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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) verkündet (proclamabat) an der Vigil von Weihnachten (in die vigiliarum nativitatis Domini nostri Iesu Christi) in der Kirche S. Maria Maggiore (in basilica dei genitricis in Presepe) bei einer Messe im Anschluß an eine Ansprache (n. 727) das päpstliche Urteil über Bischof Rothad von Soissons, dem unter Zustimmung des (römischen) Klerus’ seine priesterlichen Gewänder wieder angelegt werden und der verspricht, jederzeit vor Anklägern Rechenschaft abzulegen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 163); Auxilius, Infensor et defensor c. 21 (Migne, PL CXXIX 1091); Invectiva (Dümmler, Gesta 152); Pseudo-Liudprand, Liber (Migne, PL CXXIX 1254); Alberich von Troisfontaines, Chr. (MG SS XXIII 738).

Reg.: J p. 246; JE I p. 355.

Lit.: Schrörs, Hinkmar 258; Dümmler, Ostfränk. Reich II 94f.; Perels, Nikolaus 110; Scholz, Politik 198.

Kommentar

Der Lib. pont. berichtet hierzu im Anschluß an die Predigt des Papstes (vgl. n. 727). Die Invectiva erwähnt das Ereignis nur knapp ohne Datierung; sie fügt hinzu, Rothad sei in seine eigene Kirche wieder eingesetzt worden. Der Zeitpunkt sowie der Ort der päpstlichen Verkündung finden sich nur im Lib. pont., aus dem auch die oben eingefügten lateinischen Zitate stammen. Ob Rothad seinen Libellus proclamationis bereits zu diesem Termin vorlegte, ist unklar und wird in der Literatur unterschiedlich beurteilt (vgl. n. 746). Zum weiteren Akt vom 21. und 22. Januar 865 vgl. n. 747 und n. 749.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 728, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c5fbabf3-e244-47f0-bf92-c57b8ccd9bce
(Abgerufen am 28.03.2017).