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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Der Papstelekt Benedikt (III.) wird in der Kirche S. Maria (Maggiore) auch von den Parteigängern (des Anastasius) sowie von den kaiserlichen Missi anerkannt; Benedikt vergibt den anwesenden früheren Anhängern (des Anastasius).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 144; Prerovský II 587); Sigebert von Gembloux, Chr. a. 854 (MG SS VI 340); Chr. Turon. (Martène-Durand, Veterum scriptorum 967); Thomas Ebendorfer, Chr. pont. Rom. (MG SS rer. G. NS XVI 292). Reg.: -. Lit.: Dopffel, Kaisertum und Papstwechsel 125; Heimbucher, Papstwahlen 170; Duchesne, Etat pontifical 232; Perels, Nikolaus 206; Brezzi, Roma 61; Zimmermann, Papstabsetzungen 44.

Kommentar

Die Zeremonie in der Kirche S. Maria Maggiore kann durchaus als eine "Wiederwahl" oder "Neuwahl" Benedikts III. bezeichnet werden, vgl. Duchesne, Etat pontifical. Dafür spricht auch die anschließende erneute Einführung des Erwählten in den Lateranpalast (n. 352). Die großzügige Vergebung Benedikts III. gegenüber seinen bisherigen Gegnern hatten sich die kaiserlichen Missi vielleicht ausbedungen, wie Perels vermutet. Benedikt versöhnte sich laut seiner Vita mit ausgestrecktem Arm und Kuß. Zu datieren ist die "Wiederwahl" und Absolutionsszene unmittelbar nach dem dreitägigen Fasten und Beten (n. 350); da im Lib. pont. von drei Tagen und Nächten die Rede ist, dauerte dies wohl bis zum Morgen des Freitag (4. Oktober).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 351, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-10-04_1_0_1_4_2_351_351
(Abgerufen am 23.08.2017).