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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Kaiser Michael (III. von Byzanz) unterstreicht die Gültigkeit des (jüngst) in Konstantinopel abgehaltenen Konzils mit dem von Nikaia, berichtet über die auf dem Konzil beschlossene Absetzung des Patriarchen Ignatios, der mit weltlicher Unterstützung Patriarch geworden sei, ferner über die Zustimmung der anwesenden päpstlichen Legaten, der Bischöfe Radoald (von Porto) und Zacharias (von Anagni), und rechtfertigt mit Verweis auf das Beispiel des Nectarius die Erhebung des Photios.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 569; n. 572; n. 824; n. 827; Lib. pont. (Duchesne II 158).

Reg.: Dölger, Reg. des oström. Reiches I 56 n. 460; MMFH 142f. n. 17.

Lit.: Hergenröther, Photius I 438f.; Perels, Nikolaus 38; Dvornik, Photian Schism 93; Stiernon, Konstantinopel 50; Scholz, Politik 204.

Kommentar

Der Inhalt des Briefes ist nur aus den angeführten Erwähnungen erschließbar, vgl. zur genauen Rekonstruktion Dölger. Am 18. März 862 (n. 569) antwortete Nikolaus dem Kaiser. Zur Interpretation und Beurteilung der teilweise widersprüchlichen Berichte über das Konzil in Konstantinopel vgl. vor allem Dvornik, Photian Schism 78-90 sowie n. 563. Nach Rom befördert wurde das Schreiben zusammen mit dem Brief des Photios (n. 545) und den Konzilsakten durch den Asekretis Leo, vgl. n. 564. Zu datieren ist die Abfassung zeitgleich mit n. 545.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 546, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e0c91a3b-c69e-49c4-9956-6ab7cdf0c517
(Abgerufen am 29.03.2017).