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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Bischof Adventius von Metz (Adventius humilis Metensium sedis episcopus) dankt Papst Nikolaus (I.) (gloriosissimo dominici gregis pastori omniumque ecclesiarum Dei in toto terrarum orbe consistentium magistro Nicolao summo pontifici et universali papae) für die empfangene briefliche Vergebung (n. 721), erwähnt weitere, von König Ludwig (dem Deutschen) (Hludwici maioris) und König Karl (dem Kahlen) (Caroli) (in Tusey) erhaltene, an Erzbischöfe und Bischöfe im Reich König Lothars (II.) gerichtete Briefe (n. 723), in denen der Papst die Metropoliten oder zwei ihrer Suffragane für den 19. Mai (865) (XIIII Calendis Iunii) nach Rom zur Synode geladen habe und kündigt wegen eingeschränkter Möglichkeiten und körperlicher Schwäche die Entsendung seines als Pilger gekleideten Priesters Theuderich an.

Empfänger:
Adventius von Metz

Überlieferung/Literatur

Druck: MG Epist. VI 223f. n. 10. Erw.: n. 772.

Reg.: Anal. iur. pont. X 119 n. 76.

Lit.: Dümmler, Ostfränk. Reich II 115; Parisot, Lorraine 269; Perels, Berufungsschreiben 136 und 140; Fuhrmann, Propagandaschrift 3 Anm. 4; Anton, Synoden 110; Heidecker, Kerk, huwelijk en politieke macht 190; Gaillard, Advence 102.

Kommentar

Zu der im Schreiben erwähnten nicht zustande gekommenen Synode vom 19. Mai 865 vgl. auch n. 723, n. 724, n. 763 und n. 768, zur Salutatio vgl. Lanham, Salutatio 43 und 74. Die Datierung des Dankesbriefes ergibt sich aus der Erwähnung der von den Königen empfangenen Synodaleinladungen, deren Übergabe nur während des Zusammentreffens von Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen in Tusey im Februar 865 (Böhmer-Mühlbacher2 n. 1304e und n. 1457b) erfolgt sein kann. Formulierungen greift Adventius wenig später in n. 772 teilweise wörtlich auf. Die von Gaillard geäußerten Überlegungen, daß Nikolaus schon im Dezember 864 die Entsendung des Arsenius (von Orte) plante und seine Absicht zur Abhaltung eines Konzils aufgegeben habe, setzen voraus, daß der Metzer Bischof hiervon frühzeitig wußte; da dies unsicher ist, wird an der bisherigen Datierung festgehalten.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 757, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/d676d47a-92de-436c-930a-4d3dd293d8f8
(Abgerufen am 23.07.2017).