Regestendatenbank - 182.315 Regesten im Volltext

RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

Sie sehen den Datensatz 520 von insgesamt 870.

Papst Nikolaus (I.) läßt die zerstörte Wasserleitung Iovia (in Rom) (forma quae vocatur Iocia) wiederherstellen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 154).

Reg.: –.

Lit.: Hainzmann, Stadtrömische Wasserleitungen 101; Ward-Perkins, From Classical Antiquity 252 und 254f.; Herbers, Wasser 68.

Kommentar

Nur aus dem Lib. pont. erfahren wir von der Initiative des Papstes. Die genannte Wasserleitung war wohl zuletzt von Papst Sergius II. wiederhergestellt worden (vgl. n. 23, auch zur Lage des Aquäduktes). Zur wechselnden Bezeichnung in den verschiedenen Handschriften (samt Emendationsvorschlägen) und zur geographischen Orientierung vgl. bereits Duchesne II 167f. Anm. 12, der einen Zusammenhang mit der anschließend im Lib. pont. genannten Gründung des Hospizes in S. Maria in Cosmedin (n. 521) nicht ausschließt. Die bei Lauer, Latran 134 noch vertretene Meinung, daß die acqua Tocia den Lateranpalast mit Wasser versorgt habe, wäre demnach eher abzulehnen. Zur genaueren Orientierung vgl. n. 23 sowie Heinzmann und Ward-Perkins. Im Lib. pont. ist der Bericht über die Instandsetzung der Iovia Bestandteil einer Aufzählung verschiedener Bauprojekte und Stiftungen des Papstes. Aus diesem Grund sind die erwähnten Arbeiten wahrscheinlich in die kurz zuvor erwähnte 9. Indiktion des laufenden Zyklus’ zu datieren (vgl. n. 519).

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 520, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/bf437cc8-1a18-496b-9347-875dabbb1293
(Abgerufen am 12.12.2017).