Dümmler, Ostfränk. Reich II 166f.; Freystedt, Prädestinationsstreit 130-134; Perels, Nikolaus 140; Vielhaber, Gottschalk 27; Grundmann, Ketzergeschichte G7; Weitzel, Gottschalk 225.

Kommentar

Nur die beiden angegebenen Briefe berichten über den Versuch Gottschalks, einen Boten nach Rom zu entsenden, dem Hinkmar mit präzisen Instruktionen an den Boten Egilo entgegenzuwirken versuchte (vgl. n. 821). Egilo wird in beiden Briefen ausführlich über die Lehren Gottschalks aus Hinkmars Sicht informiert und mit Verhaltensmaßregeln für seinen Rombesuch versehen. Schon vorher hatte Arsenius auf seiner Legation (vgl. n. 759) bei Hinkmar einen schriftlichen Bericht in der Angelegenheit Gottschalks gefordert, vgl. Schrörs 282. Zu den früheren Auseinandersetzungen um Gottschalk vgl. n. 610, n. 653 und n. 692. Nicht sicher ist, ob die Appellation wirklich erfolgte oder ob Egilo eine Vorsprache in Rom sogar verhindern konnte. Die Datierung ergibt sich aus der Zeitstellung der Erwähnungen.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 799, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/fd6ac740-dbb7-48a2-a4b1-b531b58b1a4a
(Abgerufen am 12.12.2017).