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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) schreibt auf Intervention Kaiser Ludwigs (II.) und König Lothars (II.) in ähnlicher Weise wie an König Karl (den Kahlen) (vgl. n. 737) an König Ludwig (den Deutschen), er solle Lothar (II.) und dessen Herrschaft nicht bedrängen.

Empfänger:
König Ludwig (den Deutschen),

Überlieferung/Literatur

Erw.: Ann. Bertiniani a. 865 (Grat 117f.).

Reg.: JE *2775.

Lit.: Schlesinger, Erhebung Karls des Kahlen 458; Staubach, Herrscherbild 456f. Anm. 233-235; Meyer-Gebel, Arbeitsweise 84f.

Kommentar

Nur aus den Ann. Bertiniani erfahren wir von gleichlautenden Schreiben an Ludwig den Deutschen und seinen Episkopat (vgl. n. 741). Dabei wird einleitend zunächst die von Lothar II. an seinen Oheim Ludwig II. geschickte Gesandtschaft Liutfrieds, eines Onkels Lothars II., erwähnt. Die explizit nur in den Ann. Bertiniani genannte Intervention Ludwigs II. (vgl. Böhmer-Zielinski n. 241) sollte für den vorliegenden Brief sowie denjenigen an Karl den Kahlen (n. 737) gelten und war wohl durch die Abmachungen von Tusey vom 19. Februar 865 (Böhmer-Mühlbacher2 n. 1457 b, n. 1458; MG Capit. II 244) zwischen Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen veranlaßt worden. Expediert wurde der Brief zusammen mit n. 737, n. 740 und n. 741 durch Arsenius, der das vorliegende Schreiben offensichtlich Mitte Juni 865 in Frankfurt übergab, vgl. Ann. Bertiniani a. 865 (Grat 118) sowie zum Aufenthalt des Legaten dort Ann. Fuldenses (MG SS rer. G. [7] 63f.). Die Abfassung des Briefes ist deshalb vor die Abreise des Legaten zu datieren, vgl. n. 759.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 736, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/afe1840f-1626-4ec3-9128-06c4da1a66d3
(Abgerufen am 27.03.2017).