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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) ermahnt auf Beschwerden vieler Ravennater hin den Erzbischof Johannes (VII.) von Ravenna mehrfach durch Legaten und Briefe, weitere Rechtsüberschreitungen zu unterlassen.

Empfänger:
Erzbischof Johannes (VII.) von Ravenna

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 155).

Reg.: J *2025; JE *2687; IP V 39 n. *101 und IP V 90 n. *22.

Lit.: Schmidt, Kirche von Ravenna 763; Buzzi, Ravenna e Roma 114; Perels, Nikolaus 48; Heidrich, Ravenna 29; Herbers, Konflikt Papst Nikolaus’ 53.

Kommentar

Nur aus der angegebenen Stelle im Lib. pont. erfahren wir von den Beschwerden der Ravennater und von den päpstlichen Weisungen. Dort heißt es weiter, daß die Ermahnungen des Papstes nicht gefruchtet, sondern Johannes den bisherigen noch weitere genauer aufgezählte iniquitates hinzugefügt habe. Angeblich exkommunizierte er, hielt Leute von Romreisen ab, eignete sich Besitz ohne Rechtstitel an, übertrug römische Rechte auf die ravennatische Kirche S. Apollinaris (in Classe) und setzte Priester und Diakone in der Emilia ab. Zu den Vorwürfen gegen den Ravennater Erzbischof vgl. auch n. 559, die Verhandlungspunkte des Konzils vom 24. Feb. 861 (n. 540) (woraus sich die ungefähre zeitliche Einordnung ergibt) sowie die Bemerkungen von Belletzkie, Nicholas and John of Ravenna 264.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 507, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b4ec8222-f97f-4cdb-85d2-479f63ea0cf6
(Abgerufen am 27.07.2017).