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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Die aus Rom kommenden Bischöfe Radoald von Porto und Agatho von Todi treffen auf Anastasius und seine Anhänger (in Torre di Quinto) (iuxta basilica Leucii martyris), wo Anastasius auch die von Benedikt (III.) entsandten Legaten (n. 342), die Bischöfe Georg (von Bomarzo) und Maius (von Priverno), gefangennehmen läßt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 141f.). Reg.: J p. 237; JE I p. 341. Lit.: Dopffel, Kaisertum und Papstwechsel 124; Duchesne, Etat pontifical 231; Perels, Nikolaus 204f.; Mann, Lives II 310; Brezzi, Roma 60; Riesenberger, Prosopographie der päpstlichen Legaten 131 und 133.

Kommentar

Im Lib. pont. wird berichtet, die genannten Bischöfe hätten Rom heimlich verlassen, obscurati sensu, mente et anima . Der Bischof Radoald von Porto war deshalb später an der Weihe Benedikts III. nicht beteiligt, vgl. n. 353 . Die anschließend erwähnte Gefangennahme der Legation Benedikts III. erfolgte bei der Kirche S. Leucius (Torre di Quinto, vgl. Duchesne, Etat pontifical). Dort verweilte wohl auch der Zug des Anastasius, denn dem römischen Volk wurde geboten, sich am nächsten Tag auf das rechte Tiberuferjenseits der Milvischen Brücke zu begeben. Die Gefangennahme der Legaten brandmarkt der Verfasser der Benediktvita im Lib. pont. als schweres Vergehen gegen das übliche Recht. Die Datierung ergibt sich aus n. 342.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 343, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-09-00_4_0_1_4_2_343_343
(Abgerufen am 27.03.2017).