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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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König Karl (der Kahle) appelliert an Papst (Nikolaus I.), weil die nach der Schlacht von Fontenay getroffenen eidlichen Abmachungen durch den Einfall Ludwigs (III.) in sein Reich gebrochen wurden.

Überlieferung/Literatur

Orig.: –.

Kop.: –.

Insert: Brief Hadrians II. von 870 Juni 27 (JE 2926; MG Epist. VI 724f. n. 21).

Reg.: Böhmer-Mühlbacher2 n. 1407b; Lot-Brunel-Tessier, Recueil II 522 n. 199bis.

Lit.: Dümmler, Ostfränk. Reich I 454f.; Perels, Nikolaus 27; Mohr, Krise 211; Bigott, Ludwig der Deutsche 153.

Kommentar

Der Brief ist nur fragmentarisch in das genannte spätere Schreiben Papst Hadrians II. inseriert. Dort heißt es zwar kurz vor dem Zitat Hludouuici fratris tui filii superatus, was auf den Einfall Ludwigs III., des Jüngeren, in Aquitanien 854 (Böhmer-Mühlbacher2 n. 1407b) anspielt, Perels nimmt jedoch in der Nachfolge von Dümmler an, daß der Gesamtzusammenhang wohl eher auf die vollständige Niederlage Karls im Jahre 858 gegen Ludwig den Deutschen verweise, vgl. ebenso Mohr. Dafür könnte auch sprechen, daß die Richtigstellung Ludwigs des Deutschen durch den Abt Theoto von Fulda bei Nikolaus I. 859 (vgl. n. 498), durch Karls Intervention in Rom mit beeinflußt wurde (vgl. Mohr). Allerdings ist letzte Sicherheit nicht gegeben, so legt beispielsweise Böhmer-Mühlbacher2 n. 1407b die Appellation ohne weitere Begründung in das Jahr 854.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 481, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c1f3f5d6-c8ac-4fe5-bbac-bc067982c613
(Abgerufen am 22.10.2017).