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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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König Karl (der Kahle) teilt Papst Nikolaus (I.) durch den Gefolgsmann (homo) des Kaisers Ludwig (II.) Erich den Stand der Dinge in der Angelegenheit der Ebo-Kleriker Wulfad und seiner Genossen mit.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 801.

Reg.: Lot-Brunel-Tessier, Recueil II n. 292.

Lit.: Lot, Année 410 Anm. 1 (ND 432 Anm. 1).

Kommentar

Zur vermutlichen Legation Ludwigs II. an Karl den Kahlen und zum Gesandten Erich vgl. Lot. Inwieweit diese mit einer Gesandtschaft Ludwigs an Lothar II. in Zusammenhang stehen könnte (Böhmer-Zielinski n. 252), ist unsicher. Hartmann vermutet in MG Conc. IV 209 Anm. 20 unter Berufung auf Wanner in MG DD Karol. IV 15f. hinter dem erwähnten Boten und kaiserlichen Gefolgsmann Hericus den gleichnamigen Notar Ludwigs II. Aus der genannten Erwähnung ist der Inhalt der Botschaft Karls des Kahlen an den Papst nur näherungsweise zu erschließen: Nachdem er in n. 801 seine auf päpstliche Anweisung (n. 794) hin unternommenen, leider jedoch erfolglosen Bemühungen, Hinkmar von Reims zum Einlenken in der Frage der Ebo-Kleriker zu bewegen, dargestellt und das dadurch notwendig gewordene Zusammentreten des Konzils von Soissons im August 866 ankündigt hatte, entschuldigte sich Karl bei Nikolaus für diese möglicherweise überflüssig erscheinende Wiederholung, habe er doch similia bereits zu einem früheren Zeitpunkt durch Erich übermitteln lassen. Zum Fall der Ebo-Kleriker um Wulfad insgesamt vgl. n. 806. Zu datieren ist nach n. 794 und vor n. 801.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 796, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ecbe255e-4573-4d26-9a8a-feb391de8cce
(Abgerufen am 28.06.2017).