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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Der Mönch und Exarch Theognost überbringt Papst Nikolaus (I.) einen Brief der ignatianischen Parteiung (n. 590) und berichtet über die Angelegenheit des (Patriarchen) Ignatios (von Konstantinopel).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 180); Brief Stylians an Stephan V. von 886 Ende (MG Epist. VII 377 = Mansi, Coll. XVI 430). Reg. –.

Lit.: Perels, Nikolaus 41; Dvornik, Photian Schism 86; Stiernon, Konstantinopel 51f.

Kommentar

Die Hadriansvita im Lib. pont. erwähnt knapp die Interzession des Theognost (ein schwacher Hinweis auch in der Vita Nicolai des Lib. pont. [Duchesne II 159]), aber nur aus der angegebenen Erwähnung bei Stylian wissen wir Genaueres von der Unterredung Theognosts mit dem Papst: Ὁπότε καὶ ζήλῳ κινηδεὶς ὁ μοναχὸς Θεόγνωστος ὁ άρχιμανδρίτης καὶ διὰ κοσμικῆς σολῆς λαδραίως καὶ αύτὸς εἰς Ῥώμην ἐπιδημεῖ καὶ τὰ κατὰ τοῦ Ιγνατίου διδάσκει τὸν άγιώτατον πάπαν Νικόλαον (MG Epist. VII 377). Daß Theognost nach Rom geflohen sei, geht auch aus einem späteren Brief Kaiser Michaels (III.) (n. 762) hervor. Michael (III.) forderte mehrfach zur Rücksendung des Theognost auf, dieser verließ Rom aber wohl erst 866-868 (vgl. JE 2908). Stiernon datiert die Übergabe auf Anfang 863, in einer späteren Abhandlung (Stiernon, Interpréta-tions) hingegen ohne weitere Begrünung auf 861-862. Die erste Variante ist wahrscheinlicher und wird hier bevorzugt.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 606, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f5a7bcbd-fcc9-48ad-9b61-6d37d0e62d12
(Abgerufen am 26.02.2017).