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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Erzbischof Hinkmar (von Reims) verteidigt gegenüber Papst Nikolaus (I.) seinen Glauben gegen die (Irr)lehre Gottschalks (von Orbais).

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 692; Flodoard von Reims, Hist. III 15 (MG Epist. VIII 121 n. *158, MG SS XXXVI 241).

Reg.: Schrörs, Hinkmar 530 n. 168.

Lit.: Grierson, Eudes Ier 170; Freystedt, Prädestinationsstreit 126f.; Boshof, Odo 47.

Kommentar

Der Brief, den Flodoard nur knapp zusammenfaßt, gehört wohl zu der in n. 692 (MG Epist. VIII 160) erwähnten rotula, die Hinkmar durch Bischof Odo (von Beauvais) nach Rom gesandt habe, ohne Antwort zu erhalten (misi auctoritati vestrae quaedam ex verbis et catholicorum sensibus in rotula, qualiter contra ipsius pestiferi hominis sensum sentiam, per Odonem episcopum et nihil inde responsionis accipere merui). Deshalb beförderte Odo wohl auch diesen Brief nach Rom (vgl. n. 620), vgl. u. a. die Korrekturen von Perels (MG Epist. VIII 121 Anm. 5) an der chronologischen Rekonstruktion von Schrörs. Freystedt 136f. nimmt sogar eine zweite Romreise Odos 864 an; dieselbe Stelle, auf die er sich stützt, interpretiert jedoch Perels (MG Epist. VIII 121 Anm. 5) anders, dem mit der hier vorgeschlagenen Datierung gefolgt wird. Vgl. allgemein zur Auseinandersetzung um die Prädestinationslehre n. 504.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 610, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/af4f75e3-4431-4ec5-99be-cbef9beface0
(Abgerufen am 18.10.2017).