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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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(Papst) Nikolaus I. bestimmt, daß bei Streitigkeiten zwischen Klerikern und Laien nur der Laie im Falle eines schlechten Rufes die Probe des Gottesurteils oder bei gutem Ruf des Reinigungseides auf sich nehmen solle.

Incipit:
Nitendum summopere est, ut ecclesiasticae ...

Überlieferung/Literatur

Orig.: –.

Kop.: –.

Insert: Coll. Taurinensis (12. Jh., Turin Bibl. naz. univ.: Ms. E. V. 44 [903] fol. 70v).

Drucke: Pflugk-Harttung, Acta II 33 n. 66; MG Epist. VI 686 n. 163.

Reg.: JE †2863.

Lit.: Leitmaier, Kirche und die Gottesurteile 80.

Kommentar

Das nur in der Turiner Sammlung (vgl. hierzu Pflugk-Harttung, Fälschung von Canones, Perels, Briefe II 120-125, Kéry, Canonical collections 284 und Fowler-Magerl, Clavis Canonum 172f.) überlieferte Fragment wird dort wohl zu Unrecht mit Lemma Nicholaus primus zugewiesen, vgl. schon Perels 124 Anm. 4. Die vermutlich falsche Zuordnung ergibt sich auch indirekt aus der Analyse der echten Äußerungen Nikolaus’ I. zu Gottesurteilen durch Leitmaier, die für Nikolaus in dieser Frage eine zurückhaltende Ablehnung feststellen will; dagegen sieht Nottarp, Gottesurteilstudien 321, bei Nikolaus eine Duldung der Gottesurteile (vgl. auch Hartmann, Konzil von Worms 69). Da Papst Nikolaus I. wohl nicht der Aussteller war, aber eine andere Zuordnung noch nicht möglich ist, bleiben Echtheit sowie eine genauere Eingrenzung der Datierung umstritten.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. †(?)431, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0858-00-00_4_0_1_4_2_431_F431
(Abgerufen am 22.01.2017).