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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Dem Papstelekten Benedikt (III.) werden von den zurückkehrenden Legaten, dem Bischof Nikolaus von Anagni und dem magister militium Mercurius, die Ankunft der kaiserlichen Missi gemeldet und Antwortbriefe des Kaisers Ludwig (II.) übergeben.

Kommentar

Die Rückkehr der von den Wählern Benedikts III. entsandten Legaten (vgl. n. 337 ) nach Rom wird nur im Lib. pont. und dem davon abhängigen Pseudo-Liudprand verzeichnet. Angeblich seien die Legaten auf ihrem Weg zum Kaiser in Gubbio durch Bischof Arsenius von Orte zugunsten einer Erhebung von Anastasius (vgl. n. 339 ) beeinflußt worden. Der Inhalt der kaiserlichen Briefe (epistolas ... quibus continebantur responsa ..., wahrscheinlich also mehrere Briefe) ist nicht bekannt. Deshalb bleibt unsicher, ob sie eine Ablehnung der Wahl Benedikts III. enthielten. Möglicherweise informierten die Legaten auch nach ihrem Treffen mit Arsenius von Orte in Gubbio den Kaiser Ludwig II. recht einseitig. Da die Wahlanzeige, wie aus dem Bericht des Lib. pont. hervorgeht, nicht an Lothar I., sondern nur an Ludwig II. überbracht wurde, der sich im Juli wohl noch in Oberitalien (vgl. Böhmer-Mühlbacher 2 1202b, 1203; Böhmer-Zielinski 134: Pavia) aufhielt, dürfte angesichts der Entfernung und des Umweges über Gubbio die Rückkehr der Legation etwa Ende August erfolgt sein.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 338, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-08-00_1_0_1_4_2_338_338
(Abgerufen am 12.12.2017).