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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Die Bischöfe, die an der Synode von Verberie teilgenommen hatten, schreiben Papst Nikolaus (I.) in der Sache des abgesetzten Bischofs Rothad von Soissons.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 745; n. 753; Ann. Bertiniani a. 863 (Grat 103).

Reg.: –. Lit.:Hartmann, Synoden 316.

Kommentar

Die schriftlichen Äußerungen der Bischöfe wurden von Rothad selbst, der von Verberie aus zusammen mit Stellvertretern (vicariis) nach Rom aufbrach, mitgenommen (vgl. n. 669). Zahl und Verfasser der Briefe bleiben unklar. In n. 745 spricht der Papst von den Anklägern (dampnatores), die statt selbst in Rom zu erscheinen, sich nur schriftlich zur Angelegenheit Rothads äußerten. Die Ann. Bertiniani berichten zum Jahr 864 (Grat 112), daß Rothad und die Stellvertreter von Kaiser Ludwig II. aufgehalten wurden, der ihnen die Durchreise verweigerte, so daß schließlich nur Rothad nach Rom gelangen konnte. Nikolaus I. verweist in n. 753 darauf, daß die Stellvertreter vom Weg aus Briefe an ihn geschickt hatten. Unklar bleibt, ob dies die von der Synode mitgenommenen oder vielleicht weitere erst auf dem Weg verfaßte Schreiben waren. Zum Inhalt der Briefe kann aus den späteren päpstlichen Äußerungen (n. 745, n. 753) geschlossen werden, daß die Bischöfe sich zur Absetzung Rothads nur ausweichend äußerten und eventuell ihre Beteiligung ganz bestritten (quod nulla te accusatione impetere voluissent, MG Epist. VI 383 n. 68). Zur Ankunft Rothads in Rom vgl. n. 712. Zu datieren ist anschließend an oder gleichzeitig mit der Synode von Verberie.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 668, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/eea4d9e4-818b-4c02-bf21-6bfa40de37e7
(Abgerufen am 24.05.2017).