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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) gewährt dem von Bonifatius begründeten Kloster Fulda unter Abt Theoto (Theotoni religioso abbati monasterii Domini Salvatoris ... in loco qui vocatur Boconia, erga ripam fluminis Fuldaha …) wunschgemäß (n. 498) (unter Wiederholung von n. 413) ein Privileg und fordert zusätzlich in angemessenen Zeiträumen den Bericht über die Klostergemeinschaft in Rom. Scriptum per manum Petri notarii, scriniarii sanctae Romanae Ecclesiae, in mense Junio, indict. VII.Datum II idus Junias per manum Tiberii primicerii sanctae sedis apostolicae, imperante domno piissimo principe Augusto Lhudouuico, a Deo coronato magno pacifico imperatore anno X et patricius [post consulatus] indictione VII.

Incipit:
Quoniam semper sunt concedenda, quae ...
Empfänger:
Kloster Fulda unter Abt Theoto

Überlieferung/Literatur

Orig.: –.

Kop.: 9. Jh., Marburg StArch.: Best. Urk. 75 Nr. 35; Mitte 12. Jh., Marburg StArch., Hs. Abt.: K 425 fol. 6r-7r, fol. 38r-38v; Ende 13. Jh., Marburg StArch., Hs. Abt.: K 427 fol. 6v-7r, fol. 28v-29r; 18. Jh., Marburg StArch., Hs. Abt.: K 428 S. 16 und 76.

Erw.: Fuldaer Urkundenverzeichnis V 1* n. VI (Cod. Eberhardi I 3; vgl. GP IV 355 und 385 n. 81).

Drucke: Schannat, Hist. Fuld. 135 n. 21; Migne, PL CXIX 770; Dronke, Cod. dipl. Fuldensis 259; Meyer zu Ermgassen, Cod. Eberhardi 13f., 66f.

Reg.: J 2017; JE 2676, GP IV 362f. n. 21.

Lit.: Harttung, Diplomatisch-historische Forschungen 377-379; Roller, Eberhard von Fulda Beil. 2f., 6f.; Goetting, Exemtion 115f.; Lübeck, Fuldaer Äbte 49; Rathsack, Fuldaer Fälschungen 111f., 209f.; Bishop, Nicholas 154; Hussong, Studien Fulda 1 181f.; Pitz, Papstreskripte 297; Jakobs, Fuldaer Papsturkunden 52, 59 und 63; Bigott, Ludwig der Deutsche 152.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. GP. Der umstrittene Cod. Eberhardi von 1160 (Marburg K 425) überliefert das päpstliche Privileg in zwei verfälschten, voneinander abweichenden Fassungen, vgl. Stengel, Abhandlungen und Untersuchungen Fulda 245-252, Jakobs, Fuldaer Papsturkunden 49-53 sowie Meyer zu Ermgassen I, IX-XIV (zu einzelnen Verfälschungen vgl. Roller, 32 Anm. 3 und 5, 34 Anm. 3). Zu den Dorsualnotizen der Einzelkopie vgl. Stengel 214, 220 und Tab. 3 bei 272. Zu den beiden Fuldaer Urkundenverzeichnissen vgl. Jakobs 47f. mit Anm. 49. In inhaltlich-sachlicher Hinsicht vgl. Bemerkungen zur VU n. 413 sowie allgemein die Forschungsdiskussion zu den Fuldaer Urkunden in n. 328. Zu einem angeblichen Privileg Nikolaus’ I. für Hatto vgl. n. † 490. Der Text des vorliegenden Privilegs folgt der VU, neu ist jedoch die Rapportbestimmung. In der Kopie des 9. Jahrhunderts sind einige Abweichungen zu verzeichnen, die wohl hauptsächlich auf der falschen Auflösung von Abkürzungen basieren (vgl. GP). In dieser Kopie findet sich außerdem ein ausführlicherer Hospitalpassus. Die Abschreibfehler betreffen möglicherweise auch die Datierung, die zudem in beiden Privilegienfassungen des Cod. Eberhardi (K 425 fol. 7r und 38v) unterschiedlich angegeben wird. Die Privilegienverleihung ist deshalb nur unter Vorbehalt auf den 12. Juni, möglicherweise auch etwas später (GP IV erwägt eventuell Juli 14) anzusetzen. Zu den in der Datierung genannten Personen vgl. Halphen, Administration 94 und Santifaller, Elenco 53 und 258.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 500, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/d9c69e34-524a-48e0-b0d8-a9eef631511f
(Abgerufen am 26.07.2017).