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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) schreibt (Erzbischof Liutbert von Mainz und) den Bischöfen der Germania ( episcopi Germaniae …) über die Umtriebe der Griechen und beauftragt Liutbert mit der Ladung zu einer Synode.

Empfänger:
Erzbischof Liutbert von Mainz

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 860; Ann. Fuldenses a. 868 (MG SS rer. G. [7] 66).

Reg.: J *2180; JE *2880.

Lit.: Hergenröther, Photius I 672; Dümmler, Ostfränk. Reich II 203; Hartmann, Konzil von Worms 28f.; Hartmann, Synoden 290, 302f.; 402.

Kommentar

Vor allem aus den Ann. Fuldenses ist das Schreiben an den Episkopat der Germania bekannt, das dort zusammen mit n. 863 erwähnt wird, wohl also mit diesem Brief zusammen im Ostfrankenreich eintraf. Inhaltlich wird der Papstbrief dort nur allgemein auf Probleme mit Byzanz bezogen, aber n. 860 erwähnt die Einladung zu einer Synode, die später in Worms stattfand (MG Conc. IV 246-311). Da dieses Schreiben an Ludwig den Deutschen gleichlautend mit dem an Karl den Kahlen (n. 858) ist, das den Brief an Hinkmar und den westfränkischen Episkopat n. 857 nennt, darf man folgern, daß auch das vorliegende Schreiben an Liutbert und den Episkopat gerichtet und inhaltlich n. 857 ähnelte; vgl. zu der möglichen textlichen Nähe der im Ostfrankenreich entstandenen Responsio auch Hartmann 31. Hieraus ergibt sich die Datierung.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 859, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b4294a0e-09a0-4f99-b340-b520a1eb3be0
(Abgerufen am 27.07.2017).