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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Nikolaus (I.) tadelt in einem Brief an Bischof Jeremias (Ieremiae episcopo) die Ehe zwischen Verwandten.

Incipit:
Qui consanguinitatis copulas diligunt summopere ...
Empfänger:
Bischof Jeremias

Überlieferung/Literatur

Orig.: –.

Kop.: –.

Insert: Ivo von Chartres, Decretum IX 12 (Migne, PL CLXI 660); Coll. der Bibl. de l’Arsenal (12. Jh., Paris Bibl. de l’Arsenal: Ms. 713 fol. 156v).

Drucke: Migne, PL CXIX 1131; MG Epist. VI 660 n. 141.

Reg.: J 2163; JE 2853.

Lit.: Bishop, Nicholas 250 Anm. 2.

Kommentar

Zur Coll. der Bibl. de l’Arsenal und ihrer Entstehungszeit vgl. n. 437 sowie Fowler-Magerl, Clavis Canonum 192f. Der bei Ivo nur im Lemma bezeichnete Adressat ist nicht sicher zu bestimmen. Vgl. zu verschiedenen Identifikationsmöglichkeiten auch das Fragment Leos IV. (n. 90), das ebenfalls an einen Bischof Jeremias gerichtet ist. Zum Problem der Verwandtenehen nach kanonischem Recht und zu anderen Briefen Nikolaus’ I. in diesen Rechtsfragen vgl. Freisen, Eherecht 371-439, bes. 391. Die Datierung ist, selbst wenn der Bischofssitz von Jeremias sicher zu identifizieren wäre, nicht genauer eingrenzbar, weil bei den vier in Frage kommenden Bischofssitzen das Todesdatum der jeweiligen Jeremias-Bischöfe über den Pontifikat Nikolaus’ I. hinausreichen könnte (Fossombrone: nach 853, 861/62 belegt, Lucca: 853-868, Teramo: 853 und 861 belegt, Vannes: vermutlich erst nach 870).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 439, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0858-00-00_12_0_1_4_2_439_439
(Abgerufen am 28.07.2017).