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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) holt bei Erzbischof Hinkmar von Reims Erkundigungen über das Wohlergehen (salubritas) der Königin Theutberga ein.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 820. Reg.: –.

Lit.: Lot, Année 422 Anm. 1 (ND 444 Anm. 1).

Kommentar

Die päpstliche Anfrage ist nur aus der genannten Erwähnung im Antwortschreiben Hinkmars bekannt: Hinkmar erklärt sich außer Stande, die gewünschte Auskunft zu geben, da er seit Juli/August 865 weder Theutberga noch Lothar II. persönlich getroffen habe. Ein Terminus post quem ist für die päpstliche Rückfrage nicht sicher zu bestimmen. Da Hinkmar sich entschuldigt, über keine neueren Informationen zu verfügen, als sie bereits Bischof Arsenius von Orte habe nach Rom bringen können, ist die päpstliche Anfrage wahrscheinlich nach dem Ende von dessen Legation (vgl. n. 759 zum Aufbruch sowie n. 781 zum Ende) anzusetzen. Da auch das päpstliche Exkommunikationsschreiben gegen Waldrada vom Februar (n. 788) bzw. dessen Wiederholung im Juni 866 (n. 800) erkennen lassen, daß Nikolaus zu diesem Zeitpunkt noch Kenntnis von Theutbergas aktueller Lage hatte (sicut nonnulli testantur), könnte die päpstliche Nachfrage bei Hinkmar sogar nach Februar 866 angesetzt und eventuell in Zusammenhang mit der Gesandtschaft des Remigius von Lyon zu Hinkmar (vgl. n. 795) gebracht werden. Obwohl eindeutige Beweise unmöglich sind, spräche für einen solchen Datierungsvorschlag zudem, daß Hinkmars Brief n. 820 hauptsächlich direkt auf das von Remigius expedierte Schreiben Nikolaus’ I. n. 791 antwortet.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 783, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/a651d165-90e0-49d9-b3b7-a3a5abcb405e
(Abgerufen am 24.07.2017).