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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) schreibt (dem) auf der Metzer Synode (vgl. n. 642) (künftig anwesenden Episkopat) in der Angelegenheit der flüchtigen Ingiltrud.

Empfänger:
Ingiltrud

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 863. Reg.: –.

Kommentar

Daß Nikolaus I. im Vorfeld der von ihm erwirkten Synode in Metz im Juni 863 (vgl. n. 642) auch Anweisungen bezüglich Ingiltruds erteilte, erfahren wir nur aus dem angegebenen späteren Brief an den ostfränkischen Episkopat. Hier wirft der Papst den abgesetzten Erzbischöfen Gunther von Köln und Thietgaud von Trier vor, sie hätten diese Schreiben des Papstes bei der Verlesung auf der Synode verfälscht. In n. 863 wird kein Empfänger der Briefe genannt, die Erwähnung der Metzer Synode deutet aber auf den dorthin geladenen (vgl. n. 595, n. 596, n. 597 und n. 604) Episkopat als Adressaten. Interessanterweise ist in diesen die Synode vorbereitenden Schreiben sowie in den Anweisungen für die Legaten (n. 589 und n. 605) Ingiltrud mit keinem Wort erwähnt. Auch bei der Absetzung Thietgauds und Gunthers im Oktober 863 in Rom (n. 670) wird diesen zwar die Mißachtung der Exkommunikation Ingiltruds (n. 537), nicht aber eine Verfälschung der päpstlichen Briefe zur Last gelegt. Zu datieren sind die Schreiben in der Angelegenheit Ingiltruds frühestens auf die Zeit der den Legaten im November mitgegebenen Briefe (vgl. n. 600) und spätestens zeitgleich mit den Anfang des Jahres 863 ins Frankenreich entsandten Schriftstücken (n. 604 und n. 605).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 593, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f643bdbf-2523-497f-a8f8-a02ae35041b1
(Abgerufen am 20.08.2017).