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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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(Erzbischof) Hrabanus (Maurus von Mainz ) berichtet Papst Leo (IV.) über sein und anderer Gebet für das päpstliche Wohl und empfiehlt die (Fuldaer) Mönche (... Leoni commendat monachos ) sowie Guntram, den Sohn seines Bruders, damit sie die Gnade des päpstlichen Segens erlangen mögen.

Überlieferung/Literatur

Druck: Brief des Hrabanus Maurus an den Papst (MG Epist. V 528 n. 27) (fragm.). Reg.: Böhmer-Will, Reg. 68 n. 25; GP IV 62 n. *26; GP IV 360 n. *14. Lit.: Lübeck, Fuldaer Studien II 159; Rathsack, Fuldaer Fälschungen 214f; Hussong, Studien Fulda I 178; Jakobs, Fuldaer PUU 61; Kottje, Schriftlichkeit 180.

Kommentar

Das Schreiben an den Papst ist nur aus den Brieffragmenten, die Dümmler der Sammlung der Magdeburger Zenturien entnommen hat, bekannt. Über die Beziehungen des Hrabanus Maurus zu Fulda auch nach seiner Resignation 842 als dortiger Abt vgl. die bei Sandmann, Folge der Äbte 185f. angegebene Literatur. Zum Diakon Guntram vgl. Fleckenstein, Hofkapelle I 179 und 184. Das Schreiben an den Papst war wohl von Hrabans Nachfolger Hatto in Fulda erbeten worden, um den Zugang zum Papst zu erleichtern, vgl. die Brieffragmente in MG Epist. V 529 n. 28 und MG Epist. V 528 n. 26 (Antwort Hrabans). Offensichtlich wollte Hatto einen ähnlichen Mißerfolg wie bei den früheren Verhandlungen mit Papst Paschalis I. um ein Privileg vermeiden, vgl. hierzu GP IV 358 n.*9 und GP IV 358 n.* 10 sowie Rathsack, Hussong und Jakobs, Fuldaer PUU 61 ff. Somit steht der Brief wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Privilegienbitte Hattos und ist mit den in n. 328 verzeichneten Reserven auf die Zeit kurz zuvor zu datieren.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 324, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-00-00_3_0_1_4_2_324_324
(Abgerufen am 15.12.2017).