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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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König Karl (der Kahle) verwendet sich bei (Papst Nikolaus I.) unter Erläuterung der Umstände für den Bruder Königin Theutbergas, (Abt Hucbert von Saint-Maurice d’Agaune).

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 843.

Reg.: –.

Kommentar

Die Intervention Karls zugunsten des seit Ausbruch des lotharingischen Ehestreits gegen Lothar II. rebellierenden transjuranischen Herzogs und Laienabtes von Saint-Maurice ist nur aus dem angegebenen späteren Brief des Papstes an Karl den Kahlen bekannt. Zur Aufnahme Hucberts im Reich Karls des Kahlen vgl. Parisot, Lorraine 179 Anm. 2, Dümmler, Ostfränk. Reich II 14 sowie Staubach, Herrscherbild Karls 437 Anm. 161. Nikolaus nennt im Schreiben von 867 keinen Papst, sondern nur die apostolica sedes als Adressaten Karls. Da jedoch der Bruch zwischen Lothar und Hucbert erst in Folge des Ehestreites und die Annäherung des letzteren an Karl den Kahlen seit 859 erfolgten, ist wohl Nikolaus I. und kein früherer Papst als Empfänger der Mitteilungen Karls anzunehmen. Als Terminus ante quem für die Intervention, die ausdrücklich noch zu Lebzeiten Hucberts erfolgte, ist spätestens dessen Tod im Jahr 864 anzunehmen.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 494, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/bcb2fef2-967c-430c-85dc-e82b765c7c2f
(Abgerufen am 27.07.2017).